• 19.11.2012, 10:47:38
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IG-Milch: "Strenge Regeln - faire Preise oder zügellose Freiheit"

Bad Leonfelden (OTS) - Anlässlich der Jahreshauptversammlung der
IG-Milch, die am Samstag, 17. November in der Kürnberghalle in
Leonding abgehalten wurde, verfolgten 350 Bäuerinnen und Bauern
interessiert den Ausführungen der Obfrau Erna Feldhofer. Im
Tätigkeitsbericht ließ die Obfrau ein turbulentes, arbeitsintensives
Jahr, in dem auch zahlreiche Gesprächsterminen mit agrarpolitischen
Vertretern, sowohl im Inland als auch im Ausland, abgehalten wurden,
Revue passieren.

Georg Maier, der neue Projektleiter "A faire Milch", forderte die
Unterstützung einer österreichweiten Werbeoffensive für "A faire
Milch", jener Milchmarke, die für faire Preise und den Fortbestand
der heimischen Kulturlandschaft steht.

Interessante Referate zum Thema "Strenge Regeln - faire Preise
oder zügellose Freiheit" zogen die Bäuerinnen und Bauern in ihren
Bann.

Benedikt Härlin (Autor Weltagrarbericht) gab Einblick in die
internationale Agrarwelt und stellte klar fest, dass die ungerechte
Verteilung der Fördergelder zum Ruin der heimischen aber auch
weltweiten Agrarwirtschaft führen wird. "Kleine Betriebe müssen
geschützt werden, da sie letztendlich die Welt ernähren. Die
Produktion muss dem Markt angepasst werden, nicht zu viel und nicht
zu wenig soll produziert werden. Sondern einfach genug." , so seine
Kernaussage.

Mag. Franz Obermayr (EU-Parlamentsabgeordneter) schildert die
Entwicklung der europäischen Agrarpolitik aus Sicht der
KonsumentInnen und verspricht den Bäuerinnen und Bauern sie bei ihren
Forderungen nach einer Neuregelung des Milchmarktes zu unterstützen.

Romuald Schaber (Präsident EMB) erklärt die Aufgabe der
Monitoringstelle, die für eine Weiterentwicklung der europäischen
Agrarpolitik ein unabdingbares Instrument darstellt. Weiters fordert
Schaber die anwesenden Bäuerinnen und Bauern auf, am 26. und 27.
November die groß angelegte Aktion des EMB in Brüssel zu unterstützen
und somit die Abstimmung über die Europäische Milchmarktordnung in
die richtige Richtung zu lenken. Denn werden die Weichen bei der
Neuregelung der GAP nicht richtig gestellt, so wird nicht nur
Österreich als Kulturlandschaft der Vergangenheit angehören, sondern
die regionale Milchproduktion eines jeden europäischen Landes, wie
die KonsumentInnen sie schätzen, unweigerlich vernichtet.

Ernst Halbmayr (Geschäftsführer Freie Milch Austria GmbH)
berichtet über die aktuelle Situation der Freien Milch und die
Schwierigkeiten, die die Marktverwerfungen des letzten Jahres mit
sich gebracht haben.

Roberto Cavalliere (APL Italien) erzählt sehr emotionell über die
fatale Situation der italienischen Bäuerinnen und Bauern, fordert die
Unterstützung des European Milk Board und hebt die notwendige Arbeit
des EMB hervor. Denn die wirklich wichtigen Entscheidungen werden
schließlich in Brüssel getroffen, auch die Bäuerinnen und Bauern
sollen dort, vertreten durch das EMB, ein Sprachrohr haben.

Peter Guhl (MEG Milch Board) beschreibt die Arbeit und Funktion
der Milcherzeugerorganisationen in Deutschland und zeigt wie das
zukunftsträchtige Modell auch auf andere Länder ausgeweitet werden
könnte.

Ein herzliches Dankeschön an alle Bäuerinnen und Bauern, an die
Ausstellerfirmen und an die Presse für die Teilnahme an der
Jahreshauptversammlung. Besonderer Dank gilt den fleißigen Helfern,
die maßgebend für das gute Gelingen der Veranstaltung beigetragen
haben.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | IGM

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