NÖGKK macht müde Männer munter

12. NÖ Männergesundheitstag in Wieselburg: 507 Personen wurde ein Arztbesuch empfohlen

St. Pölten (OTS) - Der "männliche" Lebensstil ist eindeutig der riskantere: Männer ernähren sich ungesünder, trinken und rauchen mehr, erkranken öfter und früher, haben mehr Unfälle und leben im Schnitt um fünfeinhalb Jahre kürzer als Frauen. Vorsorge ist für die meisten Männer ein Fremdwort. Diabetes etwa wird bei Männern später entdeckt als bei Frauen, die Sterberate ist bei unter 65-Jährigen doppelt so hoch als bei Frauen. Dabei könnten durch eine rechtzeitige Lebensstiländerung mehr als die Hälfte der frühen Todesfälle bei Männern vermieden werden.

Höchste Zeit zum Umdenken: Einen wichtigen Schritt in Richtung Gesundheitsvorsorge konnte "Mann" beim 12. NÖ Männergesundheitstag der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) und der Fachgruppe der Urologen in Kooperation mit den Nö. Krankenversicherungsträgern am 17. November 2012 in der Wieselburger Halle setzen. Eröffnet wurde der Gesundheitstag von Landesrätin Mag. Karin Scheele, NÖGKK-Obmann-Stellvertreter Michale Pap, NÖGKK-Generaldirektor Mag. Jan Pazourek und Dr. Karl Diehl von der NÖ Ärztefachgruppe der Urologen.

Highlights waren die Führungen durch einen begehbaren Darm und eine begehbare Prostata. Großer Andrang herrschte in der Gesundheitsstraße mit 15 verschiedenen Stationen, die von der Blutanalyse über eine Vicardio- und Venenmessung bis zum Lungenfunktions- und Smokerlyzertest reichten. Insgesamt gab es 2780 Gesundheitschecks, davon wurde 507 Personen ein Arztbesuch bzw. eine weiterführende Abklärung empfohlen. Gesundheitsprobleme, mit denen viele Männer zu kämpfen haben, standen bei Fachvorträgen im Mittelpunkt. Themen waren etwa Demenz oder Prostatabeschwerden. Für Bewegungshungrige gab es verschiedene Fitness-Checks, MFT-Körperstabilisierung sowie Schnupperkurse für gesunde Gelenke, Entspannung und Entschleunigung. Abgerundet wurde das Programm durch Bauchtanz-, Turn-, Musik- und Taekwon-Do-Vorführungen sowie ein Gewinnspiel.

NÖGKK-Generaldirektor Mag. Jan Pazourek: "Wie wichtig regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind, zeigt sich immer wieder bei unseren Männer- und Frauengesundheitstagen. Seit heuer haben wir unsere Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsvorsorge noch verstärkt und eine 5-Jahresstrategie für Gesundheitsförderung und Prävention mit einem deutlich höheren Budget als die Jahre davor beschlossen. Denn der Blick in die Zukunft zeigt, dass es unumgänglich ist, dafür Geld in die Hand zu nehmen: Wir werden älter, die Medizin immer besser aber auch teurer - daher brauchen wir Vorsorge, um uns einen gleichen Zugang zum Gesundheitssystem für alle auch künftig noch leisten zu können."

"Die Lebenserwartung von Frauen liegt im Schnitt etwa sechs Jahre über den der Männer. Die Gründe dafür liegen im persönlichen Lebensstil: Männer essen zuviel und zu fett, rauchen mehr und trinken wesentlich öfter Alkohol als Frauen, sie bewegen sich zu wenig und gehen noch dazu seltener zum Arzt. Männer gehen mit ihrem Körper schlichtweg sorgloser um als Frauen. Gerade deswegen sind Männergesundheitstage wichtig, um Männern breitenwirksam ein aktives Gesundheitshandeln näher zu bringen. Denn nur wer informiert ist und seine Risiken richtig einschätzt, kann bewusst mit der eigenen Gesundheit umgehen.", so Landesrätin Mag. Karin Scheele.

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