- 19.11.2012, 09:30:35
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Ö1 gratuliert Peter Handke zum 70. Geburtstag
Wien (OTS) - Anlässlich des 70. Geburtstages von Peter Handke am
6.12. stehen fünf Ö1-Sendungen ganz im Zeichen des Dichters: Die
"Hörspiel-Galerie" und "Logos" am 1.12., "Ex libris" am 2.12., "Im
Gespräch" am 6.12. und in der Nacht auf den 7.12. "Peter Handkes
Jukebox". Weiters erscheint auch anlässlich 25 Jahre "Im Gespräch"
eine Ö1-Doppel-CD, die zwei Gespräche mit Peter Handke beinhaltet -
die erste Ausgabe der Sendereihe "Im Gespräch" und die am 6. Dezember
zu hörende Sendung.
"Ob er will oder nicht - er ist ein Dichter" schrieb Friedrich
Torberg anno 1969 über den damals 27-Jährigen. Am 6.12. wird Peter
Handke 70 Jahre alt und sein Dichtertum steht längst außer aller
Diskussion. "Unsichtbare, nur hörbare Bäume" und einen "sachten
Sommerwind", der nichts Sichtbares tut, sondern nur von Zeit zu Zeit
"die Szenerie rhythmisiert", und nichts verweht, sondern Ahnungen
befördert, fordert Peter Handke in seinem jüngsten Stück "Die schönen
Tage von Aranjuez". Im Frühjahr wurde es bei den Wiener Festwochen
uraufgeführt und pünktlich zu Handkes "rundem" Geburtstag liegt nun
die Hörspielfassung vor. Das "Sommergespräch" zwischen der Frau und
dem Mann über den unerbittlichen Ablauf vermeintlicher Ewigkeit und
die allmähliche Zerstörung des Unzerstörbaren ist in der gemeinsamen
Produktion vom Hessischen Rundfunk und dem ORF womöglich noch
dichter im Atmosphärischen, noch intensiver mitzuerleben. Regie führt
Harald Krewer, mit Stephanie Eidt und Rüdiger Vogler in den beiden
Hauptrollen und Dorothée Hartinger als Erzählerin. Ö1 sendet "Die
schönen Tage von Aranjuez" in der "Hörspiel-Galerie" am Samstag, den
1.12. um 14.00 Uhr. Um 19.05 Uhr erkundet Cornelius Hell in "Logos -
Verwandeln durch Erzählen" das Religiöse im Werk Peter Handkes. Und
"Ex libris" bespricht am Sonntag, den 2.12. um 16.00 Uhr u.a. Peter
Handkes "Versuch über den Stillen Ort", "Die Arbeit des Zuschauers.
Peter Handke und das Theater" von Klaus Kastberger und Katharina
Pektor sowie Leopold Federmairs "Die Apfelbäume von Chaville.
Annäherungen an Peter Handke".
Am Donnerstag, den 6.12. steht um 21.00 Uhr "Erzählen ist eine Art
'Heuwenden'" - Michael Kerbler "Im Gespräch" mit Peter Handke auf dem
Programm (Wh. am 7.12. um 16.00 Uhr). Vor 25 Jahren kam der
Schriftsteller in der ersten Ausgabe der Sendereihe ausführlich zu
Wort: "Das Ich soll immer weiter werden". Und immer wieder gehe es
darum, "ins Leere loszubrechen". Entschieden sei gegen "das Gerede
vom Ende der Kunst" aufzutreten, wolle er doch "die Illusion
behalten". Im Herbst 1987 war das Gespräch auf Ö1 zu hören. Handke
hatte damals, nach acht Jahren Salzburg, gerade den Entschluss
gefasst, Österreich zu verlassen: "Es ist nicht geglückt, mich in
diesem Land einzubürgern", sagte er im Gespräch mit Brita
Steinwendtner. Im nun ausgestrahlten Gespräch, das Michael Kerbler im
Oktober 2012 geführt hat, spricht der Schriftsteller über seine
Einsamkeit beim Schreiben, seine Wurzeln im Kärntner-Slowenischen,
sein Unterwegs-Sein, die Musik, die ihn begleitet und die Kontroverse
um die Zukunft Ex-Jugoslawiens. Beide Gespräche erscheinen auf einer
Ö1-Doppel-CD und sind ab Anfang Dezember im ORF-Shop und im gut
sortierten Fachhandel erhältlich.
Den Abschluss macht in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den
7.12. um 0.08 Uhr "Peter Handkes Jukebox" mit dem Titel "Von der
Maultrommel zu Van Morrison und retour", eine Wiederholung aus dem
Jahre 2007. Tochter Amina Handke und Michael Kerbler moderieren diese
Musiknacht, in deren Mittelpunkt der Einfluss der Musik - ob
Popmusik, klassische Musik oder Volksmusik - auf das Werk Peter
Handkes steht. Nähere Informationen zum Programm von Österreich 1
sind abrufbar unter oe1.ORF.at.
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