• 15.11.2012, 09:19:52
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ÖAMTC-Kindersitzeinbautest: 18 Fahrzeuge auf Kindersitztauglichkeit geprüft (+Fotos, +Grafik)

Problemfelder: schwer zugängliche Isofix- und Top Tether-Verankerungen, zu kurze Gurte

Utl.: Problemfelder: schwer zugängliche Isofix- und Top
Tether-Verankerungen, zu kurze Gurte=

Wien (OTS) - Wesentliche Autokauf-Kriterien für Familien sind
Platzangebot sowie Benutzerfreundlichkeit bei der Montage von
Kindersitzen. Der ÖAMTC testet deshalb seit 2010 Autos auf deren
Familientauglichkeit. Im diesjährigen Test wurden folgende 18 Autos
getestet: BMW 3er Limousine, Chevrolet Cruze Limousine, Dacia Lodgy,
Fiat Doblò, Honda Civic, Hyundai i30 Wagon, Hyundai i40 Wagon, Kia
Cee'd Limousine, Mazda CX-5, Nissan Qashqai, Opel Ampera, Opel Combo
Combi, Opel Zafira Tourer, Peugeot 4008, Skoda Roomster, Subaru
Legacy Wagon, Subaru XV und Volvo V40.

"Kein Fahrzeug konnte im ÖAMTC-Test restlos überzeugen. Isofix-
und Top Tether-Verankerungen waren oft nur schwer zugänglich, Gurte
oft zu kurz für die Montage von Kindersitzen", sagt ÖAMTC-Techniker
Steffan Kerbl.

Im Dacia Lodgy und Opel Zafira Tourer finden bis zu sechs
Kindersitze Platz

Meist sitzen Kinder auf den äußeren Plätzen der zweiten Reihe.
Sind jedoch mehr als zwei Kinder an Bord, wird manchmal auch der
Beifahrersitz oder der mittlere Platz der zweiten Reihe benötigt.
Bei der Verwendung von rückwärtsgerichteten Kindersitzen am
Beifahrersitz muss dazu jedoch unbedingt der Beifahrerairbag
deaktiviert werden. Diese Option ist beim Subaru Legacy und beim
Subaru XV allerdings nicht vorgesehen. Bei diesen Modellen dürfen
Kindersitze laut Betriebsanleitung nur auf den zwei äußeren
Sitzplätzen der Rückbank montiert werden. "Auch bei den meisten
anderen getesteten Fahrzeugen ist die Montage von Kindersitzen am
Beifahrersitz und am mittleren Platz der zweiten Reihe nur mit
Einschränkungen möglich, also beispielsweise nur für Sitze bestimmter
Gewichtsklassen", kritisiert der ÖAMTC-Techniker.

Eine dritte Sitzreihe gibt es nur im Opel Zafira Tourer
serienmäßig. Beim Dacia Lodgy kann sie zusätzlich bestellt werden.
Die beiden Autos verfügen somit über das meiste Platzangebot. Bis zu
sechs Kindersitze finden hier Platz. Im Opel Ampera und in den beiden
Subaru-Modellen lassen sich hingegen nur zwei Rückhaltesysteme ohne
Einschränkungen unterbringen. "Gerade Familienautos sollten über
möglichst viele für Kindertransport geeignete Sitzplätze verfügen",
fordert der ÖAMTC-Experte die Fahrzeughersteller auf.

Montage von Kindersitzen durch zu kurze Gurte oft unmöglich

Ein weiteres Problem zeigte sich in den oft unzureichenden
Gurtlängen. "Beim BMW 3er, beim Mazda CX-5, beim Nissan Qashqai und
beim Opel Zafira sind die Gurte sehr knapp bemessen. Für die Montage
von Kindersitzen schlicht zu kurz sind die Gurte beim Hyundai i40
Wagon sowie beim Opel Ampera", beanstandet der ÖAMTC-Techniker.
Besonders positiv sind hingegen die Gurtlängen beim Opel Combo Combi,
beim Peugeot 4008 und beim Volvo 40 aufgefallen.

Der BMW 3er, der Opel Zafira Tourer und der Subaru XV punkten
durch perfekt sichtbare und gut erreichbare
Isofix-Verankerungspunkte. Negativbeispiele in diesem Bereich sind
hingegen der Honda Civic, der Nissan Qashqai, der Skoda Roomster und
der Subaru Legacy. "Die Verankerungsbügel sind teils unter
Stofflaschen versteckt und sehr mühsam zugänglich", so der
Clubexperte. Die Top Tether-Verankerungspunkte sind besonders
praktisch beim BMW 3er und beim Subaru Legacy platziert.

"Zur Ermittlung des passenden Familienautos sollte jedenfalls
immer eine Probefahrt mit Kindern und Kindersitzen organisiert
werden", rät Kerbl abschließend.

Informationen zu allen getesteten Produkten und weitere Tests des
ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/tests. Eine kostenlose
Kindersitzberatung gibt es an allen ÖAMTC-Stützpunkten in ganz
Österreich. Wissenswertes rund um das Thema Kindersitze gibt es auch
unter www.oeamtc.at/kindersitze.

Aviso an die Redaktionen:
Fotos und eine Grafik zu dieser Aussendung gibt es im
ÖAMTC-Fotoservice unter www.oeamtc.at/presse.

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