Österreichs kreative Erfinder auf dem Prüfstand!

Wien (OTS) - Im November treffen sich alljährlich Erfinder in Nürnberg zu einer internationalen Leistungsschau. Der OPEV ermutigt gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten mehr in Forschung und Innovation zu investieren.

Nürnberg war Anfang November das weltweite Zentrum für Ideen, Erfindungen und neue Produkte. Die internationale Fachmesse iENA öffnete heuer vom 1. bis 4. November ihre Pforten für all jene, die mit ihren ausgestellten Produkten unser Leben angenehmer und besser gestalten wollen. Mehr als 750 Aussteller aus 34 Nationen machten dieses Ereignis zum Tummelplatz für Fachleute wie auch für Investoren. Österreich war mit 7 Jugendlichen und 11 Erfinderinnen und Erfinder unter der Obhut des "Österreichischen Innovatoren-, Patentinhaber- u. Erfinderverbandes" (OPEV) vertreten, der sich die Förderung österreichischer Erfindungen zum Ziel gesetzt hat.

Jeweils am 9. November findet am Geburtstag von Hedy Lamarr, einer aus Wien stammenden Schauspielerin und Erfinderin des Frequenzsprungverfahrens, ihr zu Ehren, der Tag der Erfinder statt. Ohne diese technische Errungenschaft wären heute beispielsweise Mobiltelefone vollkommen unbekannt. Doch Österreich rühmt sich weiterer Erfinder wie Viktor Kaplan, der die nach ihm benannte Turbine entwickelt hat, oder Siegfried Marcus, der das erste Benzinauto gebaut hat. Den Namen Josef Ressel verbindet man mit der Schiffsschraube und Josef Madersberger wird untrennbar mit der ersten Nähmaschine genannt. Heutzutage werden aber vermehrt wichtige Entwicklungen in Teams geschaffen. Das hat mit der Schnelllebigkeit unserer Zeit zu tun und mit der damit einhergehenden Verkürzung der Produktzykluszeiten. Dennoch gibt es aber immer wieder Einzelerfinder, die durch ihren unkonventionellen Zugang zur Problemlösung erstaunliche Erfolge vorweisen können, die für Berufserfinder durch ihr strukturiertes Denken oftmals verwehrt bleiben.

Die iENA ist für freie Erfinder die ideale Messe, um die eigenen kreativen Errungenschaften einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Von Jahr zu Jahr wird diese traditionelle Leistungsschau immer intensiver von Jugendlichen genutzt. Heuer war Österreich besonders erfolgreich, da alle Aussteller mit den vielbegehrten Medaillen ausgezeichnet wurden. Besonders die Leistungen der Jugendlichen konnten die Jury und die Zuschauer gleichermaßen begeistern. Beim Rundgang im rot-weiß-roten Ausstellungsbereich fand Walter Wagner, Präsident des OPEV, auch patriotische Worte: "Es ist deutlich zu spüren, dass die Jugendlichen mit großer Begeisterung bei der Sache sind. Sie verstehen es gut, die wichtigen Alleinstellungsmerkmale hervorragend zu kommunizieren und in einem professionell gestalteten Messestand zu präsentieren. Dabei übertreffen sie mit technischer Kompetenz so manche altgediente Erfinder, die aus allen Erdteilen hierher angereist sind".

Im Innovationsranking nimmt Österreich nach wie vor eine Position im oberen Bereich ein. Die deutlichen Steigerungen im Forschungsbereich sind vielfach auf steuerliche Förderungen aus dem Jahr 2000 zurückzuführen, die sich nachhaltig auf die Innovationsbereitschaft auswirkten. Mehrheitlich bemängeln aber Studien, dass die Unterstützungen bei KMU'S zu wenig greifen, die ja bekanntlich das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft bilden. "Umso mehr ist es erfreulich, dass gerade die jungen Menschen dynamisch und entschlossen ihre Ideen umzusetzen versuchen, und damit die innovativen Unternehmer der Zukunft werden", meint Wagner.

Der Erste zu sein, ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Columbus, Charles Lindbergh oder auch Neil Armstrong waren Pioniere, die zum Teil mit hohem Risiko großartige Leistungen auf ihrer Reise vollbracht haben. Wagner dazu: "Erfinder sind ebenfalls Pioniere und müssen auch die Ersten sein, wenn die Lösungen neu sind. Der Erfinderverband versteht sich als Reisebegleiter, der seinen Mitgliedern auf diesem Weg beratend beisteht, wohl wissend, dass auch gelegentlich so manche Wege in eine Sackgasse führen. Unsere Aufgabe ist es dann, dies rechtzeitig zu erkennen und gemeinsam neue Wege zu suchen".

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OPEV - Österreichischer Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband
Walter Wagner
Tel.: +43 (0)1 603 82 71
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