• 12.11.2012, 13:37:57
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ZAMG: Neuer Hochleistungsrechner für Krisenmanagement, Wettervorhersage und Klimaforschung

BM Mikl-Leitner, BM Töchterle und ZAMG-Direktor Staudinger präsentieren neuen Großrechner

BM Mikl-Leitner, BM Töchterle und ZAMG-Direktor
Staudinger präsentieren neuen Großrechner

Utl.: BM Mikl-Leitner, BM Töchterle und ZAMG-Direktor Staudinger
präsentieren neuen Großrechner=

Wien (OTS) - Die moderne Meteorologie liefert der Bevölkerung in
vielen Bereichen wichtige Informationen und Warnungen. Um die
komplexen Prozesse immer besser vorhersagen zu können, sind
leistungsstarke Großrechner notwendig. BM Johanna Mikl-Leitner und BM
Karlheinz Töchterle haben heute mit dem Direktor der ZAMG Michael
Staudinger den neuen Großrechner der ZAMG und seinen Nutzen in den
Bereichen Wettervorhersage, Krisenmanagement und Klimaforschung
präsentiert.

Für Minister Töchterle sind die Anwendungen des Rechners ein gutes
Beispiel für den unmittelbaren Nutzen von wissenschaftlicher Arbeit:
"Hier sieht man, wie eng Forschung und Anwendungen zum Nutzen der
Bevölkerung zusammenhängen. An diesem neuen Rechner der ZAMG werden
nicht nur mehrmals täglich das genaueste Vorhersagemodell Österreichs
und verschiedenste Anwendungen für den Krisenfall gerechnet. Hier
werden auch ständig noch präzisere mathematische und physikalische
Methoden für den geografisch sehr komplexen Alpenraum entwickelt, die
in der Praxis angewendet werden. Mit dem neuen Großrechner haben wir
daher auch in eine wichtige Forschungsinfrastruktur zur Erforschung
des Klimawandels investiert."

Der neue Rechner ist ein wichtiger Bestandteil in der Beratung des
staatlichen Krisenmanagements durch die ZAMG betont Ministerin
Mikl-Leitner: "Die Zusammenarbeit zwischen der ZAMG und dem
Innenministerium ist ein wesentlicher Eckpfeiler des
Katastrophenschutzes in Österreich. Denn um auf Krisen- und
Katastrophen richtig reagieren zu können, benötigen die staatlichen
Stellen schnelle und präzise Entscheidungsgrundlagen. Und genau hier
spielt die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik eine ganz
zentrale Rolle". Die Anwendungen reichen von Warnungen vor extremen
Wetterereignissen bis zu Ausbreitungsvorhersagen nach Unfällen mit
gefährlichen Substanzen, wie etwa bei Bränden mit Chemikalien oder
bei Störfällen in Atomkraftwerken. "Der Rechner an der ZAMG kann rund
um die Uhr sofort für Krisenaufgaben eingesetzt werden. Diese
Alarmpläne werden regelmäßig geprobt. Außerdem ist der Rechner direkt
an das stärkste weltweite Vorhersagemodell im Europäischen Zentrum
für mittelfristige Wettervorhersagen angebunden, was bei
Zwischenfällen mit internationalem Ausmaß wichtig ist, wie im Fall
der Vulkanasche-Wolke im Jahr 2010 oder bei Fukushima im Jahr 2011",
sagte Mikl-Leitner.

Der Direktor der ZAMG Michael Staudinger betonte, wie wichtig
leistungsstarke Großrechner in der modernen Meteorologie sind: "Wir
haben immer mehr Messdaten zur Verfügung und wissen immer mehr über
die physikalischen und chemischen Wechselwirkungen. Dieses Wissen
können wir aber speziell in geografisch so extrem gegliederten
Regionen wie dem Alpenraum nur mit sehr hohen Rechnerleistungen
realitätsnah mit mathematischen Modellen simulieren und vorhersagen.
Der neue Rechner von Silicon Graphics International mit einer
Spitzenleistung von 82 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde ist
daher ein wichtiger Schritt für Wettervorhersage, Krisenmanagement
und Klimaforschung in Österreich."

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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