- 12.11.2012, 10:53:52
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vielfaltleben gemeinde champion 2012 kommt aus Tirol
Einsatz für die Artenvielfalt wurde ausgezeichnet
Utl.: Einsatz für die Artenvielfalt wurde ausgezeichnet=
Wien (OTS) - Welche Gemeinde wird vielfaltleben-Champion? Dieser
Frage gingen Lebensministerium und NATURSCHUTZBUND nach und suchten
im Rahmen der Kampagne vielfaltleben den wirkungsvollsten
Gemeinderatsbeschluss für die Natur. Der Titel "vielfaltleben
gemeinde champion 2012" ging an die Gemeinden Kauns, Kaunerberg und
Kaunertal im Naturpark Kaunergrat für ihr gemeinsames Projekt zum
Schutz der "Tiroler Urbiene". Zu den weiteren Preisträgern zählten
Gemeinden aus dem Burgenland, Kärnten und der Steiermark.
"Gerade Gemeinden können zum Artenschutz einen großen Beitrag
leisten - für mehr Natur und damit mehr Lebensqualität in Städten und
Dörfern: Sie entscheiden, wie Räume gestaltet, Flächen gewidmet,
Straßen beleuchtet werden. Sie können bei der Gestaltung von
Schulgebäuden, Friedhöfen, Straßenrändern, Parks und öffentlichen
Flächen eine Vorbildfunktion übernehmen, der "Natur vor der Haustür"
Raum geben und sich aktiv für sie einsetzen", so Umweltminister Niki
Berlakovich.
Klein aber oho
Im Rahmen der Artenschutzkampagne vielfaltleben suchten
Lebensministerium und NATURSCHUTZBUND nun Gemeinden, die sich aktiv
für den Natur- und Artenschutz einsetzen und dies auch durch den
wirkungsvollsten Gemeinderatsbeschluss nachweisen konnten. Aus knapp
50 Gemeinden honorierte die Jury besonders Projekte von kleinen und
mittelgroßen Gemeinden. Die Jury zeigte damit auf, dass wertvolle
Naturschutzarbeit auch mit geringen finanziellen Mitteln möglich ist.
Die Gewinner wurden am Freitag anlässlich des
vielfaltleben-Gemeindefestes in Salzburg von vielfaltleben
Gemeinde-Schirmherrn Sepp Forcher, Sektionschef im Umweltministerium
Günter Liebel in Vertretung von Bundesminister Niki Berlakovich,
NATURSCHUTZBUND-Präsident Roman Türk und Christopher Giay vom
Preisgeldsponsor Kommunalkredit Public Consulting GmbH gekürt. Neben
der Ehrung der Sieger übergaben Gemeindebundpräsident Helmut
Mödlhammer und der Salzburger Landesrat Sepp Eisl die
vielfaltleben-Plaketten an die Vertreter der Netzwerkgemeinden.
So sehen Sieger aus!
Insgesamt wurden 10.000 Euro ausgeschüttet und vier herausragende
Initiativen ausgezeichnet: "vielfaltleben gemeinde champion 2012"
dürfen sich die Tiroler Gemeinden Kauns, Kaunerberg und Kaunertal im
Naturpark Kaunergrat nennen. Sie erhielten diesen Titel für den
Beschluss, ein gemeinsames Schutzgebiet für die "Tiroler Urbiene"
einzurichten. "Global denken und regional handeln, dieser Gedanke
wird von dem Siegerprojekt perfekt vorgelebt. Denn Naturschutz macht
nicht an einer Gemeinde- oder Staatsgrenze halt. Die Zusammenarbeit
der Gemeinden Kauns, Kaunerberg und Kaunertal mit Initiativen aus
Italien und der Schweiz hat den Sieg deshalb besonders verdient",
sagt NATURSCHUTZBUND-Präsident Roman Türk.
Die Steirische Gemeinde Proleb konnte mit ihrem Engagement in der
Köllach Au in der Kategorie der kleinen Gemeinden mit weniger als
1.500 Einwohnern den Sieg erringen.
Die Initiative zum Schutz seiner bedrohten Orchideenvorkommen
brachte der Kärntner Gemeinde Kappl am Krappfeld den Sieg bei den
mittelgroßen Gemeinden ein.
In der Kategorie "über 5.000 Einwohner" erhielt das
Burgenländische Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Güssing, Strem,
Eberau, Heiligenbrunn, Bildein, Moschendorf, Deutsch
Schützen-Eisenberg zum Schutz der Weißstörche im Naturpark Weinidylle
eine Auszeichnung.
Projektinfo: Gesamtsieger und vielfaltleben champion 2012
Naturpark Kaunergrat mit den Gemeinden Kauns, Kaunerberg und
Kaunertal
Ein Schutzgebiet für die Tiroler Urbiene
Die Gemeinden Kauns, Kaunerberg und Kaunertal haben es sich
gemeinsam mit den Imkern zur Aufgabe gemacht, die Braunelle, den
Urtyp der Tiroler Honigbiene, zu erhalten. Von dieser einst weit
verbreiteten Rasse gibt es noch rund 1.000 Bienenvölker - 300 davon
im Naturpark Kaunergrat. Durch die Errichtung einer 7.400 ha großen
Schutzzone auf dem Gebiet der drei Gemeinden wird der Braunelle nun
ein Lebensraum möglichst ohne Einflüsse durch andere Bienenarten
ermöglicht.
Daneben wird gemeinsam mit dem Mellifera-Zuchtverband gezielte
Königinnenzucht betrieben, die Imker und Wanderimker der Region
werden unterstützt und beraten. Dazu kommen Lebensraumverbesserungen
und vor allem auch intensive Öffentlichkeitsarbeit (Vorträge und
Exkursionen, ein eigener Informationsraum sowie ein Schaubienenvolk
sind geplant) und die Vermarktung des gewonnenen Honigs.
Mit dem Projekt, das gemeinsam mit Italien und der Schweiz
durchgeführt wird, wollen die Tiroler Gemeinden den Grundstein für
die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Imker in der Region
legen.
Die Jury attestierte dem Projekt die perfekte Verbindung von
Schutz und nachhaltiger Nutzung der Biodiversität, deren wichtige
Bestandteile auch alte Haustierrassen und Nutzpflanzen sind. Durch
eine eigene Produktlinie und die Vermarktung der "Braunelle" im
besten Sinn wird die Öffentlichkeit für die Bedeutung der Biene für
die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft sensibilisiert. Unter
dem Motto "Schützen durch nützen" gibt es eine ideale Zusammenarbeit
zum beiderseitigen Nutzen: Naturschutz und Wirtschaft profitieren
davon.
Informationen und Bilder zu diesem und den anderen ausgezeichneten
Gemeindeprojekten gibt es auf www.vielfaltleben.at
Bildinformation:
Bildautor:
Die Verwendung ist bei Nennung der Fotocredits und im Zusammenhang
mit Berichten über die Kampagne vielfaltleben honorarfrei.
Rückfragehinweis für Journalisten:
Mag. Dagmar Breschar, NATURSCHUTZBUND Österreich,
Tel. 0662 / 64 29 09-19, [email protected]
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