- 09.11.2012, 10:43:28
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Mozart & Science 2012: Feierliche Eröffnung des vierten internationalen Musiktherapiekongresses in Krems
Krems (OTS) - Der vierte internationale Kongress der
interdisziplinären Musikwirkungsforschung startete gestern, 8.
November 2012, an der IMC FH Krems. Am Abend des ersten Kongresstages
fand auch der feierliche Festakt im Klangraum Krems in der
Minoritenkirche statt. Nach der Eröffnungsrede von
Landeshauptmann-Stellvertreter und Kongress-Initiator Mag. Wolfgang
Sobotka begrüßten Priv.-Doz. Mag. Dr. Gerhard Tucek,
Kongress-Organisator und IMC FH Krems Studiengangsleiter
Musiktherapie, und Dr. Byungchuel Choi, Präsident der World
Federation of Music Therapy, Korea, die 167 geladenen Gäste. Den
Festvortrag hielt der weltberühmte Gesundheitspsychologe und
Jazzmusiker Prof. Julian F. Thayer, PhD, Ohio State University, USA,
der im Anschluss gemeinsam mit Scott Robinson, Klaus Suonsaari und
Emil Viklicky konzertierte. Der Kongress steht dieses Mal ganz im
Zeichen der kulturellen Diversität und Praxisrelevanz.
"In einem Musikland wie Niederösterreich ist es eine besondere
Aufgabe, sich mit dem Thema Musik und ihrer heilenden Wirkung
intensiv auseinanderzusetzen. Wir freuen uns daher sehr, dass wir mit
'Mozart & Science' eine Kontinuität des Musiktherapie-Fachkongresses
in Zweijahresabständen etablieren konnten. Auch heuer sind wieder
führende ExpertInnen aus aller Welt unserer Einladung gefolgt und
nach Krems gekommen", so Mag. Wolfgang Sobotka,
Landeshauptmann-Stellvertreter und Kongress-Initiator, in seiner
Eröffnungsrede. Sobotka betonte die Wichtigkeit des
wissenschaftlichen Diskurses und Erfahrungsaustausches, wenn es darum
geht, neue Möglichkeiten für die Musiktherapie als heilendes
Therapieinstrument zu eröffnen. Auftrag und Ziel des Landes
Niederösterreichs sei es, das Therapieangebot zum Wohle der
PatientInnen einzusetzen und seiner Pionier- und Forschungsrolle in
der Musiktherapie auch weiterhin nachzukommen.
Neben den neuesten Erkenntnissen aus dem Feld der
Musikwirkungsforschung stehen vor allem der Praxisbezug, kulturelle
Aspekte in der Musikforschung und -rezeption sowie die/der Patient/in
als Individuum mit seiner musikalischen Biografie im Mittelpunkt der
diesjährigen Tagung, erklärte Kongress-Organisator Priv. Doz. Mag.
Dr. Gerhard Tucek: "Wir haben die Ergebnisse der drei vorangegangenen
Kongresse, die die historischen Aspekte der Musikwirkungsforschung
behandelten, aufgegriffen und bewusst praxisorientierte Workshops in
das diesjährige Programm integriert. Einer der thematischen
Schwerpunkte ist die personalisierte Medizin, die in der letzten
Dekade stark an Bedeutung gewonnen hat. Weitet man das Verständnis
einer personalisierten Medizin auf therapeutische Prozesse aus, hat
die auf individuelle Befindlichkeiten der Patientin bzw. des
Patienten eingehende Musiktherapie großes Potenzial. Es erscheint
überaus lohnenswert der Frage nachzugehen, was dies für die
Konzeption von musiktherapeutischer Forschung, Lehre und Praxis
bedeuten kann."
Kongressthemen: Kulturaspekte und der nachhaltige Einsatz in
der Medizin
Themen des gestrigen, ersten Kongresstages waren unter anderem
"Musik und Chronobiologie", die Musiktherapie in der integrativen
Medizin sowie bei Kardiologie- und KrebspatientInnen, der Einsatz der
Musiktherapie in der Neonatologie und die Bedeutung der kulturellen
Nuancierung in der Behandlung von Müttern und ihren frühgeborenen
Kindern. Im Workshop "Singende Krankenhäuser" wurde der Frage
nachgegangen, wie Singen die Selbstheilungskräfte aktivieren kann.
An den weiteren zwei Tagen stehen der Einsatz der Musiktherapie
bei Kleinkindern, die Herzfrequenzvariabilitätsmessung sowie die
Musiktherapie in Wien, Heidelberg, Korea, China und in der Türkei auf
dem Programm. Diskutiert werden auch Fragen nach evidenzbasierter
Medizin und nach der Entwicklung von Softskills, die zu einem
humaneren Gesundheitssystem beitragen können. AbsolventInnen der
Studiengänge Musiktherapie an der IMC FH Krems und der SRH
Fachhochschule Heidelberg präsentieren am vorletzten Tag ausgewählte
Bachelorarbeiten. Highlight des letzten Kongresstages sind die
Impulsreferate von Mag. Wolfgang Sobotka (Gesundheitspolitische
Erwartungen an die Musiktherapie), von Wolfgang Böhler, M.A.,
Chefredakteur Codex flores, Schweiz (Harmonia mundi reloaded) und von
Univ.-Doz. Dr. Hans-Georg Nicklaus, Anton Bruckner Universität,
Österreich (Musik und die Leidenschaft der Seele).
Weitere hochkarätige ReferentInnen sind Prof. Julian F. Thayer,
PhD, Ohio State University, USA, dessen Forschungsarbeit sich auf den
Zusammenhang zwischen dem parasympathischen Nervensystem und der
Herzfrequenzvariabilität konzentriert, Friederike Haslbeck, MAS
(Universität Witten-Herdecke, Deutschland), Univ.-Prof. Dr. mult.
Wolfgang Mastnak (Universität für Musik und darstellende Kunst
München, Shanghai Conservatory of Music), Petra Kern, PhD, MT-DMtG,
MT-BC, MTA (Music Therapy Consulting, USA), Prof. Dr. sc. hum. Thomas
Hillecke (SRH Hochschule Heidelberg, Deutschland) und Univ.-Prof. Dr.
Klaus Felix Laczika (Medizinische Universität Wien).
Der Kongress wird von der IMC FH Krems in Kooperation mit der
Initiative "Tut gut!", der SRH Hochschule Heidelberg und der NÖ
Landeskliniken-Holding veranstaltet und vom Land Niederösterreich
unterstützt. 2014 wird in Krems auch der Weltkongress der
Musiktherapie stattfinden.
Links: www.mozart-science.eu, www.fh-krems.ac.at, www.lknoe.at,
www.noetutgut.at
Download aller Presseinformationen, Pressefotos unter
www.mozart-sience.eu sowie www.commedia.co.at/newsstage
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