• 08.11.2012, 13:14:33
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WGKK: Wiener Ärztekammer redet Versorgung schlecht

Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) erinnert an den konsequenten Ausbau der Gesundheitsversorgung bei Kindern und die überdurchschnittlich hohe Ärztedichte in Wien

Utl.: Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) erinnert an den konsequenten
Ausbau der Gesundheitsversorgung bei Kindern und die
überdurchschnittlich hohe Ärztedichte in Wien=

Wien (OTS) - "Die Ärztekammer wird offenbar nicht müde, die
Patientinnen und Patienten zu verunsichern. Die Versorgung in Wien
wird schlecht geredet. Und das, obwohl die Ärztedichte in der
Bundeshauptstadt überdurchschnittlich hoch ist". Mit diesen Worten
kontert Ingrid Reischl, Obfrau der WGKK, die jüngsten Vorwürfe aus
der Wiener Ärztekammer.

Was die Kinder- und Jugendgesundheit angeht, erinnert Reischl an
das umfassende Paket, das Anfang des Jahres gemeinsam mit der Stadt
Wien vorgestellt wurde. So wird mit der Errichtung bzw. dem Ausbau
von drei Therapiezentren für die Altersgruppe der 0- bis 10-Jährigen
dem dringend erforderlichen Bedarf an ambulanten Plätzen Rechnung
getragen. Damit ist für rund 1.000 Kinder eine Verdoppelung der
Betreuungskapazität von derzeit 8.000 auf 16.000 Leistungen im
Bereich der Ergo-, Logo-, Physio- und Psychotherapie und
fachärztlichen Untersuchungen möglich.

Deutliche Verbesserungen wird es bis Ende 2013 auch in der Kinder-
und Jugendpsychiatrie geben. Die WGKK erhöht schrittweise die
finanziellen Mittel für die kinder- und jugendpsychiatrische
Versorgung der Ambulatorien von "die Boje" und den Wiener
Psychosozialen Diensten.

Diesen Ausbau der Zentren für die Kinder- und Jugendgesundheit hat
die Wiener Ärztekammer in der Vergangenheit überraschenderweise
negativ beurteilt und den Bedarf gegenüber der Stadt Wien verneint.
Was die Umsetzung von Kassenstellen für die Kinderpsychiatrie angeht,
hält die WGKK fest, dass man auf einem guten Verhandlungsweg war. Als
Vorschlag diente auch das Modell in Niederösterreich, das von der
dortigen Ärztekammer und der NÖGKK umgesetzt wird. In Wien hat die
Ärztekammer dies abgelehnt.

Hohe Ärztedichte in Wien

Generell ist die Versorgung mit Kassenordinationen im sogenannten
Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) geregelt, der noch bis 2015
läuft und von der Stadt Wien, der WGKK und der Ärztekammer gemeinsam
beschlossen wurde. Aktuell weist Wien mit knapp 800
Allgemeinmedizinern und 918 Fachärzten eine im österreichweiten
Vergleich überdurchschnittlich hohe Versorgung aus. Zusätzliche
Stellen sind daher nicht vorgesehen und auch im RSG nicht abgebildet.
Reischl abschließend: "Durch Angstmache werden wir das
Gesundheitssystem sicher nicht weiterentwickeln. Es wäre
wünschenswert, wenn über dieses Thema im Sinne aller wieder
sachlicher diskutiert wird."

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