- 07.11.2012, 16:32:36
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Vorausmeldung zu NEWS Nr. 45/12 v. 08.11.12
NEWS: Ermittlungen wegen Schmiergeldverdacht bei Fußball-EM in Wien
Utl.: NEWS: Ermittlungen wegen Schmiergeldverdacht bei Fußball-EM in
Wien=
Wien (OTS) - Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreueverdacht gegen
Boris Nemsic, Hannes Ametsreiter, Christian Pöttler, Thomas Drozda
und Gernot Schieszler
Umfangreiche Ermittlungen hat eine anonyme Anzeige wegen
Schmiergeldverdacht während der Fußball-Europameisterschaft 2008 in
Wien ausgelöst, berichtet das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner
morgen erscheinenden Ausgabe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut
NEWS vorliegenden und von der Behörde bestätigten Informationen wegen
Untreueverdacht bzw. Beitragstäterschaft und führt als Beschuldigte
den früheren Telekom-Boss Boris Nemsic, seinen Nachfolger und
aktuellen Telekom-Generaldirektor Hannes Ametsreiter, den damaligen
Finanzvorstand Gernot Schieszler, den Echo-Medienhaus-Geschäftsführer
Christian Pöttler sowie den damaligen kaufmännischen Direktor des
Burgtheaters, Thomas Drozda, wobei für alle die Unschuldsvermutung
gilt.
Es geht um die Anmietung des Burgtheaters als Viewing- und
Eventlocation während des Sportgroßereignisses durch die Telekom
Austria. Die Telekom mietete das Burgtheater nicht direkt von den
Bundestheatern, sondern vom SPÖ-nahen Echo Medienhaus. Der
Mietvertrag, der NEWS vorliegt, weist eine Gesamtmiete inklusive
einiger Dienstleistungen von 1,4 Millionen Euro aus. Unterschrieben
wurde der Vertrag von Echo-Chef Pöttler einerseits sowie den
Telekom-Managern Schieszler und Einkaufschef Wolfgang Frauenholz
andererseits. Ein Kronzeuge hat ausgesagt, dass die Telekom eine
Summe von zehn Millionen Euro bezahlt haben soll, was trotz
aufwendiger Eventgestaltung im Burgtheater durch Harti Weirathers WWP
unplausibel erscheint.
Was Echo selbst für die Miete bezahlt hat, war bislang auch streng
geheim gehalten worden. Geht man nach der Bilanz der
Bundestheaterholding, sind durch die Vermietung rund 850.000 Euro an
die Bundestheater geflossen. Laut Echo-Chef Pöttler habe man für die
Miete eine Million Euro bezahlt. Den Vorwurf, es sei durch die
Zwischenschaltung von Echo Medienhaus Geld an die SPÖ geflossen,
weist Pöttler gegenüber NEWS entschieden zurück. Unterm Strich habe
das Echo Medienhaus weniger als 50.000 Euro daran verdient. Pöttler
rechnet laut NEWS mit einer Einstellung des Verfahrens.
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