- 07.11.2012, 13:20:35
- /
- OTS0210 OTW0210
Lopatka präsentiert neues entwicklungspolitisches Dreijahresprogramm
ODA-Quote steigt mit 1,36 Milliarden von 0,29% (2012) auf 0,41% (2013)
Utl.: ODA-Quote steigt mit 1,36 Milliarden von 0,29% (2012) auf
0,41% (2013)=
Wien (OTS) - Das Dreijahresprogramm bildete schon bisher den Rahmen
für die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) in Österreich. "Mit dem
Dreijahresprogramm neu wird nun erstmals eine echte
Mehrjahresstrategie festgelegt", erklärt Staatssekretär Reinhold
Lopatka. "Damit wird unsere Planung in der EZA wesentlich
verbessert."
Neu ist auch, dass dem Dreijahresprogramm ein sogenanntes Mission
Statement als Leitbild über diesen Zeithorizont hinaus zu Grunde
liegt. "Dieses Mission Statement haben alle öffentlichen Akteure der
EZA - Ministerien, Parlament, Sozialpartner, NGOs, Wirtschaft,
Wissenschaft - in einem einjährigen Diskussionsprozess gemeinsam
erarbeitet", so Lopatka. Anlässlich des Entwicklungspolitischen Jour
Fixe im Außenministerium wird das Dreijahresprogramm heute
präsentiert.
"Wir wollen gesamtsstaatlich handeln und die Interessen
Österreichs bündeln." Dazu soll das Dreijahresprogramm neben
entwicklungs- und außenpolitischen auch wirtschaftliche Interessen
Österreichs in Zukunft berücksichtigen. "Als Motor für Entwicklung
und politische Kraft ist auch die Wirtschaft ein zentraler Akteur der
internationalen Zusammenarbeit", betont der Staatssekretär. "Acht von
zehn Arbeitsplätzen in Entwicklungsländern werden durch die
Privatwirtschaft geschaffen, hat die Weltbank in ihrem jüngsten
Bericht festgehalten."
"Unsere Konzentration gilt den besonderen Schwerpunktthemen, wo
Österreich eine besondere Expertise mitbringt", so Lopatka weiter.
"Dazu gehören die Bereiche Wasser, Energie, Ernährungssicherheit
ebenso wie Fragen menschlicher Sicherheit und Menschenrechte." Nur so
kann Österreich sein Profil als Geber künftig schärfen und
komparative Vorteile nützen. Das Engagement orientiert sich dabei
stets an den Prioritäten der Partnerländer und den Bedürfnissen der
Menschen.
Kompetenz beweist die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
bei dem sogenannten "Indirect Centralized Management/ICM". Hier ist
die Austrian Development Agency (ADA) eine von derzeit mehr als 20
europäischen Agenturen, die akkreditiert wurde und die nun bereits an
die 60 Mio Euro für die EU in Partnerländern erfolgreich umsetzt.
Dazu Staatsekretär Lopatka: "Diese Mittel wollen wir auch weiter
steigern und ich habe darüber bereits mit EU-Kommissar Piebalgs
gesprochen". Auch in einem weiteren Bereich hat sich Österreich
erfolgreich etabliert. Die Österreichische Entwicklungsbank (OeEB)
hat bisher rund 100 Projekte vertraglich abgeschlossen, wobei bei
knapp der Hälfte aller Finanzierungsprojekte auch österreichische
Firmen beteiligt sind. Mit der ADA und der OeEB hat Österreich nun
zwei Instrumente, um die bilaterale EZA zu stärken.
2013 stehen der ADA wie schon 2012 rund 77 Mio. Euro für die
gestaltbare EZA zur Verfügung. Weitere Kürzungen, die in allen
Ressorts notwendig sind, konnten erfolgreich abgewendet werden. Durch
die Entschuldungen des Sudan wird die ODA Quote 2013 mit 1,36
Milliarden Euro auf 0,41 % steigen. "Wir sind damit immer noch von
unserem Ziel entfernt, 0,7% zu erreichen", so Lopatka. "Allerdings
ist auch zu erwähnen, dass nur vier der 27 EU-Staaten dieses Ziel
bereits erreichen. Die Qualität unserer EZA-Leistungen stimmt. Das
hat Talaat Abdel-Malek, früherer Vorsitzender der Arbeitsgruppe für
effektive EZA im Entwicklungshilfeausschuss der OECD, kürzlich in
Wien erklärt", hält Lopatka abschließend fest.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MAA






