• 07.11.2012, 10:31:28
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"Einfälle" in der Meteoritenpassage im quartier21/MQ

Wien (OTS) - Steinen, die vom Himmel fallen, und überraschenden
literarischen Einfällen ist im MuseumsQuartier Wien seit Mai 2012
eine permanente Ausstellung im Mikromuseum "Meteoritenpassage"
gewidmet. Bekannte AutorInnen und KünstlerInnen setzen sich auf
Einladung der Kuratorin Nives Widauer mit irdischen und
außerirdischen Elementen auseinander.

Einfall Nr. 1 stammte von Daniel Spoerri. Der Künstler erzählt
darin wie er in Australien auf die Geschichte eines Meteoriten mit
magischen Eigenschaften stieß.

Die Meteoritenpassage verbindet das MuseumsQuartier Wien direkt
und symbolisch mit dem benachbarten Naturhistorischen Museum Wien,
das am 14. November 2012 den neuen Meteoritensaal nach einer
Generalsanierung wiedereröffnet. Das NHM besitzt die älteste und
größte Meteoritenschausammlung der Welt.

Das MuseumsQuartier Wien ist seit jeher von einer starken
Steinsymbolik geprägt. In der von Ecke Bonk konzipierten Passage im
Eingang Volkstheater ist zudem ein Meteorit als "MQ-Grundstein" in
eine Rundvitrine in die Wand eingelassen. Der Schriftzug "Born in
Stars We live on Earth as Poets" ist ein Zitat von William Blake aus
dem Revolutionsjahr 1789. Eine große, an der Wand montierte Scheibe
zeigt die spiralförmige Entwicklung des Periodensystems der Elemente.
Der Automat vor Ort bietet ein preiswertes Infoplakat über die
Passage an. Unter dem Titel "Einfälle" ist jedem Plakat eine
wechselnde literarisch-künstlerische Miniatur zum Thema Meteoriten
beigelegt.

Nun kommt Einfall Nr. 2 in den Automaten. Er stammt von der
steirischen Autorin Rosa Pock und handelt von merkwürdigen
Meteoriten-Notizen in der aufgefundenen Handtasche eines
Verkehrsopfers.

Kuratorin Nives Widauer erläutert ihre Konzeptidee: "Meteoriten
faszinieren Wissenschaftler, Künstler und Autoren gleichermaßen. Sie
sind Himmelsboten, Lichterscheinungen, Rätsel. In meinem Buch
'Meteoriten. Was von außen auf uns einstürzt', konnte ich bereits
viele spannende Geschichten zu diesem Thema zusammentragen. Dass ich
nun mit der Meteoritenpassage dazu gleich ein ganzes Museum - wenn
auch ein ganz kleines - leiten darf, ist eine tolle Fügung. Neben der
permanenten Gestaltung der Passage durch Ecke Bonk gibt es in ihr
auch veränderliche Momente: die Website und eine Literaturreihe. Für
die 'Einfälle' habe ich Autorinnen und Autoren mit ganz
unterschiedlichem Hintergrund angefragt. Wie Meteoriten unerwartet
einfallen, so fallen ihnen Sätze zu ebendiesem Thema ein. 'Einfälle'
im doppelten Sinne also."

Nives Widauer, 1965 in Basel geboren, studierte von 1987 bis 1990
an der Schule für Gestaltung Basel an der Klasse für Audiovisuelle
Gestaltung. Seit 1989 ist sie international in den Bereichen
Video(-Installation), Fotografie und (Video-)Bühnenbild tätig. Sie
ist Herausgeberin von "Meteoriten. Was von außen auf uns einstürzt",
Niggli Verlag Zürich 2005. Ein Überblick zu ihrem künstlerischen
Schaffen erschien 2011 im Verlag für moderne Kunst Nürnberg 2011
unter dem Titel "Do I Dream or Am I Alive". Nives Widauer lebt und
arbeitet in Wien.

Die Einfälle kommen von: Daniel Spoerri (Künstler), Rosa Pock
(Autorin), Sema Kaygusuz (Autorin), Julius Deutschbauer (Künstler),
Raphael Urweider (Musiker und Autor), Vladimir Lorcencov (Autor),
Clarissa Stadler (Journalistin und Autorin), Adolf Krischanitz
(Architekt), Meinhard Rauchensteiner (Autor), Florentin Berger
(Musiker), Arun Jothi (Autor), Bodo Hell (Autor). In Kooperation mit
dem Writer-in-Residence-Programm des MQ.

Das Areal des MuseumsQuartiers Wien wird von allen Seiten durch
Passagen erschlossen, die einzelne Höfe miteinander verbinden. Auf
Initiative von Vitus Weh wurden in fünf Durchgängen Themenpassagen
etabliert. Jede dieser Passagen ist eine autonome Institution und wie
ein komplettes Museum strukturiert: Es gibt einen prominenten Ort,
eine thematische Widmung, wechselnde Ausstellungen, KuratorInnen und
einen Museumsshop in Form eines kleinen Automaten.

Meteoritenpassage
täglich 0-24h
MQ Zugang Volkstheater
www.meteoritenpassage.org
Grundstein: Sikhote-Alin-Meteorit,
gefallen am Morgen des 12. Februar 1947
Grundsteinkonzept und Passagengestaltung: Ecke Bonk
Metallbau: Mathis Esterhazy
Grafik Plakat: Londonwien
Kuratorin von "Einfälle" und www.meteoritenpassage.org: Nives Widauer

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MQW

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