• 07.11.2012, 10:09:27
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Bures unterstützt neue EU-Kampagne "Wissenschaft ist Mädchensache"

Mehr Frauen in der Forschung bringt Unternehmen mehr Innovationskompetenz

Utl.: Mehr Frauen in der Forschung bringt Unternehmen mehr
Innovationskompetenz=

Wien (OTS/BMVIT) - Am 9. November startet die Tour "Wissenschaft ist
Mädchensache" der EU-Kommission im Technischen Museum in Wien.
Mädchen, aber auch Buben können dort Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler befragen und bei Workshops in die Bereiche Energie,
Mechatronik, Bionik und IT schnuppern. Die EU-Kampagne dauert drei
Jahre. Neben Österreich beteiligen sich Deutschland, Belgien,
Italien, die Niederlande und Polen an der Initiative. ****

"Mehr Frauen in Forschung und Wissenschaft" - dieses Motto verfolgt
das Innovationsministerium BMVIT seit Jahren durch gezielte
Fördermaßnahmen. So haben seit dem Jahr 2008 5.437 Schülerinnen und
Schüler in den Sommerferien in Praktika die Welt der Forschung kennen
gelernt. Mehr als 30 Prozent davon waren Mädchen. Weiters fördert das
BMVIT Forschungspraktika in naturwissenschaftlichen und technischen
Fächern für Studentinnen. Und die Forschungsförderungsgesellschaft
FFG bewertet jedes Projekt auch nach genderrelevanten Kriterien. "Ich
unterstütze die EU-Kampagne 'Wissenschaft ist Mädchensache'
ausdrücklich, denn so wie in Österreich ist der Frauenanteil in der
Forschung in ganz Europa viel zu gering", betont
Innovationsministerin Doris Bures.

Zielgruppe der EU-Kampagne sind zu Beginn vor allem Mädchen zwischen
13 und 18 Jahren, die vor einer Entscheidung für Fächerschwerpunkte
an den Schulen bzw. der Studienwahl stehen. In einer zweiten Phase
sollen dann schwerpunktmäßig Studentinnen motiviert werden, in die
Forschung zu gehen.

"Der Frauenanteil in der unternehmensnahen Forschung liegt in
Österreich bei nur 15,8 Prozent. Durch diese Lücke gehen der
heimischen Forschung und Entwicklung viele Ideen und Fähigkeiten
verloren. Wir führen deshalb Mädchen und junge Frauen bewusst zu
diesen Fächern. Bei den 1.600 Forschungspraktika des heurigen Jahres
war die Mädchenquote schon bei 33 Prozent, dieses gesteigerte
Interesse wird sich in den kommenden Jahren auch in der Frauenquote
in Forschung und Entwicklung niederschlagen", betont
Innovationsministerin Bures.

Die jungen Forscherinnen bekommen mit den Forschungspraktika in den
Sommermonaten (Juli bis September) die Möglichkeit, wertvolle
berufliche Erfahrungen zu sammeln, und sie erhalten Einblicke in die
Welt der Naturwissenschaft und Technik. Sie haben einen direkten
Praxisbezug und Kontakt zu Forscherinnen, Forschern, Innovatorinnen
und Innovatoren. Dadurch wird das Interesse an Naturwissenschaften
und Technik gefördert.

Forschungspraktika für Studentinnen

Auch die seit Herbst 2011 laufenden Praktika für Studentinnen
technischer und naturwissenschaftlicher Fächer werden stark
nachgefragt. Diese Praktika dauern ein bis sechs Monate, sind
qualitativ hochwertig, die Studentinnen werden von qualifizierten
Personen betreut und erhalten mindestens 1.400 Euro Bruttogehalt im
Monat. Insgesamt 200 bis 300 solcher berufsnaher Praktikaplätze
werden jährlich vom BMVIT gefördert.

Neu und Frauen unterstützend sind auch die Genderkriterien des BMVIT
für Projektförderungen. Alle Förderungen der
Forschungsförderungsgesellschaft FGG werden danach beurteilt. Die
geschlechtsspezifische Ausgewogenheit der Projektteams wird ebenso
bewertet wie Gender-Aspekte der Projektinhalte und die
Arbeitsbedingungen, wie Kinderbetreuungsmöglichkeiten, flexible
Arbeitszeitmodelle etc.

"Mehr Frauen in Forschung und Entwicklung heißt nicht nur neue Ideen
und Lösungen für die forschende Wirtschaft, sondern bedeutet vor
allem für Frauen Arbeitsplätze in einer Zukunftsbranche mit
überdurchschnittlichem Gehaltsniveau", so Bures abschließend.

Offene Praktikumsstellen werden über die österreichische Jobbörse
für Forschung angeboten. Zur Verfügung stehen 200 bis 300 Plätze für
ein- bis sechsmonatige Praktika. Weitere Informationen unter
www.ffg.at/femtech-praktika oder telefonisch unter der
Praktika-Hotline für Studentinnen 05 7755 2222.

Nähere Informationen zu der EU-Kampagne unter
http://science-girl-thing.eu
(Schluss)

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