- 02.11.2012, 12:15:31
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Schwere Anschuldigungen gegen Krypta-Bildhauer Wilhelm Frass
"Wiener Zeitung" vom 3. November 2012
Utl.: "Wiener Zeitung" vom 3. November 2012=
Wien (OTS) - Wilhelm Frass (1886 bis 1968) war ein überzeugter
Nationalist. So viel ist klar, seit im Sommer sein Schreiben aus 1935
unter dem "Toten Soldaten" in der Krypta am Heldenplatz gefunden
wurde. Darin hat der Bildhauer, seit 1933 illegales NSDAP-Mitglied,
seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, die deutschen Völker mögen bald
im Zeichen des Sonnenrades vereinigt werden. Wie eine ausführliche
Recherche der "Wiener Zeitung" in den gut sortierten Archiven von
Verein Künstlerhaus, der Secession und der Berufsvereinigung der
Bildenden Künstler ergeben hat, wurde Frass nach dem Krieg schwer
belastet. So soll er Zwangsarbeiter angefordert, "gegen jüdische
Kollegen gehetzt" und diese zu seinem eigenen Vorteil aus den
Praterateliers vertrieben haben. Frass überstand ein
Entnazifizierungsverfahren, erhielt das Ehrenkreuz für Wissenschaft
und Kunst vom Unterrichtsministerium und nach seinem Tod ein
Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof.
Lesen Sie mehr in der Beilage "extra" der "Wiener Zeitung" vom 3.
November 2012.
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