M&A-Prozesse auf dem Prüfstand: Mangelndes vernetztes Denken ist größtes Hindernis für erfolgreiche Deals

Studie der internationalen Anwaltsgruppe Eversheds zeigt Schwächen im Transaktionsprozess auf

Wien (OTS) - Global tätige Unternehmen nutzen das Potenzial grenzüberschreitender M&A Transaktionen als Instrument zur Wachstumsförderung nicht vollständig aus. Die größte Hürde für erfolgreiche Deals sind oft Schwächen im Transaktionsablauf und mangelnde Vernetzung unter den Projektbeteiligten, so die Ergebnisse der Studie "The M&A Blueprint: Inception to Integration", die die internationale Anwaltsgruppe Eversheds durchgeführt hat. Dazu wurden mehr als 400 Corporate Counsel (Unternehmensjuristen) multinationaler Unternehmen befragt, die in den vergangenen drei Jahren grenzüberschreitende M&A-Transaktionen abgewickelt haben.

43% der Befragten geben als häufigsten Grund für das Scheitern von Deals vermeidbare Fehler bei der Due Diligence bzw. in der Planungsphase an. Würden Themen der Integration nach Abschluss der Transaktion bereits ausreichend in der Due Diligence behandelt werden, könnten bessere Ergebnisse erzielt werden. 70 % der Befragten sind der Meinung, dass der Transaktionsprozess verbessert werden könnte, wenn Due Diligence, Planung und Integrationsphase stärker verknüpft wären.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor, der bei vielen Transaktionen fehlt, ist der Einsatz eines Kernteams, das den Deal - in gleicher Besetzung - kontinuierlich von der Planungs- bis zur Integrationsphase begleitet.

Die Studie zeigt auch, dass rechtliche Risiken einen immer größeren Stellenwert bei der Bewertung potenzieller Transaktionen einnehmen: Mehr als die Hälfte der befragten Corporate Counsel gibt an, mögliche Risiken früh genug erkannt zu haben, um das Management vor einer Weiterverfolgung des Deals zu warnen.

Gleichzeitig bestätigen 39% der Befragten aber auch, dass Unternehmensjuristen oftmals zu spät in den Transaktionsprozess einbezogen werden, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt mit Problemen bei der Post-Merger-Integration konfrontiert zu werden.

"Die derzeitige Wirtschaftslage hat den erfolgreichen Abschluss von Deals erheblich erschwert, und die Studienergebnisse zeigen klar, dass ein erhöhtes Risikobewusstsein vorhanden ist", erklärt Mag. Alexander Stolitzka, Managing Partner bei Eversheds Österreich. "Dennoch steht das Management unter dem Druck Wachstum zu sichern, und dabei sind M&A-Transaktionen eben ein unerlässliches Instrument zur Erschließung neuer Märkte sowie zur Verstärkung der globalen Präsenz."

"Mehr als 75% der von Eversheds begleiteten M&A Deals sind grenzüberschreitend. Wir empfehlen ein Projektmanagement-Team in der frühestmöglichen Phase der Transaktion zu installieren. So unterstützen wir unsere Klienten bestmöglich, sich bereits in der Due Diligence auf die Integration nach Abschluss des Deals zu konzentrieren", so Mag. Alexander Stolitzka.

Als wesentliche Kriterien für eine erfolgreiche Transaktion ergeben sich aus der Studie:

- Enge Vernetzung - Ein konstant besetztes Kernteam, das die Transaktion von der Bewertung und Planung über die Vertragsverhandlungen bis zur Integration begleitet und damit die notwendige Kontinuität für eine erfolgreiche M&A Transaktion sicherstellt.

- Umfassende Due Diligence - Eine sorgfältige Due Diligence-Prüfung, die sich ausreichend auf die Integration nach dem Deal konzentriert. Die Due Diligence soll helfen, Risikomanagement und Compliance des Zielunternehmens sowie seine Lieferanten- bzw. Kundenprozesse zu verstehen.

- Verständnis des Zielunternehmens - Das Bemühen um ein tiefgreifendes Verständnis der Infrastruktur und Kultur des Zielunternehmens, insbesondere bei grenzüberschreitenden Deals.

Die Studie "The M&A Blueprint: Inception to Integration" kann per Email bei g.kader@eversheds.at angefordert werden.

Eversheds International zählt weltweit zu den größten Anwaltsgruppen und wird in Österreich exklusiv durch Stolitzka & Partner Rechtsanwälte OG vertreten. Unter der Marke "Eversheds" sind rund 4.500 Experten, davon 3.100 Juristen in 28 Ländern, in Europa, dem Nahen Osten, Asien und Afrika tätig. Die Anwaltsgruppe bietet ihre Beratungsleistung in 45 Büros nationalen und internationalen Unternehmen des privaten und öffentlichen Sektors sowie Finanzinstituten an.

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Mag. Klaudia Stolitzka
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