• 30.10.2012, 12:14:25
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VCÖ: Verkehrsstrafen in Österreich im EU-Vergleich sehr niedrig

Schnellfahren und Handy am Steuer sind keine Kavaliersdelikte

Utl.: Schnellfahren und Handy am Steuer sind keine Kavaliersdelikte=

Wien (OTS) - Die Erhöhung des Strafrahmens für Anonymverfügungen und
Organmandate bedeutet keine Erhöhung der Mindeststrafen. Diese
Erhöhung wäre aber aus Sicht der Verkehrssicherheit wichtig. Im
EU-Vergleich sind die Strafhöhen in Österreich niedrig, macht der VCÖ
aufmerksam.

"Wir haben zuletzt gesehen, welche schlimmen Folgen es haben kann,
wenn Tempolimits nicht eingehalten werden. Zahlreiche Menschen,
darunter viele Jugendliche, haben deshalb in den vergangenen Wochen
ihr Leben verloren. Schneller als erlaubt zu fahren, ist kein
Kavaliersdelikt. Doch die derzeitigen Mindeststrafen stehen in keiner
Relation zur Gefahr für Leben und Gesundheit anderer
Verkehrsteilnehmer", betont VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek. Der VCÖ
bedauert, dass die Erhöhung des Strafrahmens für Organmandate nicht
mit einer Erhöhung der Mindeststrafhöhen einhergeht.

Der VCÖ weist darauf hin, dass im EU-Vergleich die Verkehrsstrafen
in Österreich niedrig sind. Wer um 20 km/h schneller fährt als
erlaubt, zahlt in Italien acht Mal so viel wie in Österreich. Die
Mindeststrafe für Handy am Steuer ist in Frankreich mehr als doppelt
und in Spanien sogar vier Mal so hoch wie in Österreich.

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