VCÖ: Verkehrsstrafen in Österreich im EU-Vergleich sehr niedrig

Schnellfahren und Handy am Steuer sind keine Kavaliersdelikte

Wien (OTS) - Die Erhöhung des Strafrahmens für Anonymverfügungen und Organmandate bedeutet keine Erhöhung der Mindeststrafen. Diese Erhöhung wäre aber aus Sicht der Verkehrssicherheit wichtig. Im EU-Vergleich sind die Strafhöhen in Österreich niedrig, macht der VCÖ aufmerksam.

"Wir haben zuletzt gesehen, welche schlimmen Folgen es haben kann, wenn Tempolimits nicht eingehalten werden. Zahlreiche Menschen, darunter viele Jugendliche, haben deshalb in den vergangenen Wochen ihr Leben verloren. Schneller als erlaubt zu fahren, ist kein Kavaliersdelikt. Doch die derzeitigen Mindeststrafen stehen in keiner Relation zur Gefahr für Leben und Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer", betont VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek. Der VCÖ bedauert, dass die Erhöhung des Strafrahmens für Organmandate nicht mit einer Erhöhung der Mindeststrafhöhen einhergeht.

Der VCÖ weist darauf hin, dass im EU-Vergleich die Verkehrsstrafen in Österreich niedrig sind. Wer um 20 km/h schneller fährt als erlaubt, zahlt in Italien acht Mal so viel wie in Österreich. Die Mindeststrafe für Handy am Steuer ist in Frankreich mehr als doppelt und in Spanien sogar vier Mal so hoch wie in Österreich.

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