Peymann denkt an Verlängerung

Wien (OTS) - Claus Peymann möchte seinen Vertrag als Intendant des Berliner Ensembles um zwei Jahre, bis 2016, verlängern. "Das ist eine biologische Frage, die Sie an den lieben Gott richten müssen, nicht an mich. Wenn ich weiter so drauf bin wie jetzt, würde ich den Bitten des Regierenden Bürgermeisters entsprechen und noch zwei Jahre bleiben. Die Luft ist dünn geworden, wenn man einen ministrablen Intendanten sucht. Es sei denn, man engagiert einen Fernsehmenschen oder einen Quotenfuzzi", sagt der legendäre Theatermann in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe.

Seinen Nachnachfolger am Burgtheater, Matthias Hartmann, warnt er vor zu großer Harmonie mit der Stadt: "Das ist im Moment die größte Gefahr für diesen begabten und von mir geschätzten Mann, den ich als Regisseur nach Wien gebracht habe. Er hat noch nicht begriffen, dass Harmonie - mit dem Ensemble, der Politik, den Zeitungen - nicht gleichzusetzen ist mit theatralischem Glück." Thomas Bernhard habe ihm, Peymann, zum Amtsantritt das Wichtigste mitgegeben: "Passen Sie auf, dass Sie nicht zu gut nach Wien passen!"

Er habe schon ein Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin erworben und verzichte daher auf die in der Ehrenmitgliedschaft des Burgtheaters inkludierte Übernahme der Beerdigungskosten, sagt Peymann, schränkt aber mit Blick auf die habsburgische Gepflogenheit des Herzbegräbnisses ein: "Aber vielleicht schicke ich mein Herz nach Wien. Das wäre zu überlegen."

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