• 30.10.2012, 12:11:51
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Peymann denkt an Verlängerung

Wien (OTS) - Claus Peymann möchte seinen Vertrag als Intendant des
Berliner Ensembles um zwei Jahre, bis 2016, verlängern. "Das ist eine
biologische Frage, die Sie an den lieben Gott richten müssen, nicht
an mich. Wenn ich weiter so drauf bin wie jetzt, würde ich den Bitten
des Regierenden Bürgermeisters entsprechen und noch zwei Jahre
bleiben. Die Luft ist dünn geworden, wenn man einen ministrablen
Intendanten sucht. Es sei denn, man engagiert einen Fernsehmenschen
oder einen Quotenfuzzi", sagt der legendäre Theatermann in der morgen
erscheinenden NEWS-Ausgabe.

Seinen Nachnachfolger am Burgtheater, Matthias Hartmann, warnt er
vor zu großer Harmonie mit der Stadt: "Das ist im Moment die größte
Gefahr für diesen begabten und von mir geschätzten Mann, den ich als
Regisseur nach Wien gebracht habe. Er hat noch nicht begriffen, dass
Harmonie - mit dem Ensemble, der Politik, den Zeitungen - nicht
gleichzusetzen ist mit theatralischem Glück." Thomas Bernhard habe
ihm, Peymann, zum Amtsantritt das Wichtigste mitgegeben: "Passen Sie
auf, dass Sie nicht zu gut nach Wien passen!"

Er habe schon ein Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in
Berlin erworben und verzichte daher auf die in der
Ehrenmitgliedschaft des Burgtheaters inkludierte Übernahme der
Beerdigungskosten, sagt Peymann, schränkt aber mit Blick auf die
habsburgische Gepflogenheit des Herzbegräbnisses ein: "Aber
vielleicht schicke ich mein Herz nach Wien. Das wäre zu überlegen."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES

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