- 29.10.2012, 13:00:51
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Wr. Gemeinderat - SP-Hora: Ziele des STEP 2014 müssen auch noch in 10 Jahren aktuell sein
Niederösterreich hat Hausaufgaben im verkehrspolitischen Bereich nicht gemacht
Utl.: Niederösterreich hat Hausaufgaben im verkehrspolitischen
Bereich nicht gemacht=
Wien (OTS/SPW-K) - In der heutigen Schwerpunktdebatte im Wiener
Gemeinderat zum Verkehrs- und Stadtentwicklungsressort gab
SP-Planungssprecher und Gemeinderat Karlheinz Hora einen Ausblick auf
die anstehenden Herausforderungen für den Stadtentwicklungsplan 2014
(STEP 2014): "Mit den Zielgebieten im STEP 2005 haben wir in Wien die
Weichen für das jetzige Jahrzehnt gestellt. Mit der Seestadt Aspern
schaffen wir demnächst 2.000 neue Wohnungen, haben die U-Bahn-Linie
U2 in den Norden Wiens verlängert und gewährleisten gleichzeitig im
neuen Stadtteil eine hohe Lebensqualität. Am Nordbahnhof sind bereits
2.500 Wohnungen entstanden, ein großer Park sowie die Infrastruktur
für eine neue Campusschule. In den nächsten Jahren siedelt sich dort
auch der Campus der Bank Austria an und zieht an diesem Standort
tausende Arbeitsplätze zusammen. Ähnlich dynamisch verläuft die
Entwicklung am Nordwestbahnhof oder auf dem Gebiet des Hauptbahnhofs,
der Ende 2012 den Teilbetrieb aufnehmen wird." Der STEP 2014 müsse
daher ähnlich vorausschauend angelegt werden damit auch noch in zehn
Jahren, dessen Ziele Aktualität besitzen. In den nächsten 16 bis 18
Monaten soll dies eine breite Debatte von Expertinnen und Experten
aus Politik, Verwaltung, den Bezirken und der Bevölkerung
gewährleisten.
Niederösterreich sind Wien-Pendler anscheinend egal
Klare Worte fand der SP-Gemeinderat auch zur aktuellen Debatte
über die Parkraumbewirtschaftung in Wien: "Spätestens wenn man
berücksichtigt, dass in Wien rund 680.000 Kfz gemeldet sind und
alleine von 2010 auf 2011 in Wien rund 5.300 Autos mehr gezählt
wurden, muss einem klar sein, dass der Parkraum nicht beliebig
vermehrbar ist." Verkehrspolitisch habe Niederösterreich leider die
Hausaufgaben nicht gemacht. Denn mit der Ausweitung der
Parkraumbewirtschaftung sind nun die Versäumnisse im Wiener Umland
akut geworden. Absonderlich sei auch die Bezeichnung der
Parkpickerl-Erweiterung als "unfreundlicher Akt", immerhin wurden
gebührenpflichtige Kurzparkzonen genauso in den
niederösterreichischen Städten St. Pölten, Krems und Mödling
eingeführt.
"226.000 Menschen stehen derzeit innerhalb der Wiener Stadtgrenzen
in einem fixen Dienstverhältnis und pendeln daher in die Stadt. Sieht
man diese Zahl, fragt man sich aber, wieso in Niederösterreich die
Anzahl jener Personen, die mit den Öffis befördert werden, um zwei
Prozent zurückgegangen ist, wieso die Leistung, die
"Sitzplatzkilometer" um fast vier Prozent zurückgegangen ist und
wieso es im Verkehrsdienstevertrag 2012/2013 zum bestehenden Angebot
nur fünf zusätzliche Pendlerzüge von Krems und St. Pölten in Richtung
Wien gibt", fragt Hora. Während sich die niederösterreichische
Landesregierung in beständiger Regelmäßigkeit für zigtausende
Park&Ride-Plätze rühmt, müsse auch ergänzt werden, dass leider nur
ein Bruchteil davon im Wiener Umland errichtet wurde, obwohl hier der
Pendlerschwerpunkt liegt. "Es ist bedauerlich, dass Niederösterreich
die 226.000 Menschen, die wegen ihres Arbeitsplatzes nach Wien
fahren, so egal sind", kritisiert der SP-Gemeinderat.
(Schluss)
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