Wr. Gemeinderat - SP-Hora: Ziele des STEP 2014 müssen auch noch in 10 Jahren aktuell sein

Niederösterreich hat Hausaufgaben im verkehrspolitischen Bereich nicht gemacht

Wien (OTS/SPW-K) - In der heutigen Schwerpunktdebatte im Wiener Gemeinderat zum Verkehrs- und Stadtentwicklungsressort gab SP-Planungssprecher und Gemeinderat Karlheinz Hora einen Ausblick auf die anstehenden Herausforderungen für den Stadtentwicklungsplan 2014 (STEP 2014): "Mit den Zielgebieten im STEP 2005 haben wir in Wien die Weichen für das jetzige Jahrzehnt gestellt. Mit der Seestadt Aspern schaffen wir demnächst 2.000 neue Wohnungen, haben die U-Bahn-Linie U2 in den Norden Wiens verlängert und gewährleisten gleichzeitig im neuen Stadtteil eine hohe Lebensqualität. Am Nordbahnhof sind bereits 2.500 Wohnungen entstanden, ein großer Park sowie die Infrastruktur für eine neue Campusschule. In den nächsten Jahren siedelt sich dort auch der Campus der Bank Austria an und zieht an diesem Standort tausende Arbeitsplätze zusammen. Ähnlich dynamisch verläuft die Entwicklung am Nordwestbahnhof oder auf dem Gebiet des Hauptbahnhofs, der Ende 2012 den Teilbetrieb aufnehmen wird." Der STEP 2014 müsse daher ähnlich vorausschauend angelegt werden damit auch noch in zehn Jahren, dessen Ziele Aktualität besitzen. In den nächsten 16 bis 18 Monaten soll dies eine breite Debatte von Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, den Bezirken und der Bevölkerung gewährleisten.

Niederösterreich sind Wien-Pendler anscheinend egal

Klare Worte fand der SP-Gemeinderat auch zur aktuellen Debatte über die Parkraumbewirtschaftung in Wien: "Spätestens wenn man berücksichtigt, dass in Wien rund 680.000 Kfz gemeldet sind und alleine von 2010 auf 2011 in Wien rund 5.300 Autos mehr gezählt wurden, muss einem klar sein, dass der Parkraum nicht beliebig vermehrbar ist." Verkehrspolitisch habe Niederösterreich leider die Hausaufgaben nicht gemacht. Denn mit der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung sind nun die Versäumnisse im Wiener Umland akut geworden. Absonderlich sei auch die Bezeichnung der Parkpickerl-Erweiterung als "unfreundlicher Akt", immerhin wurden gebührenpflichtige Kurzparkzonen genauso in den niederösterreichischen Städten St. Pölten, Krems und Mödling eingeführt.

"226.000 Menschen stehen derzeit innerhalb der Wiener Stadtgrenzen in einem fixen Dienstverhältnis und pendeln daher in die Stadt. Sieht man diese Zahl, fragt man sich aber, wieso in Niederösterreich die Anzahl jener Personen, die mit den Öffis befördert werden, um zwei Prozent zurückgegangen ist, wieso die Leistung, die "Sitzplatzkilometer" um fast vier Prozent zurückgegangen ist und wieso es im Verkehrsdienstevertrag 2012/2013 zum bestehenden Angebot nur fünf zusätzliche Pendlerzüge von Krems und St. Pölten in Richtung Wien gibt", fragt Hora. Während sich die niederösterreichische Landesregierung in beständiger Regelmäßigkeit für zigtausende Park&Ride-Plätze rühmt, müsse auch ergänzt werden, dass leider nur ein Bruchteil davon im Wiener Umland errichtet wurde, obwohl hier der Pendlerschwerpunkt liegt. "Es ist bedauerlich, dass Niederösterreich die 226.000 Menschen, die wegen ihres Arbeitsplatzes nach Wien fahren, so egal sind", kritisiert der SP-Gemeinderat.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Mag. Martin Schipany
Tel.: (01) 4000-81 923
martin.schipany@spw.at
www.rathausklub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10004