• 28.10.2012, 08:00:56
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"trend": Stadion-Endausbau in Klagenfurt trotz fehlender UVP

Durchschnittlich 400 Fans pro Match, keine Umweltverträglichkeitsprüfung, doch das Klagenfurter Fußballstadion wird fix für 30.000 Besucher ausgebaut.

Utl.: Durchschnittlich 400 Fans pro Match, keine
Umweltverträglichkeitsprüfung, doch das Klagenfurter
Fußballstadion wird fix für 30.000 Besucher ausgebaut.=

Wien (OTS) - Derzeit besuchen rund vierhundert Fans ein Spiel des
Klagenfurter Regionalligavereins und dennoch wird nun das Stadion mit
einer 15,5 Millionen-Unterstützung des Bundes fix auf 30.000
Sitzplätze ausgebaut, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in
seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Die Argumentation des
zuständigen Sportministers Norbert Darabos: Er wolle "keine
Sport-Infrastruktur zerstören", auch der ursprünglich vorgesehene
Rückbau hätte Geld gekostet.
An der sogenannten "Permanentmachung" der bislang provisorischen
Oberränge werde nun bereits tatsächlich gearbeitet, bestätigt der
Sportpark-Klagenfurt-Geschäftsführer Daniel Greiner. Der Ausbau
erfolgt, obwohl es weder ein aktuelles Nutzungskonzept für den im
Siedlungsgebiet errichteten Großbau gibt, noch eine für
Großveranstaltungen notwendige Umweltverträglichkeitsprüfung.
Allerdings gibt es eine von Anrainern eingebrachte Klage beim
Verfassungsgerichtshof gegen den Ausbau. Wann das Höchstgericht
seinen Spruch fällen wird, sei, so der Sprecher des VfGH, "völlig
offen".

Der "Wörtherseearena", die dem Steuerzahler rund 500.000 Euro pro
Jahr Defizit beschert, stehen abseits vom grünen Rasen harte Kämpfe
ins Haus. Der Rechnungshof hat für das Jahr 2013 eine Überprüfung des
überdimensionierten Bauwerks angekündigt, berichtet der "trend". Die
Errichtung des 2007 eröffneten Klagenfurter EM-Stadions hat offiziell
72 Millionen Euro gekostet, mit Grundstückskauf und
Vorbereitungsarbeiten fast hundert Millionen.

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