• 26.10.2012, 19:00:34
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LH Wallner ehrte verdiente Mitbürgerinnen und Mitbürger

Überreichung von Landes- und Bundesauszeichnungen im Landhaus

Utl.: Überreichung von Landes- und Bundesauszeichnungen im Landhaus=

Bregenz (OTS/VLK) - Landeshauptmann Markus Wallner ehrte am
heutigen Nationalfeiertag (Freitag, 26. Oktober) mehrere verdiente
Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Landes- und Bundesauszeichnungen.
Dabei bekräftigte Wallner den hohen Stellenwert von freiwilligem
Engagement und solidarischem Wirken für Vorarlberg. Insgesamt
überreichte der Landeshauptmann zehn Landesauszeichnungen und eine
Bundesauszeichnung.

Bei den Landesauszeichnungen erhielten Universitätsprofessor Georg
Grabherr aus Königstetten, Professor Elgar Odo Polzer aus Bregenz und
Alt-Bürgermeister Konrad Schwarz aus Hittisau das Große
Verdienstzeichen des Landes. Ilga Bickel aus Blons, Irma Eberle aus
Hittisau, Paul Nikolic aus Feldkirch, Christof Thöny aus Bludenz und
Alexander Walterskirchen aus Bregenz wurden mit dem Verdienstzeichen
des Landes geehrt. Rettungsmedaillen des Landes sind an Inspektor
Daniel Böhler aus Fußach und Revierinspektor Joachim Fritz aus
Mittelberg übergeben worden. Bei den Bundesauszeichnungen wurde der
Berufstitel "Professor" an den Feldkircher Bernhard Weingartner
verliehen. Bei allen Ausgezeichneten bedankte sich Wallner herzlich
für den geleisteten engagierten Einsatz.

Großes Verdienstzeichen des Landes

Universitätsprofessor Georg Grabherr ist seit 2001 Vorsitzender
des Naturschutzrates. Der Experte für Naturschutzfragen begleitet
seit mehr als elf Jahren mit großem Einsatz viele behördliche
Verfahren im Bereich des Naturschutzes und der
Landschaftsentwicklung. Als Vorsitzender des Naturschutzrates
verstand und versteht er es hervorragend, den Natur- und
Landschaftsschutz in den Köpfen und Herzen der Mitmenschen nachhaltig
zu verankern und das Verständnis für die Zusammenhänge und Wirkungen
in der Natur zu schaffen. Als Naturschutzprofessor initiierte er
zahlreiche, auch international bedeutende Naturschutzprojekte, wie
z.B. die weltweite Klimastudie GLORIA.

Elgar Odo Polzer war neben seinem Beruf ab 1957 bei verschiedenen
Chören des Landes als Chorleiter tätig, vielfach auch ehrenamtlich.
1973 übernahm er mit großem Erfolg die Vorarlberger
Oratorienvereinigung, die mit ihren Konzertveranstaltungen und
Aufführungen ein breites Echo weit über die Grenzen unseres Landes
gefunden haben und finden. Neben seiner Chorleitertätigkeit ist Elgar
Odo Polzer seit 1952 in der Pfarrkirche St. Gallus in Bregenz als
ehrenamtlicher Organist tätig. Seit 1957 begleitet er auch die
Eröffnungsgottesdienste der Bregenzer Festspiele an der Orgel. Als
Komponist hat Professor Polzer zahlreiche musikalische Bearbeitungen
vorgenommen und eine Reihe eigener Kompositionen geschaffen. Als
Musiklehrer hat er viele Musikschaffende aus- und weitergebildet.

Der langjährige Bürgermeister von Hittisau Konrad Schwarz hat
viele wichtige und zukunftsweisende Entwicklungen der heute ca. 2000
Einwohner zählenden Gemeinde initiiert und umgesetzt. Dazu gehören
der Bau des Pflegeheimes Hittisau oder der Neubau der Polytechnischen
Schule. Das neue Feuerwehr- und Kulturhaus mit Frauenmuseum und
Vereinsräumlichkeiten für den Musikverein konnte im Jahr 2000
eröffnet werden. Ein für die Gemeinde bedeutendes Projekt konnte 2008
mit der Wohnanlage "Betreutes Wohnen" seiner Bestimmung übergeben
werden. Durch die Schaffung des "Betriebsgebietes Basen" in den
Jahren 2007 und 2008 wurden Betriebsansiedlungen ermöglicht, die
Arbeitsplätze geschaffen haben.

Verdienstzeichen des Landes

Die Bergbäuerin Ilga Bickel war 15 Jahre lang Ortsbäuerin in Blons
und zehn Jahre Gebietsbäuerin im Großen Walsertal. Daneben ist Ilga
Bickel Vorstand beim Heimatpflegeverein und damit zuständig für die
Tracht in der Talschaft. Federführend hat Ilga Bickel auch bei der
Entwicklung der Walser Produkte "Köstlichen Kiste", eine
Vermarktungsmöglichkeit für die kulinarischen Spezialitäten aus dem
Biosphärenpark Großes Walsertal, bei der Entwicklung des Produktes
"Bergtee" oder mit der Alchemilla-Gruppe bei der Vermarktung
hochwertiger Kräuterprodukte mitgewirkt.

Der Aufbau und die Weiterentwicklung des Frauenmuseums Hittisau -
nach wie vor das einzige Frauenmuseum Österreichs - ist eng mit dem
Namen Irma Eberle verbunden. Als Kulturvermittlerin hat sie 33
Ausstellungen des Frauenmuseums mitkonzipiert und begleitet. Um das
junge Museum zu unterstützen, hat sie ehrenamtlich gearbeitet und
verzichtete auf die ohnehin geringe Aufwandsentschädigung.

Paul Nikolic lebt seit 1971 in Vorarlberg. Der langjährige Leiter
des Gastarbeiterreferats der Diözese Feldkirch - das heutige Büro für
Interkulturelles - hat tausende Migrantinnen und Migranten durch Rat
und Tat unterstützt. Ein Beispiel dafür ist die Lernhilfe-Aktion: Das
Projekt wirkt für die Integration nachhaltig: zum einen, weil es
Kinder ganz konkret im Bildungserwerb unterstützt, zum anderen
entstehen zwischen den Lernfamilien und den Kindern und oftmals auch
ihren Familien Beziehungen. Herr Nikolic war auch journalistisch bei
der Gestaltung von Radiosendungen tätig.

Christof Thöny gründete im Jahr 2001 den Museumsverein Klostertal.
Durch sein hervorragendes Wissen über das Klostertal und dessen
Geschichte wurden alljährlich thematische Schwerpunkte in der
Vereinsarbeit festgelegt. Christof Thöny hat diese thematischen
Schwerpunkte in Ausstellungen, Schriftenreihen und
Zeitzeugeninterviews der Öffentlichkeit präsentiert. Er organisierte
Ausstellungen wie "Glong - Vergessene Realität" über das Hochplateau
oberhalb von Wald am Arlberg oder "Das Klostertal 1945 bis 1960".

Alexander Walterskirchen war Obmann des Vereins zur Unterstützung
der Renovierung und Erhaltung des Kapuzinerklosters Bregenz für die
Schwestern der Heiligen Klara. Unter seiner Obmannschaft folgten
umfassende Sanierungsmaßnahmen, damit das Kloster wieder seine
traditionellen Aufgaben, vor allem in der Betreuung von sozial
schwachen Menschen, wieder aufnehmen konnte. Mit dem Erhalt des
ehemaligen Kapuzinerklosters in Bregenz wurde ein wichtiger Beitrag
zur Erhaltung eines Vorarlberger Kulturdenkmales gesetzt.

Rettungsmedaillen des Landes

Die Rettungsmedaille des Landes erhielten die Lebensretter Daniel
Böhler und Joachim Fritz. Herr Böhler rettete im Jänner 2012 eine
Frau aus dem Rhein. Die Wassertemperatur betrug zu diesem Zeitpunkt
nicht mehr als 4 Grad Celsius. Im Oktober 2011 rettete Herr Fritz
einer Frau auf der Breitachbrücke das Leben.

"Professor" für Bernhard Weingartner

Neben seiner leitenden Funktion bei der Firma Neutrik
unterrichtete Bernhard Weingartner in der Zeit von 1977 bis 2002 am
Vorarlberger Landeskonservatorium in Feldkirch das Fach Akustik. Er
ist Gründungsmitglied des Fördervereins des Vorarlberger
Landeskonservatoriums und hat maßgeblichen Anteil daran, dass es
zwischen dem Mozarteum Salzburg und dem Vorarlberger
Landeskonservatorium zu einer Partnerschaft gekommen ist. Weiters
engagierte er sich auch als Vorstandsmitglied in der "Chopin
Gesellschaft in Vorarlberg" und dem Verein "Musik in der Pforte" in
Feldkirch.

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