KV-Verhandlungen Fahrzeugindustrie abgeschlossen

"Zukunftswerkstätte Fahrzeugindustrie" zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Wien (OTS) - In der zweiten Runde wurden die Kollektivvertragsverhandlungen für die 30.000 Beschäftigten der österreichischen Fahrzeugindustrie abgeschlossen. Nach sachlichen Verhandlungen einigte sich das Team des Fachverbandes, Rudolf Hamp, Erich Mayer, Karl-Heinz Rauscher, mit den Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp auf eine Anhebung der Ist-Löhne und -Gehälter ab 1. November 2012 um 3,0% bis 3,3%. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter steigen um 3,3% bis 3,4%. "Das Ergebnis, dem vorrangig zur Aufrechterhaltung des sozialen Friedens zugestimmt wurde, ist für uns angesichts eines immer schwieriger werdenden Umfeldes gerade noch vertretbar. Vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Lage stellt der Abschluss für die Unternehmen sicher eine große Herausforderung zur nachhaltigen Absicherung des Standortes dar", erklärt Gerhard Klein, Obmann des Fachverbandes der Fahrzeugindustrie Österreichs.

"Zukunftswerkstätte Fahrzeugindustrie" - Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Durch ihre hohe Auslandsabhängigkeit sowie die Heterogenität, was die Produktpalette und Produktionszyklen der Güter oder die Größenstruktur der Unternehmen anbelangt, unterscheidet sich die Fahrzeugindustrie grundlegend von anderen Industriebranchen. Um den besonderen Spezifika der österreichischen Fahrzeugindustrie gerecht zu werden, kamen der Fachverband und die Gewerkschaften überein, die "Zukunftswerkstätte Fahrzeugindustrie" einzurichten. "Ziel der Zukunftswerkstätte ist die kurzfristige Erarbeitung von Maßnahmen insbesondere zur Erhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sowie zur Sicherung der Beschäftigung der Fahrzeugindustrie. Die Verhandlungen werden kurzfristig aufgenommen und als kontinuierliches Forum gestaltet", so Klein abschließend.

Über die österreichische Fahrzeugindustrie

Die österreichische Fahrzeugindustrie zählt mit einem Produktionsvolumen von mehr als 12 Mrd. Euro, wovon nahezu 11 Mrd. Euro in den Direktexport gehen, einem Eigenpersonal von rund 30.000 Beschäftigten, jährlichen Investitionen von 400 Mio. Euro und Forschungsausgaben von 16.000Euro je Beschäftigten zu den bedeutendsten Industriebranchen Österreichs, von der starke Impulse für Innovation, Wachstum und Beschäftigung ausgehen. Die Exportquote beträgt mehr als 90%, 93% der Aufträge kommen aus dem Ausland. Mehr als die Hälfte der Betriebe, die 75 % aller Mitarbeiter der Branche beschäftigen, ist von einem ausländischen Konzern und damit auch von dessen Entscheidungen abhängig.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Fahrzeugindustrie Österreich
Mag. (FH) Kathrin Mück-Puelacher
Tel: 0043 664 619 25 08

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEE0001