"Orientierung" am 28. Oktober: Weltbischofssynode in Rom

Die Suche nach Antworten auf Fragen der Zeit

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 28. Oktober 2012, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Weltbischofssynode in Rom: Die Suche nach Antworten auf Fragen der Zeit

Die größte Synode der Kirchengeschichte der Neuzeit geht an diesem Wochenende im Vatikan zu Ende: Drei Wochen lang haben rund 260 Kardinäle, Bischöfe, Patriarchen und Priester aus aller Welt darüber beraten, wie erfolgreiche Schritte einer "Neuevangelisierung" aussehen könnten. In den Industriestaaten geht es dabei vor allem darum, einer teils schwindenden Bedeutung der katholischen Kirche und dem Priestermangel entgegenzuwirken. In Afrika und Asien - Regionen, in denen die katholische Kirche wächst - sind die Probleme andere:
nicht selten Unterdrückung und Verfolgung. Im Gespräch mit Kardinal Christoph Schönborn, dem deutschen Theologen Thomas Söding und anderen Teilnehmern der Weltbischofssynode versucht "Orientierung", einen (Rück-)Blick auf wesentliche Inhalte dieser kirchlichen Großveranstaltung. Ein Bericht von Barbara Ladinser.

Zeichen der Zeit: "Konziliare Versammlung" erinnert an II. Vatikanum

Die "uneingelösten Versprechen des Zweiten Vatikanischen Konzils" selbst in die Hand zu nehmen und "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst des Menschen von heute" ins Zentrum eines Treffens zu stellen, das war das erklärte Ziel der Veranstalter einer "konziliaren Versammlung", die am vergangenen Wochenende in Frankfurt stattgefunden hat. Um interreligiösen Dialog ging es da, um die Frauenfrage und um Armut und Reichtum. Der Veranstaltungsort Frankfurt war dabei nicht zufällig gewählt: In der Stadt der Banken liegen Überfluss und Verelendung eng beieinander. Unter den Teilnehmern - rund 500 Christinnen und Christen - war auch Prominenz zu finden: der kritische Theologe Hans Küng, der 89-jährige Konzilsbischof Luigi Bettazzi, die feministische Theologin Elisabeth Schüssler Fiorenza und die Globalisierungskritikerin Susan George. Ein Bericht von Maria Katharina Moser.

Allein gelassen!? Minderjährige Flüchtlinge in Österreich

Rund 600 minderjährige Flüchtlinge sind derzeit im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen in Niederösterreich untergebracht. Dort haben sie zwar ein Dach über dem Kopf und werden verpflegt, doch eine altersadäquate Betreuung, die auch Bildungsangebote und psychologische Hilfe umfasst, kann nicht geleistet werden. Eigentlich sind die Bundesländer dafür zuständig, Flüchtlinge im Rahmen der sogenannten "Asylwerber-Unterbringungsquote" aufzunehmen, doch bis auf Wien, Niederösterreich und die Steiermark werden die vereinbarten Quoten, teils deutlich, nicht erfüllt. Bei einem Asylgipfel im Bundeskanzleramt diese Woche haben die Länderchefs nun versprochen, die Betreuung von 1.000 Asylwerbern zu übernehmen und damit das Zentrum in Traiskirchen zu entlasten. "Ein erster Schritt in die richtige Richtung", findet die Initiative "Gegen Unrecht - Kinder gehören nicht ins Gefängnis!", der u. a. die Caritas und die evangelische Diakonie angehören. Ein Bericht von Christoph Riedl.

Im "Orientierung"-Studio: Heinz Fronek, Experte für Kinderflüchtlinge, Verein asylkoordination Österreich

Amir Al-Amin - "Der Imam auf der Parkgarage"

Er stammt aus dem Sudan und lebt seit mehr als 20 Jahren in Kärnten:
Amir Al-Amin. Seit 2010 ist der Imam und Religionslehrer auch österreichischer Staatsbürger. Wie es dazu kam, wie mühsam dieser Weg war, darüber hat der "Neo-Österreicher" nun ein Buch geschrieben:
"Der Imam auf der Parkgarage" - Untertitel: Wie ich lernte, ein guter Staatsbürger zu sein. Dabei nimmt der Autor auf ein Erlebnis Bezug, das er rückblickend als "Höhepunkt negativer Erfahrungen" bezeichnet:
eine Verwechslung mit einem international gesuchten Terroristen. "Orientierung" hat mit Amir Al-Amin gesprochen, ihn in seine Moschee-in der er auf Deutsch predigt -, in den islamischen Religionsunterricht und nach Hause zu seiner Familie in seine Wohnung in Klagenfurt begleitet.
Ein Bericht von Klaus Ther.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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