- 25.10.2012, 16:01:59
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"Orientierung" am 28. Oktober: Weltbischofssynode in Rom
Die Suche nach Antworten auf Fragen der Zeit
Utl.: Die Suche nach Antworten auf Fragen der Zeit=
Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin
"Orientierung" am Sonntag, dem 28. Oktober 2012, um 12.30 Uhr in ORF
2 folgende Beiträge:
Weltbischofssynode in Rom: Die Suche nach Antworten auf Fragen der
Zeit
Die größte Synode der Kirchengeschichte der Neuzeit geht an diesem
Wochenende im Vatikan zu Ende: Drei Wochen lang haben rund 260
Kardinäle, Bischöfe, Patriarchen und Priester aus aller Welt darüber
beraten, wie erfolgreiche Schritte einer "Neuevangelisierung"
aussehen könnten. In den Industriestaaten geht es dabei vor allem
darum, einer teils schwindenden Bedeutung der katholischen Kirche und
dem Priestermangel entgegenzuwirken. In Afrika und Asien - Regionen,
in denen die katholische Kirche wächst - sind die Probleme andere:
nicht selten Unterdrückung und Verfolgung. Im Gespräch mit Kardinal
Christoph Schönborn, dem deutschen Theologen Thomas Söding und
anderen Teilnehmern der Weltbischofssynode versucht "Orientierung",
einen (Rück-)Blick auf wesentliche Inhalte dieser kirchlichen
Großveranstaltung. Ein Bericht von Barbara Ladinser.
Zeichen der Zeit: "Konziliare Versammlung" erinnert an II. Vatikanum
Die "uneingelösten Versprechen des Zweiten Vatikanischen Konzils"
selbst in die Hand zu nehmen und "Freude und Hoffnung, Trauer und
Angst des Menschen von heute" ins Zentrum eines Treffens zu stellen,
das war das erklärte Ziel der Veranstalter einer "konziliaren
Versammlung", die am vergangenen Wochenende in Frankfurt
stattgefunden hat. Um interreligiösen Dialog ging es da, um die
Frauenfrage und um Armut und Reichtum. Der Veranstaltungsort
Frankfurt war dabei nicht zufällig gewählt: In der Stadt der Banken
liegen Überfluss und Verelendung eng beieinander. Unter den
Teilnehmern - rund 500 Christinnen und Christen - war auch Prominenz
zu finden: der kritische Theologe Hans Küng, der 89-jährige
Konzilsbischof Luigi Bettazzi, die feministische Theologin Elisabeth
Schüssler Fiorenza und die Globalisierungskritikerin Susan George.
Ein Bericht von Maria Katharina Moser.
Allein gelassen!? Minderjährige Flüchtlinge in Österreich
Rund 600 minderjährige Flüchtlinge sind derzeit im
Erstaufnahmezentrum Traiskirchen in Niederösterreich untergebracht.
Dort haben sie zwar ein Dach über dem Kopf und werden verpflegt, doch
eine altersadäquate Betreuung, die auch Bildungsangebote und
psychologische Hilfe umfasst, kann nicht geleistet werden. Eigentlich
sind die Bundesländer dafür zuständig, Flüchtlinge im Rahmen der
sogenannten "Asylwerber-Unterbringungsquote" aufzunehmen, doch bis
auf Wien, Niederösterreich und die Steiermark werden die vereinbarten
Quoten, teils deutlich, nicht erfüllt. Bei einem Asylgipfel im
Bundeskanzleramt diese Woche haben die Länderchefs nun versprochen,
die Betreuung von 1.000 Asylwerbern zu übernehmen und damit das
Zentrum in Traiskirchen zu entlasten. "Ein erster Schritt in die
richtige Richtung", findet die Initiative "Gegen Unrecht - Kinder
gehören nicht ins Gefängnis!", der u. a. die Caritas und die
evangelische Diakonie angehören. Ein Bericht von Christoph Riedl.
Im "Orientierung"-Studio: Heinz Fronek, Experte für
Kinderflüchtlinge, Verein asylkoordination Österreich
Amir Al-Amin - "Der Imam auf der Parkgarage"
Er stammt aus dem Sudan und lebt seit mehr als 20 Jahren in Kärnten:
Amir Al-Amin. Seit 2010 ist der Imam und Religionslehrer auch
österreichischer Staatsbürger. Wie es dazu kam, wie mühsam dieser Weg
war, darüber hat der "Neo-Österreicher" nun ein Buch geschrieben:
"Der Imam auf der Parkgarage" - Untertitel: Wie ich lernte, ein guter
Staatsbürger zu sein. Dabei nimmt der Autor auf ein Erlebnis Bezug,
das er rückblickend als "Höhepunkt negativer Erfahrungen" bezeichnet:
eine Verwechslung mit einem international gesuchten Terroristen.
"Orientierung" hat mit Amir Al-Amin gesprochen, ihn in seine Moschee-
in der er auf Deutsch predigt -, in den islamischen
Religionsunterricht und nach Hause zu seiner Familie in seine Wohnung
in Klagenfurt begleitet.
Ein Bericht von Klaus Ther.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.
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