ÖVP Wolf-Schöffmann: 54 Millionen Euro für die Bürokratie?

Verordnung zur Bachelor-Nachgraduierung beweist: Ausbildung der Pflichtschullehrer wird von BM Schmied nicht anerkannt.

Klagenfurt (OTS) - "Gleichwertige Ausbildungen müssen auch gleich bewertet werden", forderte ÖVP-Bildungssprecherin Claudia Wolf-Schöffmann in der heutigen Landtagssitzung. Anlass sind die Pläne von Ministerin Schmied 70.000 Pflichtschullehrer, die ihre Ausbildung mit dem Titel "Diplompädagoge" abgeschlossen haben, zu einem Ergänzungsstudium zu verdonnern, wenn sie den neuen Bachelor-Titel tragen wollen. In Kärnten will man da nicht tatenlos zusehen. Ministerin Schmied soll zum Umdenken bewegt werden. Das haben ÖVP, FPK und Grüne heute im Kärntner Landtag beschlossen.

2010 schuf der Nationalrat die Möglichkeit der Nachgraduierung von Pflichtschullehrern mit dem Titel "bachelor of education", um sie späteren Studierenden gleichzusetzen und ihnen somit den Zugang zu Masterstudiengängen zu ermöglichen. Die dafür notwendige Verordnung, die nun in Begutachtung ging, ist aber eine bittere Enttäuschung für die Lehrer. "Trotz Vergleichbarkeit und Gleichwertigkeit der Ausbildungen, trotz jahrelanger Praxiserfahrung und verpflichtender Fortbildung, die viele ältere Pflichtschullehrer vorweisen können, wird von ihnen ein Ergänzungsstudium verlangt, um jüngeren Kollegen gleichgestellt zu werden, die gerade frisch von der Hochschule kommen", bringt es Wolf-Schöffmann auf den Punkt.

Österreichweit wurde quer durch die Parteien Kritik an dieser Verordnung geübt. Nicht zuletzt wegen der drohenden Kosten von über 54 Millionen Euro! "54 Mio. für eine Formalität! 54 Mio., die in die Bürokratie fließen würden, anstatt ins Bildungssystem", kritisiert auch die Kärntner ÖVP-Bildungssprecherin.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Club im Kärntner Landtag
Tel.: 0463 513592126
office@oevpclub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LKV0001