• 25.10.2012, 12:20:02
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VP-Leeb: 200.000 Euro für Kinderbetreuungseinrichtungen, 582.000 Euro für Kommunikationsmaßnahmen

ÖVP Wien hinterfragt erneute Pflegeelternkampagne kritisch

Utl.: ÖVP Wien hinterfragt erneute Pflegeelternkampagne kritisch=

Wien (OTS) - Im Gemeinderatsausschuss für Bildung, Jugend,
Information und Sport wurden am 24.10.2012 Kommunikationsmaßnahmen
für die Anwerbung von Pflegeeltern beschlossen. Kostenpunkt 582.000
Euro brutto. Damit kostete alleine diese Kampagne seit 2009 mehr als
zwei Millionen Euro, so die Bildungssprecherin der ÖVP Wien, LAbg.
Isabella Leeb. Zu hinterfragen sei allerdings insbesondere der Nutzen
dieser Kampagne, denn die Zahl der Pflegeeltern stagniert seit Jahren
auf konstant niedrigem Niveau. Die ÖVP Wien wird daher eine
entsprechende Anfrage an den zuständigen SP-Stadtrat Oxonitsch
einbringen. Dieser hat dann zwei Monate Zeit, den Steuerzahlern/innen
den Nutzen zu erklären. Durch die Schaltung von Inseraten wird sich
der bestehende Mangel an Pflegeeltern nicht beheben lassen.

"Es ist an der Zeit, die Prioritäten zu überdenken. Die jährlichen
Aufwendungen für Werbemaßnahmen, insbesondere des Ressorts für
Bildung, Jugend, Information und Sport, fehlen dann für dringend
notwendige Maßnahmen. Nicht zuletzt fristen noch immer tausende
Kinder ihren Schulalltag in Containern oder es fehlt bis heute am
notwendigen Personal in der Jugendwohlfahrt. Die Schulsozialarbeit
ist ein desaströses Flickwerk und vollkommen unterdotiert. Auch der
schleppende Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen sowie der nach wie vor
grassierende Mangel an Kindergartenpädagogen/innen ist dieser
falschen Prioritätensetzung geschuldet. Allein die Tatsache, dass im
gleichen Ausschuss gestern lediglich ein Betrag von 200.000 Euro für
die Schaffung neuer Plätze in Kinderbetreuungseinrichtungen
(Kindergärten) beschlossen wurde, spricht schon Bände über die
Prioritätensetzung", so Leeb.

Bei einem Rekordschuldenstand von 4,34 Mrd. Euro, den das erst jüngst
von Stadträtin Brauner präsentierte Budget aufweist, weiterhin an
Rekordwerbeausgaben festzuhalten, hat schon eine besondere Qualität,
kritisiert Leeb. "Es kann doch von einer Stadtregierung nicht zu viel
verlangt sein, mit den Mitteln des mit rund 50 Millionen Euro
dotierten Presse und Informationsdienstes auszukommen, um
Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben", so Leeb abschließend, die namens
der ÖVP Wien ein Ende des Inseratenwahns der Stadt Wien fordert.

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