VP-Leeb: 200.000 Euro für Kinderbetreuungseinrichtungen, 582.000 Euro für Kommunikationsmaßnahmen

ÖVP Wien hinterfragt erneute Pflegeelternkampagne kritisch

Wien (OTS) - Im Gemeinderatsausschuss für Bildung, Jugend, Information und Sport wurden am 24.10.2012 Kommunikationsmaßnahmen für die Anwerbung von Pflegeeltern beschlossen. Kostenpunkt 582.000 Euro brutto. Damit kostete alleine diese Kampagne seit 2009 mehr als zwei Millionen Euro, so die Bildungssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Isabella Leeb. Zu hinterfragen sei allerdings insbesondere der Nutzen dieser Kampagne, denn die Zahl der Pflegeeltern stagniert seit Jahren auf konstant niedrigem Niveau. Die ÖVP Wien wird daher eine entsprechende Anfrage an den zuständigen SP-Stadtrat Oxonitsch einbringen. Dieser hat dann zwei Monate Zeit, den Steuerzahlern/innen den Nutzen zu erklären. Durch die Schaltung von Inseraten wird sich der bestehende Mangel an Pflegeeltern nicht beheben lassen.

"Es ist an der Zeit, die Prioritäten zu überdenken. Die jährlichen Aufwendungen für Werbemaßnahmen, insbesondere des Ressorts für Bildung, Jugend, Information und Sport, fehlen dann für dringend notwendige Maßnahmen. Nicht zuletzt fristen noch immer tausende Kinder ihren Schulalltag in Containern oder es fehlt bis heute am notwendigen Personal in der Jugendwohlfahrt. Die Schulsozialarbeit ist ein desaströses Flickwerk und vollkommen unterdotiert. Auch der schleppende Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen sowie der nach wie vor grassierende Mangel an Kindergartenpädagogen/innen ist dieser falschen Prioritätensetzung geschuldet. Allein die Tatsache, dass im gleichen Ausschuss gestern lediglich ein Betrag von 200.000 Euro für die Schaffung neuer Plätze in Kinderbetreuungseinrichtungen (Kindergärten) beschlossen wurde, spricht schon Bände über die Prioritätensetzung", so Leeb.

Bei einem Rekordschuldenstand von 4,34 Mrd. Euro, den das erst jüngst von Stadträtin Brauner präsentierte Budget aufweist, weiterhin an Rekordwerbeausgaben festzuhalten, hat schon eine besondere Qualität, kritisiert Leeb. "Es kann doch von einer Stadtregierung nicht zu viel verlangt sein, mit den Mitteln des mit rund 50 Millionen Euro dotierten Presse und Informationsdienstes auszukommen, um Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben", so Leeb abschließend, die namens der ÖVP Wien ein Ende des Inseratenwahns der Stadt Wien fordert.

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