KV-Verhandlungen Fahrzeugindustrie: 1. Runde ohne Abschluss

Nächster Verhandlungstermin am 25. Oktober 2012

Wien (OTS) - Die Spezifika der Branche standen im Mittelpunkt der ersten Runde der diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten der Österreichischen Fahrzeugindustrie, die der Fachverband der Fahrzeugindustrie mit den Gewerkschaften Pro-GE und GPA-djp führt. Die Branche zählt seit Jahrzehnten zu den Top-Industrien Österreichs, von der starke Impulse für Innovation, Wachstum und Beschäftigung ausgehen. Aufgrund der starken Vernetzung in vor- und nachgelagerte Bereiche ist ihre wirtschaftliche Bedeutung für den Standort Österreich enorm. Im Rahmen des sachlich geführten Auftaktgesprächs wurden daher vorrangig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche diskutiert. Die Verhandlungen werden vereinbarungsgemäß am 25. Oktober 2012 fortgesetzt.

Österreichische Fahrzeugindustrie: In hohem Maße auslandsorientiert

Die österreichische Fahrzeugindustrie zählt mit einem Produktionsvolumen von mehr als 12 Mrd. Euro, wovon nahezu 11 Mrd. Euro in den Direktexport gehen, einem Eigenpersonal von rund 30.000 Beschäftigten, jährlichen Investitionen von 400 Mio. Euro und Forschungsausgaben von 16.000Euro je Beschäftigten zu den bedeutendsten Industriebranchen Österreichs. Die heutige Situation des Sektors ist allerdings nicht mehr mit jener vor 40 Jahren vergleichbar. Die Fahrzeugindustrie ist extrem dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Die Exportquote beträgt mehr als 90%, 93% der Aufträge kommen aus dem Ausland. Mehr als die Hälfte der Betriebe, die 75 % aller Mitarbeiter der Branche beschäftigen, ist von einem ausländischen Konzern und damit auch von dessen Entscheidungen abhängig. Der Wettbewerb um Aufträge und Standorte ist keine Sache zwischen Unternehmen mehr, sondern wird längst auch konzernintern ausgetragen. Durch ihre hohe Auslandsabhängigkeit sowie die Heterogenität, was die Produktpalette und Produktionszyklen der Güter- sowie die Größenstruktur der Unternehmen anbelangt, unterscheidet sich die Fahrzeugindustrie grundlegend von anderen Industriebranchen.

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Fachverband der Fahrzeugindustrie Österreich
Mag. (FH) Kathrin Mück-Puelacher
Mobil: 0664/619 25 08

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