• 24.10.2012, 09:22:58
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KV-Verhandlungen Fahrzeugindustrie: 1. Runde ohne Abschluss

Nächster Verhandlungstermin am 25. Oktober 2012

Utl.: Nächster Verhandlungstermin am 25. Oktober 2012=

Wien (OTS) - Die Spezifika der Branche standen im Mittelpunkt der
ersten Runde der diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen für die
rund 30.000 Beschäftigten der Österreichischen Fahrzeugindustrie, die
der Fachverband der Fahrzeugindustrie mit den Gewerkschaften Pro-GE
und GPA-djp führt. Die Branche zählt seit Jahrzehnten zu den
Top-Industrien Österreichs, von der starke Impulse für Innovation,
Wachstum und Beschäftigung ausgehen. Aufgrund der starken Vernetzung
in vor- und nachgelagerte Bereiche ist ihre wirtschaftliche Bedeutung
für den Standort Österreich enorm. Im Rahmen des sachlich geführten
Auftaktgesprächs wurden daher vorrangig die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen der Branche diskutiert. Die Verhandlungen werden
vereinbarungsgemäß am 25. Oktober 2012 fortgesetzt.

Österreichische Fahrzeugindustrie: In hohem Maße
auslandsorientiert

Die österreichische Fahrzeugindustrie zählt mit einem
Produktionsvolumen von mehr als 12 Mrd. Euro, wovon nahezu 11 Mrd.
Euro in den Direktexport gehen, einem Eigenpersonal von rund 30.000
Beschäftigten, jährlichen Investitionen von 400 Mio. Euro und
Forschungsausgaben von 16.000Euro je Beschäftigten zu den
bedeutendsten Industriebranchen Österreichs. Die heutige Situation
des Sektors ist allerdings nicht mehr mit jener vor 40 Jahren
vergleichbar. Die Fahrzeugindustrie ist extrem dem internationalen
Wettbewerb ausgesetzt. Die Exportquote beträgt mehr als 90%, 93% der
Aufträge kommen aus dem Ausland. Mehr als die Hälfte der Betriebe,
die 75 % aller Mitarbeiter der Branche beschäftigen, ist von einem
ausländischen Konzern und damit auch von dessen Entscheidungen
abhängig. Der Wettbewerb um Aufträge und Standorte ist keine Sache
zwischen Unternehmen mehr, sondern wird längst auch konzernintern
ausgetragen. Durch ihre hohe Auslandsabhängigkeit sowie die
Heterogenität, was die Produktpalette und Produktionszyklen der
Güter- sowie die Größenstruktur der Unternehmen anbelangt,
unterscheidet sich die Fahrzeugindustrie grundlegend von anderen
Industriebranchen.

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