• 23.10.2012, 13:40:28
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"Anima" in Rom erinnert an "Kaplan der Trapp-Familie"

Oberösterreicher Franz Wasner (1905-1992) steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung am Nationalfeiertag

Utl.: Oberösterreicher Franz Wasner (1905-1992) steht im Mittelpunkt
einer Veranstaltung am Nationalfeiertag=

Rom-Salzburg, 23.10.12 (KAP) Eine der vielseitigsten
österreichischen Priesterpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, der
Oberösterreicher Franz Wasner (1905-1992), steht im Mittelpunkt
einer Veranstaltung in Rom am österreichischen Nationalfeiertag. Der
Salzburger Historiker Hans Spatzenegger hält am 26. Oktober, 20 Uhr,
im Päpstlichen Institut Santa Maria dell'Anima einen Vortrag über
"Franz Wasner - Priester, Musiker, Wissenschaftler, Rektor der
Anima". Bei dem Abend in dem von der Österreichischen und Deutschen
Bischofskonferenz getragenen Päpstlichen Institut werden auch
Kompositionen Wasners dargeboten. Unter der Leitung von Gerrit
Stadlbauer singt die Jugendkantorei des Salzburger Domes.

Der Chor aus der Mozartstadt hält tags darauf (27. Oktober) um 20
Uhr in der Kirche Santa Maria dell'Anima ein Konzert mit Werken von
Mozart, Bruckner und Mendelssohn ab. Außerdem gestaltet die
Jugendkantorei die Messe mit "Anima"-Rektor Franz-Xaver Brandmayr am
Sonntag um 10 Uhr.

Franz Wasner wurde am 28. Dezember 1905 in Feldkirchen bei
Mattighofen geboren. Er studierte in Salzburg Theologie und wurde
1929 dort von Erzbischof Ignatius Rieder zum Priester geweiht.

1931 kam Wasner zum Studium des Kirchenrechts nach Rom, wobei er
gleichzeitig als Organist und Kaplan der "Anima" wirkte. 1934
promovierte er "summa cum laude" zum Doktor des Kirchenrechts und
kehrte als Subregens des Priesterseminars nach Salzburg zurück. In
Aigen gründeten Wasner und Maria Augusta Trapp, mit der Baron Georg
von Trapp nach dem Tod seiner ersten Frau verheiratet war, den
Familienchor der Trapps, der bei den Salzburger Festspielen 1937 den
ersten Preis des Festspiel-Wettbewerbs errang. Der Chor bestand aus
sieben Schwestern und drei Brüdern.

Der "Anschluss" Österreichs an NS-Deutschland brachte für die
Familie viele Schwierigkeiten mit sich. Die Trapps nahmen eine
Einladung für eine Konzerttournee in die Vereinigten Staaten an,
kehrten zurück, doch entschieden sie sich dann, Österreich wieder zu
verlassen.

Mit ihnen ging Prälat Wasner in die USA. Um in der wirtschaftlichen
Not der Emigration überleben zu können, begann die später
weltberühmte "Trapp-Familie" in New York mit Bühnenauftritten.
Aufgrund des Erfolgs konnten sie bald darauf Tourneen durch die
ganzen Vereinigten Staaten absolvierten. Die Familie ließ sich in
Stowe (Vermont) nieder. Weltruhm erhielt die "Trapp-Familie" durch
den Film "The Sound of Music" (1965) mit Julie Andrews als
Hauptdarstellerin.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) fam/gut/

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