- 22.10.2012, 12:32:25
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VCÖ bekräftigt: Firmenwagen statt Gehaltserhöhung ist Steuerschlupfloch
Außerhalb der Automobilbranche ist das allseits bekannte Faktenlage
Utl.: Außerhalb der Automobilbranche ist das allseits bekannte
Faktenlage=
Wien (OTS) - Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, ihren
Mitarbeitern einen Firmenwagen zur privaten Nutzung zur Verfügung zu
stellen, weil das für beide Seiten günstiger ist als eine
Gehaltserhöhung, erklärt VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer die
allseits bekannte Sachlage: "Die Arbeitsnehmer bezahlen nur pauschale
1,5 Prozent des Fahrzeugpreises als Sachbezugsbesteuerung, aber
maximal 300 Euro netto pro Monat. Darin können sämtliche gefahrenen
Kilometer inklusive Treibstoffkosten abgedeckt werden. Das
Unternehmen schreibt das Fahrzeug bis zu einem Anschaffungspreis von
40.000 Euro steuerlich ab, selbst wenn es gar nicht betriebsnotwendig
wäre, und erspart sich Dienstgeberbeiträge einer alternativen
Gehaltserhöhung."
Nicht nur der Allgemeinheit entgehen so Steuern und Sozialabgaben,
auch der Umwelt schadet diese Steuervergünstigung unterm Strich
massiv, da mit Firmenwagen auch privat eher mehr Kilometer gefahren
werden - es kommt ja die Firma für die Kosten auf. "Unter Firmenwagen
sind Fahrzeuge der Ober- und Luxusklasse stark überrepräsentiert, die
naturgemäß mehr verbrauchen als etwa ein Kleinwagen. Die
Automobilindustrie vergisst auch immer gerne, dass Autos, die durch
neue, sparsamere Modelle ersetzt werden, ja nicht vom Erdboden
verschwinden, sondern als Gebrauchtfahrzeuge weiter fahren."
Fakt ist, dass Steuervorteile für die private Nutzung von
Firmenwagen und andere Vergünstigungen ein europaweit bekanntes
Problem sind. Daher auch die Studie von Copenhagen Economics im
Auftrag der EU-Kommission, die für Österreich auf einen Steuerausfall
von bis zu 1,6 Milliarden Euro errechnet hat.
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