- 22.10.2012, 09:36:00
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Bundesschülervertretung: Auch 1,1 Mio. Stimmen finden kein Gehör, wenn Schmied nicht zuhören will
Schmied ignoriert gesetzlich gewählte Vertretung aller Schülerinnen und Schüler
Utl.: Schmied ignoriert gesetzlich gewählte Vertretung aller
Schülerinnen und Schüler=
Wien (OTS) - Bundesministerin Claudia Schmied und
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer präsentierten kürzlich einen
Vorschlag zu einem neuen Wahlmodus der Schülervertretung. Grund dafür
sei, dass "die tatsächlich Betroffenen - die Schülerinnen und Schüler
- in der bildungspolitischen Diskussion zu wenig vorkommen". Dass die
Einbindung von Schülerinnen und Schülern in den bildungspolitischen
Diskurs maßbeglich von Schmied verhindert wird, wird hierbei unter
den Tisch fallen gelassen.
"Bundesministerin Schmied beschließt über Nacht, dass es ein
verändertes Wahlsystem braucht und ist nicht fähig, die
Bundessschülervertretung über diese Hau-Ruck Aktion zumindest zu
informieren. Zu keiner Sekunde wurden wir Schülervertreterinnen und
Schülervertreter mit eingebunden. In der Öffentlichkeit Mitbestimmung
fordern und eben diese Mitbestimmung im Inneren unterbinden- diese
Doppelmoral von Seiten der Bundesministerin ist schlichtweg
untragbar. Eine Idee, welche mehr Mitbestimmung ermöglichen soll,
einzubringen, ist in diesem Kontext heuchlerisch.", zeigt sich
Bundesschulsprecher Felix Wagner verärgert.
Nicht genug, dass Schmied es nicht für nötig befindet, die aktuelle
Bundesschülervertretung (die gesetzlich gewählte Vertretung aller
Schülerinnen und Schüler) in die Diskussion um ein neues Wahlsystem
einzubeziehen: Seit der Wahl des Bundesschulsprechers gab es kein
Treffen zwischen Bundesministerin Schmied und Wagner. Der
Forderungskatalog und somit auch langjährige Forderungen- wie jene
nach einem Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) auf Landes- und
Bundesebene- liegen unbeachtet in der Schublade des BMUKK.
"Auch 1,1 Millionen Stimmen werden weiterhin kein Gehör finden, wenn
Bundesministerin Schmied es nicht zulässt. Gegen Schmieds Unwillen,
Schülerinnen und Schüler einzubinden, hilft auch ein neuer Wahlmodus
nicht.", stellt Wagner ganz klar fest.
In einem Schulgemeinschaftsausschuss diskutieren die drei
Schulpartner (Lehrer, Eltern, Schüler) gemeinsam über Probleme und
Veränderungen an der Schule. Dies soll laut der Forderung der
Bundesschülervertretung auf Landes- und Bundesebene mit den
jeweiligen Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern passieren.
Die BSV ist die gesetzlich gewählte Vertretung der österreichischen
Schülerinnen und Schüler. Sie besteht aus 27 Landesschulsprechern und
zwei Sprechern der Zentrallehranstalten. Der derzeitige
Bundesschulsprecher, Felix Wagner, kommt aus der Österreichischen
Schülerunion.
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