• 21.10.2012, 10:40:41
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  • OTS0017 OTW0017

Papst Benedikt XVI. sprach sieben Glaubenszeugen heilig

Unter den neuen Heiligen ist die bayerische Mystikerin Anna Schäffer und die nordamerikanische Indianerin Kateri Tekakwitha

Utl.: Unter den neuen Heiligen ist die bayerische Mystikerin Anna
Schäffer und die nordamerikanische Indianerin Kateri
Tekakwitha=

Vatikanstadt, 21.10.12 (KAP) Die katholische Kirche ist um sieben
Heilige reicher. Papst Benedikt XVI. sprach am Sonntag auf dem
Petersplatz sieben Männer und Frauen heilig - darunter die bayrische
Mystikerin Anna Schäffer (1882-1925) und die nordamerikanische
Indianerin Kateri Tekakwitha (1656-1680).

Vor mehreren Zehntausend Pilgern - mehr als 2.000 davon allein aus
der Diözese Regensburg - würdigte Benedikt XVI. die Mystikerin
Schäffer als ein "leuchtendes Vorbild" ihrer Heimat. Dies gelte
insbesondere auch für die christliche Hospizbewegung. Deren
"segensreiches Wirken" könne durch die Fürbitte der neuen Heiligen
bei Gott gestärkt werden. Die neue Heilige, die aufgrund einer
schweren Verletzung nicht in einen Missionsorden eintreten konnte,
habe das "Krankenlager zur Klosterzelle" und das Leiden zum
Missionsdienst gemacht, so Benedikt XVI.

Die aus Mindelstetten im Landkreis Eichstätt stammende Schäffer
wollte ursprünglich in einen Missionsorden eintreten. Dies
scheiterte jedoch an schweren Verbrennungen, die sie sich als
Dienstmagd zuzog und die zeitlebens nicht mehr heilten. Die Kraft
ihr Schicksal zu meistern, fand Schäffer im Glauben. Mit ihren
Worten und ihren Briefen spendete sich vom Krankenbett aus vielen
Menschen Trost.

Kateri Tekakwitha, die 1656 im heutigen Bundesstaat New York als
Tochter eines Irokesen vom Stamm der Mohawk geboren wurde, sei auch
als Christen den Traditionen ihres Volkes treu geblieben, sagte der
Papst.

An der Heiligsprechung nahmen auch der Vorsitzende der Deutschen
Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch aus Freiburg, der
frühere Regensburger Bischof und jetzige Präfekt der vatikanischen
Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller, sowie weitere deutsche
Bischöfe teil. Der Freistaat Bayern wurde vertreten durch
Europaministerin Emilia Müller und Landtagspräsidentin Barbara Stamm
(beide CSU).

Weitere neue Heilige sind die aus Hessen stammende
deutsch-amerikanische Franziskanerin und Lebra-Missionarin Marianne
Cope (1838 bis 1918), der französische Jesuit Jakob Berthieu
(1838-1896), der auf Madagaskar während eines Aufstandes ermordet
wurde sowie Pedro Calungsod (1654-72), ein Katechet, der auf den
Philippinen ebenfalls den Märtyrertod erlitt. Zur Ehre der Altäre
erhob der Papst auch den italienischen Priester und Ordensgründer
Giovanni Battista Piamarta (1841-1913) sowie die spanische
Ordensfrau Maria del Monte Carmelo (1848-1911). Piarmarta gründete
im Jahr 1900 die Kongregation der Heiligen Familie von Nazareth.

(forts. mgl.) hkl/

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