• 19.10.2012, 15:25:23
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Erhaltung von Kleinschulen bringt Mehrwert für ländlichen Raum

Herbsttagung der Bodensee Parlamentarier Konferenz in Heiden

Utl.: Herbsttagung der Bodensee Parlamentarier Konferenz in Heiden=

Heiden (OTS/VLK) - Die Chancen und Risken der Bodenseeregion als
"Zwischenraum" sind heuer das Leitthema der Bodensee
Parlamentarier-Konferenz unter dem Vorsitz des Kantons Appenzell
Ausserhoden. Bei der Herbsttagung in Heiden am Freitag, 19. Oktober
2012, präsentierten Vorarlbergs Landtagspräsidentin Bernadette Mennel
und Landtagsvizepräsidentin Gabriele Nußbaumer das von der
Pädagogischen Hochschule Vorarlberg betreute Interreg-Projekt "Klein-
und Kleinstschulen im alpinen Raum".

"Schule im alpinen Raum" ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der
Pädagogischen Hochschulen Graubünden, St. Gallen, Vorarlberg und
Wallis. Die vier im Projekt teilnehmenden Regionen stehen aufgrund
der alpinen Topographie sowie Veränderungen im ökonomischen und
sozialen Gefüge im Hinblick auf ihre Regionalpolitik vor ähnlichen
Fragestellungen. Im Projekt wird der Betrachtungsschwerpunkt auf die
Bedeutung und die Entwicklungschancen kleiner Schulen in den Tälern
des Alpenraumes der drei Schweizer Kantone und im österreichischen
Bundesland Vorarlberg gelegt.

Ziel dieses auf drei Jahre angelegten Projektes war es,
Entscheidungsgrundlagen für die Bildungs- und Regionalpolitik zu
erarbeiten. Dabei wurden Schulinnovationsprozesse in mehreren kleinen
Schulen in alpinen Randlagen untersucht und begleitet. Insgesamt
nahmen 45 Grund- und Oberstufenschulen aus den Projektregionen teil.

Kleinschulen bieten Kindern in einem Dorf nicht nur den Vorteil
des kurzen Schulwegs. Sie sind identitätsstiftend für Kinder und
Erwachsene und ein wichtiger Faktor für die Attraktivität von Dörfern
als Wohnort für junge Familien. "Ihre Erhaltung stellt einen Mehrwert
für die gesamte Bevölkerung, für das Dorf und die Region dar",
betonte Landtagspräsidentin Mennel. Die Diskussion über die
Schließung von Dorfschulen dürfe daher nicht allein von Kosten und
Zahlen bestimmt werden. Geografie, Wirtschaft, Geschichte, soziale
Struktur und das soziale Leben der Region spielten eine ebenso
entscheidende Rolle.

Die Konferenz befasste sich weiters mit dem von Baden-Württemberg
betreuten Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum sowie den vom Kanton
St. Gallen betreuten Projekten "Betrieb eines Fährbetriebes für
Fußgänger und Radfahrer" und "Erlebniswandern in der Welt der
Nagelfluh".

Kantonsratspräsident Ivo Müller zog seitens des Kantons Appenzell
Ausserhoden eine positive Bilanz des Vorsitzjahres. Das Leitthema
"Zwischenräume" habe spannende Ergebnisse gebracht. Im kommenden Jahr
wird der Vorsitz in der Bodensee Parlamentarier-Konferenz vom
Freistaat Bayern übernommen.

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