ÖAAB Tamandl ad FSG: Feigheit vor dem Freund!

Sozialdemokratische Gewerkschafter in der Wiener Arbeiterkammer machen Kniefall vor Rot-Grüner Stadtregierung. Sozialdemokratische Gewerkschafter in der Wiener Arbeiterkammer machen Kniefall vor Rot-Grüner Stadtregierung.

Wien (OTS) - "Weder dem Antrag auf Aussetzung der Parkpickerlerweiterung rückwirkend mit 1. Oktober 2012, noch dem Antrag für ein Kombiticket konnten die Roten Gewerkschafter in der Wiener Arbeiterkammer zustimmen" zeigt sich Gabriele Tamandl, Fraktionsführerin von ÖAAB-FCG empört. "Die hohen finanziellen Belastungen der Pendlerinnen und Pendler, sowie die Probleme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer welche tagtäglich von einer Seite Wiens auf die andere zu ihrem Arbeitsplatz mit dem Auto fahren müssen sind der FSG offensichtlich völlig egal" kommentiert Tamandl den Verrat der FSG an der eigenen Klientel weiter.

"Der Antrag auf einen Pendlereuro und damit eine finanzielle Verbesserung der Situation für Pendlerinnen und Pendler fand keine Zustimmung. Obwohl es bereits gültige Landtagsbeschlüsse in Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und dem Burgenland hierzu gibt sperren sich die Wiener Genossinnen und Genossen gegen ein Gesamtpaket", zeigt sich Tamandl erbost.

Das Modell heißt deshalb "Pendler-Euro", weil dabei die Förderbeträge im ersten Jahr mit eins bzw. einem Euro multipliziert werden, in den Folgejahren wird die Teuerung bzw. Inflation bei diesem Euro in der Multiplikation angerechnet, um die Förderhöhe jedes Jahr anpassen zu können.

Die Kilometeranzahl einer einfachen Fahrtstrecke multipliziert mit 40 ergibt den Netto-Förderungsbetrag pro Jahr. Zusätzlich gibt es eine Beschränkung nach oben und nach unten, also mindestens 500 Euro und höchstens 2.600. Für die derzeitige kleine Pendlerpauschale (öffentliches Verkehrsmittel zumutbar) sieht das Modell eine Förderung von 600 Euro bis zu 1.400 Euro vor.

Als interessant bezeichnet Tamandl das Stimmverhalten der FSG zu einem Antrag in dem Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Wien gefordert werden. Dieser Antrag soll dem zuständigen Ausschuss zugewiesen werden. "Forderungen nach aktiver Werbung seitens der Stadt Wien für Betriebsansiedelungen oder Einbindung der künftigen Wirtschaftsbetriebe in Flächenwidmungsentscheidungen, sowie Bürokratieabbau für Betriebsgründerinnen und Betriebsgründer und Betriebsansiedelungen wecken offenbar bei einigen sozialdemokratischen und grünen Kammerräten klassenkämpferische Gefühle", so Tamandl weiter.

"Offenbar können und wollen die Kolleginnen und Kollegen der FSG nicht verstehen, dass Unternehmer Arbeitsplätze schaffen und die Politik nur die Rahmenbedingungen vorgeben kann. Hier wurde wieder einmal das Feindbild Unternehmer strapaziert und nicht an die notwendigen Arbeitsplätze gedacht die damit geschaffen werden können", berichtet Tamandl.

"Die Arbeitslosenquote in Wien spricht Bände. 80.412 Menschen ohne Arbeit im August, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,2%. Die Anzahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer hat allein in Wien im September 2012 um 7.167 gegenüber dem Vorjahresmonat zugenommen, das ist fast die Hälfte des gesamtösterreichischen Anstiegs. Wenn das so weitergeht steuern wir auf eine zweistellige Arbeitslosenquote in Wien zu", warnt Tamandl abschließend.

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