• 17.10.2012, 13:40:45
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Kärntner Hypo zeigt erstmals Ex-BayernLB-Vorstand an

Munition im Drei-Milliarden-Euro-Streit: Ralph Schmidt soll Millionenschäden aus Leasing-Geschäft in der Ukraine mitzuverantworten haben.

Utl.: Munition im Drei-Milliarden-Euro-Streit: Ralph Schmidt soll
Millionenschäden aus Leasing-Geschäft in der Ukraine
mitzuverantworten haben.=

Wien (OTS) - Die Kärntner Hypo hat erstmals einen früheren Manager
ihrer Ex-Konzernmutter BayernLB in Zusammenhang mit einem
problematischen Finanzierungsgeschäft angezeigt. Wie das
Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll
der frühere BayernLB-Vorstand Ralph Schmidt 2008 im Kreditausschuss
des Hypo-Aufsichtsrats ein hinterfragenswertes Leasinggeschäft in der
Ukraine mitgenehmigt haben.

Die Hypo äußert den Verdacht, dass die "massivrisikobehaftete"
Finanzierung in wirtschaftlich unvertretbarer Weise "trotz
offensichtlich fehlender Bonität und mangelnder Besicherung"
durchgeführt worden sei. Der Kärntner Bank wäre daraus ein
Vermögensnachteil von knapp 13,5 Millionen Euro entstanden.

Die Sachverhaltsdarstellung umfasst mehrere Geschäftsfälle und
richtet sich gegen insgesamt neun Personen - größtenteils Ex-Manager
der Hypo. Dem Vernehmen nach hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen
gestartet, Schmidts Anwalt wollte auf Anfrage keinen Kommentar in der
Sache abgeben. Fälle wie dieser sind willkommene Munition für die
Republik Österreich, wenn es um die Frage geht, ob die
notverstaatlichte Hypo der BayernLB ab 2013 knapp drei Milliarden
Euro an Krediten zurückzahlen muss oder nicht.

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