Kärntner Hypo zeigt erstmals Ex-BayernLB-Vorstand an

Munition im Drei-Milliarden-Euro-Streit: Ralph Schmidt soll Millionenschäden aus Leasing-Geschäft in der Ukraine mitzuverantworten haben.

Wien (OTS) - Die Kärntner Hypo hat erstmals einen früheren Manager ihrer Ex-Konzernmutter BayernLB in Zusammenhang mit einem problematischen Finanzierungsgeschäft angezeigt. Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll der frühere BayernLB-Vorstand Ralph Schmidt 2008 im Kreditausschuss des Hypo-Aufsichtsrats ein hinterfragenswertes Leasinggeschäft in der Ukraine mitgenehmigt haben.

Die Hypo äußert den Verdacht, dass die "massivrisikobehaftete" Finanzierung in wirtschaftlich unvertretbarer Weise "trotz offensichtlich fehlender Bonität und mangelnder Besicherung" durchgeführt worden sei. Der Kärntner Bank wäre daraus ein Vermögensnachteil von knapp 13,5 Millionen Euro entstanden.

Die Sachverhaltsdarstellung umfasst mehrere Geschäftsfälle und richtet sich gegen insgesamt neun Personen - größtenteils Ex-Manager der Hypo. Dem Vernehmen nach hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gestartet, Schmidts Anwalt wollte auf Anfrage keinen Kommentar in der Sache abgeben. Fälle wie dieser sind willkommene Munition für die Republik Österreich, wenn es um die Frage geht, ob die notverstaatlichte Hypo der BayernLB ab 2013 knapp drei Milliarden Euro an Krediten zurückzahlen muss oder nicht.

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