ORF III mit Gesprächen zur Bankenunion, Bangladeschs Naturkatastrophen und einem Mädchen auf der Flucht vor den Taliban

Am 18. Oktober im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - "Inside Brüssel" nimmt am Donnerstag, dem 18. Oktober 2012, die geplante Bankenunion sowie das künftige Budget der Eurostaaten in den Fokus und diskutiert über eine mögliche Balkanisierung Westeuropas. "Im Brennpunkt" beleuchtet die katastrophalen Lebensumstände Bangladeschs und zeigt eine Nichtregierungsorganisation, die mit vollem Einsatz versucht, dagegen anzukämpfen: "Amra Kaj Kory". Eine "Weltjournal"-Reportage begleitet die 14-jährige Malala, die vor wenigen Tagen mutwillig von den Taliban angeschossen wurde, durch die Zeit der permanenten Bedrohung. Im Anschluss hinterfragt die Sendung "Visionäre des Wandels" den nicht enden wollenden Waldschwund sowie eine mögliche Wiederherstellung.

"Inside Brüssel" (20.15 Uhr)

Gefühlschaos nach dem Friedensnobelpreis für die Europäische Union:
Hat das Erbsenzählen um Haftungen, Schulden und Sparauflagen endlich ein Ende? Deutschland geht nicht mehr von einem Rücktritt Griechenlands vom gemeinsamen Euro aus. Beim EU-Gipfel dieser Woche werden dennoch harte Bandagen um die geplante Bankenunion sowie das künftige Budget der Eurostaaten erwartet. Gefährdet der Egoismus der Nationalstaaten die Stabilisierung des europäischen Projekts? "Inside Brüssel" wird zudem über eine mögliche Balkanisierung Westeuropas diskutiert: Der Triumph des flämischen Nationalistenführers Bart De Wever bei den Stadtratswahlen vergangenen Sonntag in Antwerpen stellt den Zusammenhalt Belgiens neuerlich in Frage. Katalonien und Schottland streben nun ebenso nach Unabhängigkeit.
Unter der Leitung von ORF-Korrespondentenchef Roland Adrowitzer diskutieren Österreichs Europastaatssekretär Reinhold Lopatka, ÖGB-Präsident Erich Foglar, die grüne Europaabgeordnete Franziska Brantner aus Deutschland, Vanessa Mock vom "Wall Street Journal" und Giovanni del Re von der italienischen Tageszeitung "Avvenire".

Im Brennpunkt: "Bangladesch: Der Klimawandel frisst das Land" (21.05 Uhr)

Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Erde: Nicht einmal doppelt so groß wie Österreich, hat es 160 Millionen Einwohner. 80 Prozent der Bevölkerung leben unter dem Existenzminimum. Während der Monsunzeit von Juni bis September ist mit 75 Prozent des jährlichen Niederschlags zu rechnen. Katastrophale Überschwemmungen sowie Nahrungsmittelknappheit sind die Folgen und Millionen von Menschen verlieren ihr Hab und Gut. Nahezu ohne Infrastruktur und Schulen versuchen die Einwohner dennoch dort zu leben. Ohne die tatkräftige Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen wäre die Bevölkerung verloren. "Im Brennpunkt" nimmt einen dieser rettenden Engel unter die Lupe: Die Organisation "Amra Kaj Kory" hilft den Bewohnern der zwölf Schwemmland-Inseln, ihre Häuser auf höherer Ebene zu bauen.

Weltjournal: "Das Mädchen und die Taliban" (21.55 Uhr)

Die 14-jährige Malala Yousafzai wurde vor wenigen Tagen im Nordwesten Pakistans von den Taliban durch Schüsse schwer verletzt. Die Begründung für die Tat: Malala sei ein "Symbol des Westens", da sie sich für den Schulbesuch von Mädchen einsetzte, den die Taliban vor drei Jahren im pakistanischen Swat-Tal verboten hatten. Als die pakistanische Armee die Taliban angriff und nach Afghanistan vertrieb, flüchteten Malala und ihre Familie aus dem Swat-Tal. Damals wurde das Mädchen über ihren Blog zum weltweiten Sprachrohr der Kinder in der Region. Mittlerweile wurde sie zu ihrem eigenen Schutz in eine Klinik nach Großbritannien ausgeflogen. Ein "Weltjournal" begleitet Malala und ihren Vater, den Leiter einer Mädchenschule, durch die Zeit der permanenten Bedrohung. Ein Film über tapfere Versuche, die Angst zu überwinden.

Visionäre des Wandels: "Nachhaltige Waldwirtschaft" (22.30 Uhr)

Die Lage der weltweiten Wälder ist besorgniserregender als je zuvor. Jährlich schwinden Waldflächen in einem Ausmaß von einigen Millionen Hektar. Schätzungen zufolge sollen bereits über drei Viertel der unberührten Wälder verschwunden sein. Neben einer Reduktion der menschlichen Lebensqualität sowie der Artenvielfalt des Planeten führt dies zu einer Beschleunigung der Erderwärmung. Kann es gelingen, die übrig gebliebenen Wälder zu erhalten und die zerstörten wieder aufzubauen? Neben der Entwicklung neuer Nutzungsmethoden sowie einer nachhaltigen Forstwirtschaft bedarf es einer Aufklärung über die enorme Bedeutung des Waldes. Ohne Hilfe der Menschen ist eine umfassende Wiederherstellung nicht möglich.

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