• 17.10.2012, 09:42:04
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Psychotherapeutische Versorgung in Salzburg Ausweitung für Kinder gelungen

Salzburg (OTS) - Die Salzburger Gebietskrankenkasse verbesserte im
Jahr 2012 den Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung für Kinder.
Durch neue Verträge gibt es mehr auf Kinder spezialisierte
TherapeutInnen, die Psychotherapie auf Kosten der Krankenversicherung
anbieten können. Zusätzlich wurde der Selbstbehalt, der bei
psychotherapeutischen Behandlungen zu bezahlen ist, bei
minderjährigen Patienten abgeschafft. Der Zahlen des ersten
Halbjahres 2012 zeigen, dass die Anzahl der auf Krankenkassenkosten
behandelten Kinder deutlich gestiegen ist: Bis Ende Juli 2012
erhielten 267 Minderjährige eine Psychotherapie als Sachleistung.
"Wir rechnen mit rund 450 minderjährigen Patienten im Bereich der
Psychotherapie für das heurige Jahr, im Vorjahr waren es 310 Kinder -
das ist immerhin eine Steigerung um 50 Prozent", freut sich
SGKK-Obmann Siegfried Schluckner. Die SGKK arbeitet an einem
kontinuierlichen Ausbau der Psychotherapie in Salzburg. In Summe
erhielten 6.625 Patienten im Jahr 2011 eine Psychotherapie. Die
Kosten dafür betrugen rund 4 Millionen Euro. "Die Salzburger
Gebietskrankenkasse liegt damit österreichweit an erster Stelle bei
den Ausgaben für Psychotherapie pro Kopf. Dies wurde sogar vom
Rechnungshof positiv hervorgehoben", betont Obmann Schluckner.

Psychotherapie in Salzburg

Es gibt keine bundesweit einheitliche Regelung zur
psychotherapeutischen Versorgung. Das Salzburger Modell zur
Psychotherapie ermöglicht Behandlungen auf Kosten der
Krankenversicherung. Diese Form der Psychotherapie steht
grundsätzlich schwerer Erkrankten zur Verfügung. Zusätzlich ist es
möglich, Psychotherapie als privat bezahlte Leistung mit einem
Kostenzuschuss der Krankenversicherung - österreichweit einheitlich
21,80 Euro pro Sitzung - zu erhalten.

"Die SGKK bekennt sich ausdrücklich zur Verbesserung der
Versorgung im Bereich der psychischen Erkrankungen. Wir liegen mit
unseren Psychotherpieausgaben ebenso wie mit unserer psychiatrischen
Versorgung österreichweit an erster Stelle", erläutert Obmann
Schluckner. Auch im heurigen Jahr werden - wie in den Vorjahren - die
Anzahl der Psychotherapie-Patienten und die Kosten dafür ansteigen.
Die Salzburger Gebietskrankenkasse hat 13 Facharztstellen für
Psychiatrie - verteilt auf das gesamte Bundesland - geschaffen und
verfügt damit über die höchste Facharztdichte in diesem Bereich
außerhalb von Wien. Rund 180 PsychotherapeutInnen verfügen über einen
Sachleistungsvertrag, durch den direkt mit der SGKK abgerechnet
werden kann. Zusätzlich stellt das Salzburger Modell zur
Psychotherapie sicher, dass kaum Wartezeiten auf Sachleistungsplätze
entstehen, sondern bei Bedarf mit der Behandlung rasch begonnen
werden kann.

Psychotherapie für Kinder

Im Jahr 2011 erhielten 310 Kinder und Jugendliche Psychotherapie
als Sachleistung - allerdings meist mit einem Selbstbehalt von 12,80
Euro pro Sitzung. Mit Jahresbeginn 2012 schaffte die SGKK diesen
Selbstbehalt für Minderjährige ab und weitete zusätzlich die
Sachleistungsverträge für die Behandlung von Kindern aus. Die Zahlen
des ersten Halbjahres zeigen, dass die Anzahl der Minderjährigen, die
ohne Eigenkosten behandelt werden, deutlich steigt. Bis Ende Juli
2012 waren es bereits 267 Kinder und Jugendliche - bis Jahresende
dürften es rund 450 werden. "Das Sozialversicherungsgesetz sieht
grundsätzlich Selbstbehalte bei der Psychotherapie vor. Bei Kindern
und Jugendlichen ist für uns aber wichtig, dass rechtzeitig
interveniert wird um die dauerhafte Ausprägung von Störungen zu
verhindern. Wir schafften deshalb diesen Selbstbehalt für
Minderjährige ab und sehen das als ersten Schritt zu einer besseren
Versorgung speziell für Kinder", erklärt Obmann Schluckner.

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