Psychotherapeutische Versorgung in Salzburg Ausweitung für Kinder gelungen

Salzburg (OTS) - Die Salzburger Gebietskrankenkasse verbesserte im Jahr 2012 den Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung für Kinder. Durch neue Verträge gibt es mehr auf Kinder spezialisierte TherapeutInnen, die Psychotherapie auf Kosten der Krankenversicherung anbieten können. Zusätzlich wurde der Selbstbehalt, der bei psychotherapeutischen Behandlungen zu bezahlen ist, bei minderjährigen Patienten abgeschafft. Der Zahlen des ersten Halbjahres 2012 zeigen, dass die Anzahl der auf Krankenkassenkosten behandelten Kinder deutlich gestiegen ist: Bis Ende Juli 2012 erhielten 267 Minderjährige eine Psychotherapie als Sachleistung. "Wir rechnen mit rund 450 minderjährigen Patienten im Bereich der Psychotherapie für das heurige Jahr, im Vorjahr waren es 310 Kinder -das ist immerhin eine Steigerung um 50 Prozent", freut sich SGKK-Obmann Siegfried Schluckner. Die SGKK arbeitet an einem kontinuierlichen Ausbau der Psychotherapie in Salzburg. In Summe erhielten 6.625 Patienten im Jahr 2011 eine Psychotherapie. Die Kosten dafür betrugen rund 4 Millionen Euro. "Die Salzburger Gebietskrankenkasse liegt damit österreichweit an erster Stelle bei den Ausgaben für Psychotherapie pro Kopf. Dies wurde sogar vom Rechnungshof positiv hervorgehoben", betont Obmann Schluckner.

Psychotherapie in Salzburg

Es gibt keine bundesweit einheitliche Regelung zur psychotherapeutischen Versorgung. Das Salzburger Modell zur Psychotherapie ermöglicht Behandlungen auf Kosten der Krankenversicherung. Diese Form der Psychotherapie steht grundsätzlich schwerer Erkrankten zur Verfügung. Zusätzlich ist es möglich, Psychotherapie als privat bezahlte Leistung mit einem Kostenzuschuss der Krankenversicherung - österreichweit einheitlich 21,80 Euro pro Sitzung - zu erhalten.

"Die SGKK bekennt sich ausdrücklich zur Verbesserung der Versorgung im Bereich der psychischen Erkrankungen. Wir liegen mit unseren Psychotherpieausgaben ebenso wie mit unserer psychiatrischen Versorgung österreichweit an erster Stelle", erläutert Obmann Schluckner. Auch im heurigen Jahr werden - wie in den Vorjahren - die Anzahl der Psychotherapie-Patienten und die Kosten dafür ansteigen. Die Salzburger Gebietskrankenkasse hat 13 Facharztstellen für Psychiatrie - verteilt auf das gesamte Bundesland - geschaffen und verfügt damit über die höchste Facharztdichte in diesem Bereich außerhalb von Wien. Rund 180 PsychotherapeutInnen verfügen über einen Sachleistungsvertrag, durch den direkt mit der SGKK abgerechnet werden kann. Zusätzlich stellt das Salzburger Modell zur Psychotherapie sicher, dass kaum Wartezeiten auf Sachleistungsplätze entstehen, sondern bei Bedarf mit der Behandlung rasch begonnen werden kann.

Psychotherapie für Kinder

Im Jahr 2011 erhielten 310 Kinder und Jugendliche Psychotherapie als Sachleistung - allerdings meist mit einem Selbstbehalt von 12,80 Euro pro Sitzung. Mit Jahresbeginn 2012 schaffte die SGKK diesen Selbstbehalt für Minderjährige ab und weitete zusätzlich die Sachleistungsverträge für die Behandlung von Kindern aus. Die Zahlen des ersten Halbjahres zeigen, dass die Anzahl der Minderjährigen, die ohne Eigenkosten behandelt werden, deutlich steigt. Bis Ende Juli 2012 waren es bereits 267 Kinder und Jugendliche - bis Jahresende dürften es rund 450 werden. "Das Sozialversicherungsgesetz sieht grundsätzlich Selbstbehalte bei der Psychotherapie vor. Bei Kindern und Jugendlichen ist für uns aber wichtig, dass rechtzeitig interveniert wird um die dauerhafte Ausprägung von Störungen zu verhindern. Wir schafften deshalb diesen Selbstbehalt für Minderjährige ab und sehen das als ersten Schritt zu einer besseren Versorgung speziell für Kinder", erklärt Obmann Schluckner.

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