- 15.10.2012, 13:15:10
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Wiener Linien: Orientierungshilfen im Öffi-Verkehr
15. Oktober im Zeichen blinder und sehbehinderter Menschen
Utl.: 15. Oktober im Zeichen blinder und sehbehinderter Menschen=
Wien (OTS) - Rund 2,4 Mio. Fahrgäste sind tagtäglich im Netz der
Wiener Linien unterwegs. Unter ihnen auch zahlreiche Menschen, die
auf Grund einer Beeinträchtigung über besondere Bedürfnisse verfügen.
Die Wiener Linien sind sich ihrer Verantwortung bewusst und sorgen
mit zahlreichen Maßnahmen und Projekten dafür, dass alle Menschen in
Wien barrierefrei mit U-Bahn, Bim und Bus sicher unterwegs sein
können. Der 15. Oktober steht seit 1969 im Zeichen blinder und
sehbehinderter Menschen. An diesem Tag riefen die Vereinten Nationen
zum ersten Mal den "Internationalen Tag des weißen Stocks" aus, der
gleichzeitig als Schutz- und Erkennungszeichen weltweit bekannt ist.
Barrierefreie Informationen
Bereits die Homepage der Wiener Linien verfügt über einen eigenen
barrierefreien Bereich, der einfach über die Startseite angesteuert
werden kann. Auf dieser Seite sind nicht nur die Schriftgrößen
beliebig veränderbar, sondern auch alle Informationen mit sogenannten
Screen-Reader-Programmen abrufbar. Vor Fahrtantritt können sich
blinde und sehbehinderte Personen vorab über barrierefreie Ein- und
Ausstiege bzw. stufenfrei erreichbare Haltestellen informieren und
sich mit der Online-Fahrplanauskunft die passende Verbindung
heraussuchen.
Blindengerechte Ausrüstung von Stationen und Fahrzeugen
Das Wiener U-Bahn-System wurde vollständig barrierefrei gestaltet und
ist mit Aufzügen und/oder Rampen ausgerüstet. Die Aufzüge wurden
speziell für blinde Fahrgäste mit taktilen Druckknöpfen in
Braille-Schrift ausgerüstet und Stockwerksansagen informieren über
die momentane Position. Zur leichteren Orientierung sind 97 Prozent
aller Stationen im U-Bahnnetz mit einem taktilen Leitsystem
ausgestattet. Diese führen die Fahrgäste vom Bahnsteig zu Aufzügen,
Stiegen, Fahrtreppen und Ausgängen. Aber auch die barrierefreie
Gestaltung der Straßenbahn- und Busstationen wird vorangetrieben.
Sogenannte Fahrbahnaufdoppelungen ermöglichen einen nahezu ebenen
Einstieg ins Fahrzeug. Eine wichtige Rolle spielen dabei über 240
ULF-Straßenbahnen und rund 500 Niederflur-Busse, die im Netz der
Wiener Linien bereits im Einsatz sind und den Zugang erleichtern. Die
Wiener Linien haben es sich darüber hinaus zum Ziel gesetzt, bis 2016
das gesamte Netz barrierefrei zu gestalten.
Projekte im Zeichen der Barrierefreiheit
Um die Barrierefreiheit im Wiener-Linien-Netz weiter voranzutreiben,
arbeiten die Wiener Linien mit zahlreichen Partnern an der Umsetzung
zahlreicher Projekte. So wird in Kürze ein erster Prototyp in Form
einer multisensuellen Infostelle den Betrieb aufnehmen, der
standortbezogene Informationen über das aktuelle Verkehrsgeschehen an
unterschiedlichen Standorten visuell, akustisch, taktil und in
Gebärdensprache informieren soll. In einem weiteren
Kooperationsprojekt mit der FH Joanneum wird an einem
Navigationssystem gearbeitet, das blinden und sehbehinderten Personen
das Auffinden von Haltestellen erleichtern soll. In einem weiteren
Schritt wird es den Fahrgästen möglich sein, mit dem Fahrzeug zu
kommunizieren um beispielsweise einen Einstiegswunsch vorab beim
Fahrer anzumelden.
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