Das ist heftig (von Claudia Grabner)

Ausgabe 15. Okt. 2012

Klagenfurt (OTS) - Erstens: Sich nie für eine Ausrede zu blöd zu sein. Zweitens: Die anderen für mindestens so blöd zu halten. Ergibt drittens den Stoff, aus dem man politische Talfahrten webt. In ebendiesen Stoffarten verstrickt sich dieser Tage Werner Faymanns Intimus-Team - und erweist damit der Partei den schlechtestmöglichen Dienst: Wählerklientel und Parteifunktionäre sind weder Dummiane noch ewig pflanzbar. Faymanns Inseratenaffären-Theater war alles andere als eine Glanzleistung. Dass sich sein Verhalten in haufenweisen Streichungen niederschlagen würde, war ergo absehbar. Nun aber die Streichungen mit einer Ablehnung zum neuen Transparenzgesetz(!) zu interpretieren - das ist heftig
Sollte allerdings die Analyse ernst gemeint sein, ist Feuer am Dach der SPÖ: Wer nämlich die leichteste Pflichtübung mit einer derartigen Fehleinschätzung abschließt, ist bestenfalls ein Parteisoldat. Ein Parteistratege sicher nicht. Unsere Zukunft aber braucht mehr Strategen. Und weniger Soldaten.

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
redaktion@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001