WIENWOCHE-Bilanz: Format zur aktiven und aktivistischen Stadtbenutzung etabliert.

Wien (OTS) - Wien hat nun einen Bettelbeauftragten, eine Bleibeführer_in und womöglich in naher Zukunft ein "Archiv der Migration". Nach 70 Veranstaltungen an 17 Tagen und an 40 Orten ziehen die Veranstalter_innen von WIENWOCHE Bilanz: "Wir wollten ein Format etablieren, das mit Aktionsformen aus Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft die Stadt nutzt, herausfordert und erweitert. Das ist gelungen", so Markus Wailand vom "Verein zur Förderung der Stadtbenützung". Im Rahmen von WIENWOCHE erarbeiteten 30 Gruppen gemeinsam Projekte für ein vielfältiges (Zusammen-)Leben in der Stadt. Petja Dimitrova, Can Gülcü und Radostina Patulova vom künstlerischen Leitungsteam: "Einige haben Aufsehen erregt, manche sind Ausgangspunkt für nachhaltige Initiativen, andere brachten Stadtbewohner_innen an ungewöhnlichen Orten zusammen."

"WIENWOCHE unterscheidet sich nicht nur durch die hohe Transparenz von Finanzgebarung und Auswahlverfahren von anderen Kultureinrichtungen", so Petja Dimitrova, sondern auch durch die gemeinschaftliche Arbeitsweise: "Uns war wichtig, dass die Mitwirkenden sich aufeinander beziehen und nicht einfach ihr Projekt durchziehen. Das ist aufwändig, die Produktionen bekamen dadurch jedoch eine ganz eigene Qualität", so Radostina Patulova. Dieser Ansatz habe nachhaltige Kooperationen zwischen Mitwirkenden hervorgebracht, die weit über die WIENWOCHE hinaus reichen.

WIENWOCHE habe aber auch die Notwendigkeit nach Förderung von kritischer und emanzipativer Kulturarbeit aufgezeigt. Can Gülcü:
"Über punktuelle Projekte wie WIENWOCHE hinaus braucht es neue Strukturen, die nachhaltiges kulturelles und politisches Handeln erst möglich machen". Nur unter Bedingungen, die Kontinuität, Sichtbarkeit und Unabhängigkeit sichern, könne sich kritische Wissens- und Kulturarbeit ausdehnen und für weitere gesellschaftliche Kreise zugänglich werden. In diesem Zusammenhang erneuern die Veranstalter_innen auch die Aufforderung an die Stadtparteien, "ihre" Parteifest-Mittel der unabhängigen Kunst- und Kulturszene zukommen zu lassen.

Die Veranstalter_innen von WIENWOCHE bedanken sich bei allen Besucher_innen, Mitwirkenden und Untersützer_innen. Der dritte Quartalsbericht zur Finanzgebarung wird Mitte November veröffentlicht und kann von der Website bezogen werden. Informationen und Dokumentationen der Wienwoche 2012 bleiben auf der website www.wienwoche.org nachzulesen. Und auf den Rückblick folgt die Vorschau: Die Arbeit an der Wienwoche 2013 hat bereits begonnen, erste Infos gibt's demnächst.

Das Leitungsteam und der Vorstand des Trägervereins (Verein zur Förderung der Stadtbenützung)

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