- 12.10.2012, 11:41:24
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Vinzenz Gruppe bündelt Sterilisation von medizinischen Instrumenten
Im Orthopädischen Spital Speising wurde am Freitag eine neue Zentralsterilisation eröffnet. Ab sofort lassen dort fünf Krankenhäuser OP-Besteck steril aufbereiten.
Utl.: Im Orthopädischen Spital Speising wurde am Freitag eine neue
Zentralsterilisation eröffnet. Ab sofort lassen dort fünf
Krankenhäuser OP-Besteck steril aufbereiten.=
Wien (OTS) - 65.000 Wiener Patientinnen und Patienten profitieren von
der neuen zentralen Sterilisationseinheit der Vinzenz Gruppe, die
heute, Freitag, am Gelände des Orthopädischen Spitals Speising unter
Anwesenheit der Wiener Landtagspräsidentin, Marianne Klicka,
Bezirksvorsteher von Wien-Hietzing, Heinz Gerstbach, sowie Vertretern
des Orthopädischen Spitals Speising und der Vinzenz Gruppe offiziell
eröffnet wurde.
In diesem 800 Quadratmeter großen Gebäude werden alle medizinischen
Operations-Instrumente, die bei Eingriffen in den fünf Wiener
Spitälern der Vinzenz Gruppe verwendet werden, in modernsten
High-Tech-Anlagen gewaschen und sterilisiert "Durch die
Synergieeffekte können wir wirtschaftlich sehr effizient agieren",
sagt Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe. "Wir
wollen damit einen Beitrag zur Kosteneindämmung im Gesundheitswesen
leisten."
Dass die stärkere Vernetzung der einzelnen Bereiche im
Gesundheitswesen immer wichtiger wird, bestätigt eine Studie, die das
Institut für Höhere Studien (IHS) im heurigen Frühjahr veröffentlicht
hat. Daraus geht hervor, dass in Kooperationen im Gesundheitswesen
hohe Ausgabendämpfungspotenziale liegen ohne dass die Qualität für
Patienten leidet.
Die neue Zentralsterilisations-Anlage der Vinzenz Gruppe setzt in die
Praxis um, was die IHS-Wissenschafter für das Gesundheitswesen
vorschlagen: Vor allem kleine Spitäler sollen demnach in
Krankenhausverbünden jene Leistungen durch Kooperationen bündeln, die
nicht direkt mit der Behandlung der Patienten zu tun haben - also
gemeinsame Labors und Radiologien sowie Einkauf, Wäscherei, Reinigung
und weitere Leistungen. Dadurch entstehen "virtuelle Großspitäler",
die wirtschaftlich wie ein großes Einzelspital funktionieren, aber
auf mehrere Standorte verteilt sind. "Aufgrund ihrer Größe bleiben
diese kleineren Spitäler für Patienten und Mitarbeiter überschaubar
und ermöglichen eine persönliche Betreuung. Das führt zu einer
nachgewiesen hohen Patientenzufriedenheit", sagt Stephan Lampl, der
als Geschäftsleiter in der Vinzenz Gruppe für die Region Ost
verantwortlich ist.
Die Vinzenz Gruppe hat in ihrem Bereich schon mehrere
Kooperationsinitiativen gesetzt. Viele Erfahrungen hat die Gruppe mit
diesem Thema auch in Oberösterreich gesammelt: Seit über zehn Jahren
arbeiten die Krankenhäuser Barmherzige Schwestern und Barmherzige
Brüder Linz im Rahmen einer Spitalspartnerschaft zusammen. In der
Kooperation ist ein medizinisches Zentrum mit über 1.000 Betten und
30 Spezialabteilungen entstanden.
Die fünf Krankenhäuser, die ihre Sterilisationen nach Wien-Speising
auslagern, sind neben dem Orthopädischen Spital Speising selbst das
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, das Herz-Jesu-Krankenhaus,
das St. Josef-Spital sowie das KH Göttlicher Heiland.
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