Kerschbaum: "Trinkwasser-Screening muss Standard werden!"

Grüne zu Grundwasser-Krimi Korneuburg: Behörde muss genauer prüfen und die Bevölkerung besser informieren

St. Pölten (OTS) - Nach dem Grundwasser wird nun auch die Trinkwasserqualität im Bezirk Korneuburg hinterfragt. Mit genaueren, umfassenderen Untersuchungen wäre es nicht so weit gekommen, so die Grüne Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum. "Die EVN hat aus freiwilligen Stücken Pestizid-Screenings durchgeführt und damit 2011 zur Aufdeckung der Thiamethoxam-Belastung beigetragen. Hätte die zuständige Behörde ebenso agiert, wäre das Gesamtausmaß der Grundwasserkontamination schon 2 Jahre früher entdeckt und bekämpft worden. Was fehlt, sind die gesetzlichen Grundlagen" stellt Kerschbaum fest, die als Stadträtin in Korneuburg seit 2 Jahren an der Aufklärung des Grundwasser-Krimis arbeitet.
"Vorsorgende, umfassende Pestizid-Screenings sind heute technisch machbar und leistbar. Die Trinkwasserverordnung hat diesen technischen Fortschritt noch nicht nachvollzogen - vorgeschrieben ist lediglich die Untersuchung eines kleinen Teils der möglichen Schadstoffpalette. Der Gesundheitsminister ist dringend aufgefordert, diesen Missstand endlich auszuräumen", so die Grüne.
"Die Politik kann nun beweisen, dass sie lernfähig ist: Eine Änderung der Trinkwasserverordnung für mehr Transparenz und Information ist der notwendige erste Schritt, um die Bevölkerung wieder von der Sicherheit unserer Trinkwasserversorgung zu überzeugen", so Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum abschließend.

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