FSG-Peschek und SJ-Moitzi: Öffentliche Aufträge nur mehr für Ausbildungsbetriebe!

Privatwirtschaft bei der Lehrlingsausbildung in die Pflicht nehmen!

Wien (OTS) - "Öffentliche Aufträge sollen in Zukunft nur mehr jene Betriebe erhalten, die ihren Beitrag zur Lehrlings- und Berufsausbildung beitragen!", fordern heute Donnerstag Christoph Peschek, FSG Wien Jugendvorsitzender, und Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich. Nach Vorbild der vom Wiener Gemeinderat beschlossenen Berücksichtigung von Lehrlings-und Berufsausbildungsmaßnahmen bei öffentlichen Aufträgen, soll nun auch eine bundesweite Regelung erfolgen, fordern die beiden.

"Die Privatwirtschaft macht sich bei der Lehrlings- und Berufsausbildung zunehmend aus dem Staub, denn es bilden in Österreich leider nur mehr rund 20 Prozent der Betriebe auch Lehrlinge aus. Gleichzeitig wird aber laut nach Fachkräften aus dem Ausland gerufen. So kann es nicht weitergehen - Fachkräfte fallen nicht vom Himmel, sondern müssen ausgebildet werden. Offenbar herrscht bei einigen Unternehmen das Motto 'Gewinne privatisieren, Ausbildung und Gemeinwohl sozialisieren'", kritisieren die Jugendvertreter. Daher müsse der Staat "zum Wohl der jungen Menschen in unserem Land eingreifen. Denn mit einer qualitativ hochwertigen Ausbildung werden Zukunftsperspektiven geschaffen und ein selbstbestimmtes Leben in Würde ermöglicht."

Peschek und Moitzi sind überzeugt, dass Österreich damit seine Vorbildwirkung in Europa unterstreichen würde. "Nach der erfolgreich von der SPÖ umgesetzten Jugendausbildungsgarantie könnte Österreich erneut Vorreiter im Kampf gegen die ausufernde Jugendarbeitslosigkeit sein! Daher ist es dringend notwendig, nicht nur bei der Direktvergabe das Wiener Modell auch auf Bundesebene umzusetzen, sondern dass auf Ebene der Europäischen Union soziale Faktoren, wie beispielsweise Berufsausbildungs- und Frauenbeschäftigungsmaßnahmen von Betrieben, stärker berücksichtigt werden und eine entsprechende Regelung geschaffen wird. Wir wollen die Zukunftsperspektiven nicht der Profitlogik unterwerfen, wir wollen von einer Wirtschafts- zu einer Sozialunion. Es braucht dringend mehr soziale Gerechtigkeit in Europa! Daher werden wir beim Bundesparteitag einen entsprechenden Forderungspunkt einbringen", so die Jugendvertreter.

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