- 11.10.2012, 10:43:14
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FSG-Peschek und SJ-Moitzi: Öffentliche Aufträge nur mehr für Ausbildungsbetriebe!
Privatwirtschaft bei der Lehrlingsausbildung in die Pflicht nehmen!
Utl.: Privatwirtschaft bei der Lehrlingsausbildung in die Pflicht
nehmen!=
Wien (OTS) - "Öffentliche Aufträge sollen in Zukunft nur mehr jene
Betriebe erhalten, die ihren Beitrag zur Lehrlings- und
Berufsausbildung beitragen!", fordern heute Donnerstag Christoph
Peschek, FSG Wien Jugendvorsitzender, und Wolfgang Moitzi,
Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich. Nach Vorbild der
vom Wiener Gemeinderat beschlossenen Berücksichtigung von Lehrlings-
und Berufsausbildungsmaßnahmen bei öffentlichen Aufträgen, soll nun
auch eine bundesweite Regelung erfolgen, fordern die beiden.
"Die Privatwirtschaft macht sich bei der Lehrlings- und
Berufsausbildung zunehmend aus dem Staub, denn es bilden in
Österreich leider nur mehr rund 20 Prozent der Betriebe auch
Lehrlinge aus. Gleichzeitig wird aber laut nach Fachkräften aus dem
Ausland gerufen. So kann es nicht weitergehen - Fachkräfte fallen
nicht vom Himmel, sondern müssen ausgebildet werden. Offenbar
herrscht bei einigen Unternehmen das Motto 'Gewinne privatisieren,
Ausbildung und Gemeinwohl sozialisieren'", kritisieren die
Jugendvertreter. Daher müsse der Staat "zum Wohl der jungen Menschen
in unserem Land eingreifen. Denn mit einer qualitativ hochwertigen
Ausbildung werden Zukunftsperspektiven geschaffen und ein
selbstbestimmtes Leben in Würde ermöglicht."
Peschek und Moitzi sind überzeugt, dass Österreich damit seine
Vorbildwirkung in Europa unterstreichen würde. "Nach der erfolgreich
von der SPÖ umgesetzten Jugendausbildungsgarantie könnte Österreich
erneut Vorreiter im Kampf gegen die ausufernde Jugendarbeitslosigkeit
sein! Daher ist es dringend notwendig, nicht nur bei der
Direktvergabe das Wiener Modell auch auf Bundesebene umzusetzen,
sondern dass auf Ebene der Europäischen Union soziale Faktoren, wie
beispielsweise Berufsausbildungs- und Frauenbeschäftigungsmaßnahmen
von Betrieben, stärker berücksichtigt werden und eine entsprechende
Regelung geschaffen wird. Wir wollen die Zukunftsperspektiven nicht
der Profitlogik unterwerfen, wir wollen von einer Wirtschafts- zu
einer Sozialunion. Es braucht dringend mehr soziale Gerechtigkeit in
Europa! Daher werden wir beim Bundesparteitag einen entsprechenden
Forderungspunkt einbringen", so die Jugendvertreter.
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