ÖAMTC: Tauern Tunnel erhält Bestnote beim Tunnel-Test 2012, Teil 1 (+ Grafik, + Fotos)

Zehn Tunnels getestet - großteils erfreuliche Ergebnisse

Wien (OTS) - Bereits zum 13. Mal hat der ÖAMTC gemeinsam mit seinen Partnerclubs eine Reihe von europäischen Tunnelanlagen getestet. "Im Auftrag von EuroTAP (European Tunnel Assessment Programme) wurden zehn Tunnels in Österreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Schweiz auf Herz und Nieren geprüft", berichtet ÖAMTC-Tunnelexperte Goran Bojo. "Das erfreuliche Ergebnis: Zwei der Testkandidaten schnitten mit 'sehr gut' ab, sechs weitere Anlagen wurden mit 'gut' bewertet". Nur zwei Tunnels mussten mit "ausreichend" beurteilt werden. Keine der zehn getesteten Anlagen wurde als "bedenklich" oder gar "mangelhaft" eingestuft.

Der Sieger des aktuellen ÖAMTC-Tunneltests kommt aus Österreich. "Der Tauern Tunnel auf der Tauern Autobahn (A10) war der einzige österreichische Tunnel im Test und wurde mit 'sehr gut' bewertet. Er setzte sich damit knapp vor dem Roer Tunnel in den Niederlanden durch", so der ÖAMTC-Experte. Nur mit "ausreichend" konnten die beiden Schweizer Tunnelanlagen Gubrist und Isla Bella bewertet werden.

Testverlierer Schweiz, italienische Tunnelanlagen im Aufwind

Mit einem als "gut" und zwei als "ausreichend" bewerteten Tunnelanlagen bildet die Schweiz das Schlusslicht beim ÖAMTC-Tunneltest. Zwar erreichte die so genannte "Schweizerhalle" (auf der A2 bei Basel) die Note "gut", dem stehen aber zwei Tunnels gegenüber, die nur "ausreichend" sind. Bereits im Jahr 2000 wurde der Tunnel Isla Bella auf der A13 in der Nähe von Rothenbrunnen als "bedenklich" eingestuft. Mittlerweile wurde die Tunnelanlage zwar auf "ausreichend" verbessert, im aktuellen Test reicht es aber trotzdem nur für die rote Laterne. "Verantwortlich für das mäßige Ergebnis sind in erster Linie die fehlenden zusätzlichen Flucht- und Rettungswege", kritisiert Bojo. "Immerhin sind bereits eine Sanierung und der Bau eines Fluchtstollens geplant." Bei einem zweiten Schweizer Testkandidaten, dem Gubrist auf der Nordumfahrung von Zürich (A1), ergibt sich das Risikopotenzial vor allem durch die hohe Verkehrsbelastung. "Rund 107.000 Fahrzeuge rollen pro Tag durch diesen Tunnel. Gefahrengüter dürfen uneingeschränkt transportiert werden", so der ÖAMTC-Experte. "Es gibt praktisch täglich Stau im Tunnel, ein durchgehender Seitenstreifen und Pannenbuchten sind nicht vorhanden."

Besser schneiden die getesteten italienischen Tunnels ab. Die Tunnelanlagen in Colle Capretto und San Pellegrino, 1974 und 1972 erbaut und damit die Veteranen im ÖAMTC-Tunneltest, wurden von "mangelhaft" auf "gut" verbessert. "Das ist ein erfreuliches Ergebnis für das in Sachen Tunneltest traditionell arg gebeutelte Italien", hält Bojo fest. Auch der dritte italienische Tunnel im Test, der heuer erstmals überprüfte Dervio, schnitt mit "gut" ab.

Tunnelbetreiber dürfen sich trotz erfreulicher Tendenz nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen

Das insgesamt positive Ergebnis beim diesjährigen Tunneltest des ÖAMTC und seiner Partnerclubs zeigt, dass die Tunnelbetreiber um eine Erhöhung des Sicherheitsniveaus ihrer Anlagen bemüht sind. "Auf den Lorbeeren ausruhen sollte man sich aber nicht", mahnt der ÖAMTC-Tunnelexperte abschließend. "Das Ziel bleibt weiterhin, dass alle Tunnelanlagen bis spätestens 2019 die Note 'sehr gut' erhalten." Diese ehrgeizige Vorgabe ist noch lange nicht erreicht.

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(Forts.)

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