- 11.10.2012, 09:09:45
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ÖAMTC: Tauern Tunnel erhält Bestnote beim Tunnel-Test 2012, Teil 1 (+ Grafik, + Fotos)
Zehn Tunnels getestet - großteils erfreuliche Ergebnisse
Utl.: Zehn Tunnels getestet - großteils erfreuliche Ergebnisse=
Wien (OTS) - Bereits zum 13. Mal hat der ÖAMTC gemeinsam mit seinen
Partnerclubs eine Reihe von europäischen Tunnelanlagen getestet. "Im
Auftrag von EuroTAP (European Tunnel Assessment Programme) wurden
zehn Tunnels in Österreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden
und der Schweiz auf Herz und Nieren geprüft", berichtet
ÖAMTC-Tunnelexperte Goran Bojo. "Das erfreuliche Ergebnis: Zwei der
Testkandidaten schnitten mit 'sehr gut' ab, sechs weitere Anlagen
wurden mit 'gut' bewertet". Nur zwei Tunnels mussten mit
"ausreichend" beurteilt werden. Keine der zehn getesteten Anlagen
wurde als "bedenklich" oder gar "mangelhaft" eingestuft.
Der Sieger des aktuellen ÖAMTC-Tunneltests kommt aus Österreich. "Der
Tauern Tunnel auf der Tauern Autobahn (A10) war der einzige
österreichische Tunnel im Test und wurde mit 'sehr gut' bewertet. Er
setzte sich damit knapp vor dem Roer Tunnel in den Niederlanden
durch", so der ÖAMTC-Experte. Nur mit "ausreichend" konnten die
beiden Schweizer Tunnelanlagen Gubrist und Isla Bella bewertet
werden.
Testverlierer Schweiz, italienische Tunnelanlagen im Aufwind
Mit einem als "gut" und zwei als "ausreichend" bewerteten
Tunnelanlagen bildet die Schweiz das Schlusslicht beim
ÖAMTC-Tunneltest. Zwar erreichte die so genannte "Schweizerhalle"
(auf der A2 bei Basel) die Note "gut", dem stehen aber zwei Tunnels
gegenüber, die nur "ausreichend" sind. Bereits im Jahr 2000 wurde der
Tunnel Isla Bella auf der A13 in der Nähe von Rothenbrunnen als
"bedenklich" eingestuft. Mittlerweile wurde die Tunnelanlage zwar auf
"ausreichend" verbessert, im aktuellen Test reicht es aber trotzdem
nur für die rote Laterne. "Verantwortlich für das mäßige Ergebnis
sind in erster Linie die fehlenden zusätzlichen Flucht- und
Rettungswege", kritisiert Bojo. "Immerhin sind bereits eine Sanierung
und der Bau eines Fluchtstollens geplant." Bei einem zweiten
Schweizer Testkandidaten, dem Gubrist auf der Nordumfahrung von
Zürich (A1), ergibt sich das Risikopotenzial vor allem durch die hohe
Verkehrsbelastung. "Rund 107.000 Fahrzeuge rollen pro Tag durch
diesen Tunnel. Gefahrengüter dürfen uneingeschränkt transportiert
werden", so der ÖAMTC-Experte. "Es gibt praktisch täglich Stau im
Tunnel, ein durchgehender Seitenstreifen und Pannenbuchten sind nicht
vorhanden."
Besser schneiden die getesteten italienischen Tunnels ab. Die
Tunnelanlagen in Colle Capretto und San Pellegrino, 1974 und 1972
erbaut und damit die Veteranen im ÖAMTC-Tunneltest, wurden von
"mangelhaft" auf "gut" verbessert. "Das ist ein erfreuliches Ergebnis
für das in Sachen Tunneltest traditionell arg gebeutelte Italien",
hält Bojo fest. Auch der dritte italienische Tunnel im Test, der
heuer erstmals überprüfte Dervio, schnitt mit "gut" ab.
Tunnelbetreiber dürfen sich trotz erfreulicher Tendenz nicht
auf ihren Lorbeeren ausruhen
Das insgesamt positive Ergebnis beim diesjährigen Tunneltest des
ÖAMTC und seiner Partnerclubs zeigt, dass die Tunnelbetreiber um eine
Erhöhung des Sicherheitsniveaus ihrer Anlagen bemüht sind. "Auf den
Lorbeeren ausruhen sollte man sich aber nicht", mahnt der
ÖAMTC-Tunnelexperte abschließend. "Das Ziel bleibt weiterhin, dass
alle Tunnelanlagen bis spätestens 2019 die Note 'sehr gut' erhalten."
Diese ehrgeizige Vorgabe ist noch lange nicht erreicht.
Aviso an die Redaktionen:
Alle weiteren Infos zum ÖAMTC-Tunneltest findet man unter
www.oeamtc.at/tunnel. Eine Grafik sowie Fotos zu dieser Aussendung
sind unter www.oeamtc.at/presse abrufbar.
(Forts.)
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