• 10.10.2012, 14:31:10
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Frauenberger: "Wien ist die Stadt für Mädchen!"

Frauenstadträtin zieht anlässlich des Weltmädchentages Bilanz über Wiener Angebot

Utl.: Frauenstadträtin zieht anlässlich des Weltmädchentages Bilanz
über Wiener Angebot=

Wien (OTS) - Am 11.10.wird der Weltmädchentag begangen,
Frauenstadträtin Sandra Frauenberger zieht daher Bilanz: "Wirksame
Frauenförderung beginnt in den Kinderschuhen, daher ist uns in der
Stadt unser Beratungs- und Förderungsprogramm für Mädchen besonders
wichtig. Mädchen haben das Recht ihr gesamtes Handlungspotential zu
leben, das Recht auf Sicherheit, auf Bildung, sowie gleichberechtigte
Zukunftschancen und Teilhabe an öffentlichem Leben und Räumen."

Förderung wirkt

Die Stadt Wien bietet jungen Mädchen ein breites Spektrum an
Förderungsmaßnahmen an. Dass diese wirken, beweisen die Zahlen. Haben
sich vor zehn Jahren noch 59 Prozent der Mädchen in Wien für
traditionell weibliche Lehrberufe entschieden, tun das 2011 nur mehr
47 Prozent. Die Angebote der Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57)
umfassen neben dem Töchtertag, die Jobs4Girls Plattform, die Mädchen
in der Berufswahl durch Informationen unterstützen soll. Ein weiteres
Projekt ist "Roberta/Robina", das Mädchen die Freude an Programmieren
und technischen Berufen vermitteln soll. In eine ähnliche Kerbe
schlägt das Projekt "Mehr Technikstudentinnen", das Mädchen-gerechten
naturwissenschaftlichen Unterricht zum Ziel hat. Auch der Verein
Sprungbrett, der von der Frauenabteilung gefördert wird, dient als
Anlaufstelle für untypische Berufswahl von Mädchen. Außerdem bietet
die MA 57 interessierten Gruppen kostenfreie Workshops für Mädchen
und junge Frauen an, um über die Angebote der Stadt zu informieren.
Alle Broschüren und gedruckten Informationen finden sich unter:
www.frauen.wien.at.

"Mädchen werden immer noch geschlechtsspezifische Rollenbilder
zugeschrieben und angelernt. Dadurch wird aber der Handlungs- und
Erfahrungsspielraum massiv eingeschränkt. Unser Förderprogramm zielt
darauf ab, gegen diese Sozialisationsmuster zu arbeiten und
Selbstbestimmtheit schon in jungen Jahren zu ermöglichen. Denn
Mädchen können alles!", so Frauenberger.

Mädchen in Wien - Zahlen und Fakten

Im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung sind bei der Gruppe der bis 18
Jährigen in Wien etwas weniger Mädchen (152.837) als Burschen
(160.911) vertreten.

Pflichtschulen, Polytechnika, Berufsschulen, technische mittlere
und höhere Berufsbildenden Schulen wurden stärker von Burschen
besucht.
Die AHS dagegen von mehr Mädchen (26.143 Mädchen zu 23.141 Burschen),
wie auch bei den Studierenden die Frauen insgesamt überwiegen (mit
53%).

Bei der Lehrausbildung gibt es mehr Burschen als Mädchen (7.289
bzw. 37,8% Mädchen gegenüber 11.978 bzw. 62,2 % Burschen). Die Wahl
der Lehrberufe entspricht immer noch stark den
Geschlechtsstereotypen. Die drei häufigsten von Mädchen gewählten
Lehrberufe in Wien (2011) sind die "klassisch" weiblichen Lehrberufe
Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau und Friseurin, die von 47% der
Mädchen gewählt wurden. Vor 10 Jahren waren es aber noch 59%. 68,1%
der Mädchen wählen aus nur 10 Lehrberufe aus, während es bei den
Burschen nur 47,9% sind.(Schluss) grs

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