- 10.10.2012, 13:25:01
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future.talk 2012 der Telekom Austria Group: Internetkompetenz gegen das Verschwinden der Öffentlichkeit
Internationale Vordenker diskutierten zu "ME MYSELF AND I. How does the Internet shape our thinking?"

Utl.: Internationale Vordenker diskutierten zu "ME MYSELF AND I. How
does the Internet shape our thinking?"=
Wien (OTS) - Jared Cohen, Director von Google Ideas, Eli Pariser,
Autor des Bestsellers "The Filter Bubble", der Philosoph Slavoj Zizek
und Hannes Ametsreiter, CEO der Telekom Austria Group, setzten sich
gestern beim future.talk 2012 mit der Frage auseinander, welchen
Einfluss das Internet auf unser Denken hat. Mehr als 500 Gäste waren
in die Stallburg der Wiener Hofreitschule gekommen. Die wichtigste
Botschaft des Abends: Das Netz ändert unser Verhältnis zur Welt.
Damit müssen wir bewusst umgehen lernen.
ME, MYSELF AND I: Die neuen Identitäten des Menschen
In seinem Eröffnungsstatement wies Jared Cohen darauf hin, dass es
mittlerweile deutlich mehr digitale Identitäten als Menschen gibt.
Internet-User registrieren sich auf unterschiedlichen Plattformen und
legen damit auch den Grundstein für ein weiteres Ich oder auch
mehrere Identitäten. Daher sei es die wichtigste Aufgabe, die
Internetkompetenz zu fördern. Eltern müssten mit ihren Kindern
darüber sprechen, noch bevor sie mit ihnen über Safer Sex reden.
Medienkompetenz ist auch für Hannes Ametsreiter der Schlüssel für den
Umgang mit diesen Phänomenen. Deswegen setzt die Telekom Austria
Group genau hier an, etwa mit der Bildungs-Initiative "A1 Internet
für Alle". Der Philosoph Slavoj Zizek beschrieb das Internet beim
gestrigen future.talk 2012 sehr drastisch als das meist zensurierte
Medium. Die Algorithmen von Google, Facebook und Co. lösen dabei die
klassischen Medien als Gatekeeper über die Vielzahl an Informationen
zunehmend ab. Dabei wird es immer schwieriger, zu erkennen, welche
Dinge uns vorenthalten werden oder wie es Zizek formulierte, "zu
wissen, was wir nicht wissen". Außerdem vertrat Zizek die Meinung,
dass Menschen in ihren digitalen Handlungen eher das ausleben, was
sie sind, da hier Schranken und Konventionen wegfallen, die beim
Zusammenleben in der realen Welt gelten. Die digitale Sphäre fördere
so die narzisstischen Neigungen der Menschen. Das mache sich mehr und
mehr auch in der realen Welt bemerkbar. Er sprach in diesem
Zusammenhang von einem Verschwinden der Öffentlichkeit.
Forderung nach mehr Transparenz
Die Rolle des Internets für einen besseren Zugang zu Informationen
und für die Teilnahme an der globalen Wissensgesellschaft ist
unbestritten. Grundsätzlich bekommen Menschen und Konsumenten mehr
Wahlfreiheit. Für Hannes Ametsreiter ist das ein hoher Wert, der
geschützt und gestärkt werden muss. Eli Pariser betonte, welche
Verantwortung die großen Anbieter wie Facebook, Google, Amazon und
Co. dabei haben. Sie müssen transparent machen, nach welchen
Kriterien sie Informationen vorfiltern. Zizek stellte nicht in
Abrede, dass es Gatekeeper braucht, aber es sollten "gute" Gatekeeper
sein. Mündige Konsumenten sowie gesellschaftliche und politische
Institutionen müssen das immer wieder auf's Neue einfordern und die
Öffentlichkeit dafür schaffen bzw. diese dafür sensibilisieren.
Hochrangige Gäste, angeregte Diskussionen
Neben prominenten Besuchern aus den Ländern, in denen die Telekom
Austria Group aktiv ist, beteiligten sich auch zahlreiche
österreichische Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft an den
Diskussionen über die Bedeutung des Internets für das Individuum und
für die Gesellschaft. Unter ihnen waren: Bundesminister Rudolf
Hundstorfer und ÖIAG-Chef Rudolf Kemler. Österreichs Wirtschaft war
unter andern vertreten durch IBM Österreich Generaldiektorin Tatjana
Oppitz, Kapsch Vorstand Kari Kapsch, Hofer Generaldirektor Günther
Helm, Ja!Natürlich Geschäftsführerin Martina Hörmer, A. T. Kearney
Geschäftsführer Robert Kremlicka, bauMax Vorstand Werner
Neuwirth-Riedl, Fairtrade Geschäftsführer Hartwig Kirner, Porsche
Manager Hans-Peter Schützinger und Helmut Eggert sowie
Generaldirektorin der Spanischen Hofreitschule Elisabeth Gürtler.
Auch namhafte Persönlichkeiten aus der Medienszene besuchten den
future.talk 2012: Medienmanager Rudi Klausnitzer, Werber Mariusz
Demner, SevenOne Media Geschäftsführer Markus Breitenecker, CEO der
Mediengruppe ÖSTERREICH Oliver Voigt und Der Standard Herausgeber
Oscar Bronner. Weitere prominente Gesichter in der Hofreitschule
waren Meinungsforscherin Sophie Karmasin und Beach-Volleyball-Spieler
Nik Berger.
Bildmaterial zum future.talk 2012 finden Sie in Kürze unter:
http://tinyurl.com/9bjzzuc
Weitere Informationen
Ergänzende Presse-Informationen sowie Bildmaterial rund um die
Veranstaltung finden Sie unter: http://www.telekomaustria.com/presse
Alle Details zum future.talk 2012 finden Sie auf
http://www.futuretalk.com und alle aktuellen Informationen auch auf
http://www.twitter.com/TA_Group
Über den future.talk:
Die Veranstaltung future.talk, die 2012 zum elften Mal
stattfindet, hat zum Ziel neue Trends zu suchen sowie aktuelle und
zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen zu diskutieren. Zu den
Gästen der vergangenen Jahre zählen u.a. WWW-Erfinder Sir Tim
Berners-Lee, Apple-Mitbegründer Steve Wozniak, Facebook-Mitbegründer
Chris Hughes, der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan und
Ex-US-Vizepräsident Al Gore.
Über die Telekom Austria Group:
Die an der Wiener Börse notierte Telekom Austria Group ist als
führender Kommunikationsanbieter im CEE-Raum mit rund 23 Mio. Kunden
in acht Ländern tätig: in Österreich (A1), Slowenien (Si.mobil),
Kroatien (Vipnet), der Republik Serbien (Vip mobile) und der Republik
Mazedonien (Vip operator), Bulgarien (Mobiltel), Weißrussland
(Velcom) sowie in Liechtenstein (mobilkom liechtenstein). Der
Gesamtmarkt der acht Länder umfasst rund 41 Mio. Einwohner. Die
Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 16.800 MitarbeiterInnen und
erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 4,45 Mrd. EUR.
Das breit gefächerte Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen
im Bereich Sprachtelefonie, Breitband Internet, Multimedia-Dienste,
Daten- und IT-Lösungen, Wholesale sowie Payment-Lösungen.
Weitere Informationen unter https://www.telekomaustria.com
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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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