- 10.10.2012, 11:49:35
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Rushdie gegen Ahmadinejad: "Ein alter Mann will seine Schlagzeilen"
Wien (OTS) - "Was der sagt, ist ein Witz. Der bedroht doch jeden."
Mit diesen Worten kommentiert der Autor Salman Rushdie in der morgen
erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins NEWS die Erneuerung der
Fatwa gegen seine Person durch den iranischen Präsidenten
Ahmadinejad. Rushdie weiter: " Er ist wirklich kein guter Mensch,
sondern wegen seiner Atombomben einer der Gefährlichsten. Und das
Kopfgeld soll man nicht überbewerten. Das hat schon niemand ernst
genommen, als meine Situation noch wirklich bedrohlich war. Jetzt
will nur ein alter Mann damit seine Schlagzeilen haben. Ich kümmere
mich um diese Leute nicht mehr."
Zu islamistischen Todesdrohungen gegen Karikaturisten und
Filmemacher sagt Rushdie: "Es gibt auch Cartoons über den Papst, und
das ist legitim. Wir wissen doch, was in der katholischen Kirche
alles passiert ist. Der größte Hit am Broadway ist derzeit ein
satirisches Musical über die Mormonen. Da geht man mit dieser Gruppe
auch nicht sehr freundlich um. Aber niemand brennt deswegen die Welt
nieder. Was wäre denn eine Welt ohne Satire, ohne Pietätlosigkeit,
ohne politische Cartoons? Langweilig wäre das."
Er selbst wäre von seinem Vater mit dem "Freibrief" versehen
worden, Atheist zu sein. Nach dem Tod wäre alles vorbei. "Ja, sicher.
Da kommt nichts."
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