- 09.10.2012, 13:21:59
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"Jede Vereinfachung des Steuersystems ist zu unterstützen"
Wirtschaftstreuhänder gegen neue Steuern und für integrierten Tarif
Utl.: Wirtschaftstreuhänder gegen neue Steuern und für integrierten
Tarif=
Wien (OTS) - "Die Zusammenfassung von Steuern und
Sozialversicherungsabgaben und die Streichung von Begünstigungen wie
jene für das 13. und 14. Gehalt bei gleichzeitiger Senkung der
Einkommensteuertarife ist eine langjährige Forderung der Kammer der
Wirtschaftstreuhänder", sagt KWT-Präsident Klaus Hübner zu den von
der ÖVP-Expertengruppe vorgelegten Vorschlägen zur Vereinfachung des
österreichischen Steuersystems.
Die von ÖVP-Chef Michael Spindelegger eingesetzte Expertengruppe
hat sich für eine radikale Vereinfachung des Steuersystems
ausgesprochen. Kernstück ist im wesentlichen das unter Federführung
des verstorbenen KWT-Vizepräsidenten Karl Bruckner ausgearbeitete
Modell eines integrierten Einkommensteuertarifs, das die
Zusammenfassung von Einkommensteuer und Sozialversicherungsabgabe
vorsieht. Steuerbegünstigungen wie die Sechstel-Begünstigung für
Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollen gestrichen werden. Das frei
werdende Volumen soll für die Senkung der Steuertarife verwendet
werden. Sinken soll der Eingangssteuersatz von derzeit 36,5 Prozent
ebenso wie der Spitzensteuersatz von 50 Prozent. Statt der bisher
drei Steuerstufen ist eine lineare Steigerung der Steuerlast
vorgesehen, was im Brucknermodell durch einen einheitlichen
Steuerfreibetrag erreicht wird, der sich bei niedrigeren Einkommen
stärker auswirkt als bei hohen Einkommen.
Auch das Nein der Expertengruppe zu Vermögenssteuern findet die
volle Unterstützung der Wirtschaftstreuhänder. Hübner: "Österreich
liegt mit einer Abgabenquote von mehr als 43 Prozent im obersten
Drittel im Vergleich der EU-Staaten. Jede weitere Anhebung von
Steuern oder deren Neu- oder Wiedereinführung schadet dem
Wirtschaftsstandort. Zuerst muss es Strukturreformen geben, die zu
niedrigeren Ausgaben führen. Dann kann man eventuell über neue
Steuern reden."
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