• 09.10.2012, 12:10:37
  • /
  • OTS0132 OTW0132

Antoni: SPNÖ fordert Umgestaltung des Steuerrechts

Umgestaltung des Freibetragssystems in ein transparentes, soziales und gerechtes Direktfördersystem

Utl.: Umgestaltung des Freibetragssystems in ein transparentes,
soziales und gerechtes Direktfördersystem=

St. Pölten (OTS/SPI) - Die ArbeitnehmerInnen tragen in Österreich
durch die Abgaben auf Löhne und Gehälter sowie die Mehrwertsteuern
die Hauptlast der Steuern und Abgaben. "Vor allem für Menschen mit
niedrigem Einkommen ist dadurch die Belastung im Vergleich zu
Menschen mit höherem Einkommen zu hoch. Die Beitragsgerechtigkeit der
verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen ist nicht in dem Ausmaß
gegeben, das wünschenswert wäre", macht der Finanzsprecher der SPNÖ,
LAbg. Konrad Antoni, deutlich. Vor allem das Freibetragssystem
bezeichnet Antoni als nicht gerecht: "Vereinfacht gesagt bedeutet
dieses System, dass derjenige, der mehr verdient und damit mehr
Steuern zahlt, eine höhere Gutschrift für steuerlich begünstigte
Ausgaben, also einen höheren Freibetrag, bekommt obwohl die Kosten
aber für alle gleich sind. So kommt es, dass beispielsweise durch die
Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten Familien mit einem hohen
Einkommen eine wesentlich höhere staatliche Förderung bekommen als
eine teilzeitbeschäftigte Alleinverdienerin. Das ist ungerecht und
auch unsozial und dem wollen wir daher entgegenwirken", erläutert
LAbg. Antoni den Antrag, den die SPÖ-Niederösterreich im Rahmen des
Bundesparteitages am 13. Oktober stellen wird.

"Bei der derzeitigen Regelung bleiben die Einkommensschwächsten auf
der Strecke! Daher ist eine Umgestaltung in ein Direktfördermodell
notwendig, damit für die gleiche Ausgabe der gleiche
Auszahlungsbetrag wirksam wird. Das wäre transparent, weil einfach zu
berechnen, gerecht, weil es für alle den gleichen Betrag bedeutet und
vor allem sozial, weil nicht die Höchstverdiener auch noch am meisten
gefördert werden", erläutert LAbg. Antoni. Damit wäre auch der Weg in
Richtung eines einfacheren Steuersystems frei und ein automatischer
Steuerausgleich kann unkompliziert umgesetzt werden. "Derzeit machen
rund 1,1 Millionen Menschen keine ArbeitnehmerInnenveranlagung und
schenken dem Finanzministerium damit jedes Kahr mehr als 400
Millionen Euro. Ein automatischer Steuerausgleich, der ohne Weiteres
in der Personalverrechnung automatisiert werden könnte, hätte damit
auch ein enormes Einsparungspotential beim Verwaltungsaufwand. Die
Finanzämter hätten damit mehr Ressourcen für das Aufspüren von
Steuersündern frei", so Antoni abschließend.

(Schluss) kr

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel