- 09.10.2012, 09:27:27
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FSG-Katzian: VP-Gruselvorschläge für ArbeitnehmerInnen
Realisierung des Papiers würde Rückschritt in die sozialpolitische Steinzeit bedeuten
Utl.: Realisierung des Papiers würde Rückschritt in die
sozialpolitische Steinzeit bedeuten=
Wien (OTS/ÖGB) - "Das sogenannte Expertenpapier der ÖVP, mit dem sie
angeblich ihre Wirtschaftskompetenz aufmöbeln will, beweist eines
ganz klar: eine absolut ArbeitnehmerInnen-feindliche Haltung",
kommentiert der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer
GewerkschafterInnen (FSG), Wolfgang Katzian. Er habe das Papier zwar
noch nicht persönlich gesehen, die in den Medien kolportierten
Details ließen aber bereits die Alarmglocken klingen, so Katzian
weiter. Demnach soll das Pensionsalter erhöht und Menschen, die älter
als 50 Jahre sind, leichter gekündigt werden. Firmen sollen, so eine
der Expertenideen, in "begründeten Fällen" geringere Löhne und
Gehälter zahlen dürfen, angedacht sind angeblich auch der Wegfall
oder die Reduktion automatischer Lohnerhöhungen sowie die Streichung
von Biennalsprüngen, außerdem werden das 13. Und 14. Gehalt in Frage
gestellt. Das Steuersystem soll radikal umgebaut, der Tarif,
inklusive Sozialversicherung, gesenkt werden. "Das würde nicht nur
die Finanzierungsbasis der sozialen Sicherungssysteme untergraben,
sondern auch große Löcher im Staatshaushalt verursachen", so Katzian.
"Auch wenn dieses Papier angeblich nur eine Grundlage ist, die
diskutiert werden soll: Mit derartigen Gruselvorschlägen für
ArbeitnehmerInnen kann man sich nicht ernsthaft auseinandersetzen.
Die Realisierung einzelner Ideen würde ja nichts anderes bedeuten als
enorme finanzielle und arbeitsrechtliche Nachteile für
ArbeitnehmerInnen und somit einen Rückschritt in die sozialpolitische
Steinzeit", lehnt Katzian das Papier ab. In diesem Sinne könne auch
die Bewertung des Vizekanzlers, der diese Vorschläge als gelungenes
Experiment bezeichnet, mit dessen Hilfe Österreich an die Weltspitze
kommen würde, nur als Zynismus gewertet werden, so Katzian
abschließend: "ArbeitnehmerInnen sind die wahren
LeistungsträgerInnen. Sie brauchen keine Bestrafung, sondern
Unterstützung und Entlastung - weil sie es sind, die mit ihren
Leistungen und Steuerzahlungen dafür sorgen, dass Österreich im
internationalen Vergleich ganz gut dasteht - und das soll auch so
bleiben."
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