• 08.10.2012, 14:54:52
  • /
  • OTS0226 OTW0226

Mitterlehner: Gaspipeline Nabucco-West soll Versorgungssicherheit Österreichs unterstützen

Tagung des Nabucco-Komitees in Wien - Minister-Deklaration mit Bekenntnis zum Pipeline-Projekt Nabucco West und stabilen Rahmenbedingungen verabschiedet

(C) photonews.at/ Anna Rauchenberger - Wien
08.10.12 -Heute fand im Radisson Hotel die Tagung des Nabucco
Komitees statt. PHOTO: Gastgeber Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner (Mitte), EU-Kommissar Guenther Oettinger (li) und
OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss waehrend der Pressekonferenz

Utl.: Tagung des Nabucco-Komitees in Wien - Minister-Deklaration mit
Bekenntnis zum Pipeline-Projekt Nabucco West und stabilen
Rahmenbedingungen verabschiedet=

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Energieminister Reinhold
Mitterlehner präsentierte am Montag gemeinsam mit EU-Energiekommissar
Günther Oettinger und OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss die zentralen
Ergebnisse der Tagung des Nabucco-Komitees in Wien. "Das
Pipeline-Projekt Nabucco-West befindet sich im Aufwind. Dafür
sprechen die heute in Wien getroffenen Festlegungen aller Partner und
der konstruktive Meinungs- und Informationsaustausch, der weiter
verdichtet werden soll", sagte Mitterlehner. "Nabucco-West ist für
Europa und Österreich ein wichtiges Projekt. Sowohl die
Transportrouten als auch die Quellenländer müssen diversifiziert
werden, um unsere Versorgungssicherheit mit Erdgas langfristig zu
sichern", bekräftigt Mitterlehner.

Unter dem Vorsitz Mitterlehners wird das mit hochrangigen
Regierungsvertretern aus den Pipeline-Anrainerländern besetzte
Komitee am Montagnachmittag eine neue Minister-Deklaration
verabschieden. "Darin bekennen sich alle Staaten zum
Gas-Pipeline-Projekt Nabucco-West und garantieren die für den Bau
notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen", sagt Mitterlehner, der
für 2013 eine Lieferentscheidung des Shah-Deniz-Konsortiums erwartet,
dessen Vertreter ebenfalls in Wien zu Gast waren.

"Beim Südlichen Korridor geht es um Europas Versorgungsicherheit. Wir
sind bezüglich des Südlichen Korridors in eine entscheidende Phase
getreten. Welches Projekt auch immer nächstes Jahr durch SD II
ausgewählt wird, wir werden in punkto Versorgungssicherheit besser
aufgestellt sein. Jetzt ist es an der Zeit! Und alle Parteien sollten
schnell darauf hinwirken, den Südlichen Korridor Realität werden zu
lassen", so EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

"Ich freue mich über den starken politischen Aufwind", betonte
OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss. "Nabucco-West als solches ist das
einzig kommerziell sinnvolle, durchdachte, fertig aufgestellte
Projekt das Gas aus dem kaspischen Raum und potentielles Gas aus dem
Schwarzen Meer zu den relevanten europäischen Märkten bringen kann",
so Roiss.

Zwtl. Über die neue Minister-Deklaration

Mit der neuen Minister-Deklaration wenden die Nabucco-Staaten das
Intergovernmental Agreement für Nabucco aus dem Vorjahr auch auf die
West-Variante an. Somit unterstützen die Nabucco-Staaten das Projekt
Nabucco-West, das von der türkisch-bulgarischen Grenze bis Baumgarten
bei Wien reicht, und garantieren die für dessen Umsetzung notwendigen
regulatorischen Rahmenbedingungen. Dazu wird klargestellt, dass alle
Energieaufsichtsbehörden Nabucco-West unterstützen und allfällige
Ausnahmeregelungen bei Bedarf verlängern sollen. Darüber hinaus
unterstützen die Minister ausdrücklich auch die Transanatolische
Pipeline (TANAP). Ziel ist es, Nabucco-West und TANAP zu
synchronisieren. Nabucco West soll in Verbindung mit TANAP Gas aus
der zweiten Ausbauphase des Gasfelds Shah Deniz in Aserbaidschan über
die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Baumgarten in
Österreich führen. Die Minister unterstützen zudem eine enge
Zusammenarbeit zwischen den privaten Pipelinebetreibern und dem
Shah-Deniz-Konsortium und laden zu einer Beteiligung bei Nabucco-West
ein.

Zuletzt betrug der Anteil von Erdgas am Gesamtenergieverbrauch
Österreichs 23,8 Prozent und lag die Import-Abhängigkeit bei 83
Prozent, wobei allein 56 Prozent aus Russland stammten. "Erdgas ist
eine wichtige Übergangstechnologie. Denn trotz des massiven Ausbaus
von Erneuerbaren Energien auf einen Anteil von rund 31 Prozent am
Gesamtenergieverbrauch sowie weiteren Anstrengungen, Energie
effizienter einzusetzen, kann Österreich noch nicht auf Gas
verzichten. Die neue Pipeline soll uns wesentlich dabei helfen, die
Versorgungssicherheit langfristig zu sichern", bekräftigt
Mitterlehner abschließend.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel