- 08.10.2012, 08:51:03
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Gewerkschaft der Pflichtschullehrer/innen: Voller Einsatz für unsere Schulen
Genetiker Dr. Markus Hengstschläger anlässlich des Welttages der Lehrerinnen und Lehrer beim GÖD-Forum
Utl.: Genetiker Dr. Markus Hengstschläger anlässlich des Welttages
der Lehrerinnen und Lehrer beim GÖD-Forum=
Wien (OTS) - Die Gewerkschaft der Pflichtschullehrerinnen und
Pflichtschullehrer hat in Kooperation mit der Gewerkschaft
Öffentlicher Dienst anlässlich des Welttages der Lehrerinnen und
Lehrer am 4. und 5. Oktober 2012 zwei pädagogische Tage mit dem
international bekannten österreichischen Genetiker Dr. Markus
Hengstschläger im Rahmen einer Sitzung der erweiterten Bundesleitung
abgehalten. Höhepunkt war dabei eine Abendveranstaltung am 4. Oktober
im Saal der "Salzburger Nachrichten", unter dem Motto "Die
Durchschnittsfalle" als Trendwende in der Pädagogik, in Anlehnung an
den jüngsten Bestseller Hengstschlägers.
Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Pflichtschullehrerinnen
und Pflichtschullehrer, Paul Kimberger, stellte fest, dass in
Österreich die Indikatoren für einen Mangel an hoch kompetenten
Bildungspolitikerinnen und Bildungspolitikern mehr als
besorgniserregend und schon längere Zeit nicht mehr zu übersehen
sind. Demokratische Gesellschaften stehen in der Pflicht,
anspruchsvolle und qualitativ hochstehende Bildungseinrichtungen mit
differenzierten Angeboten über die gesamte pädagogische Bandbreite zu
gewährleisten. Leistungsfähige Schulen sind Basis und
Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit einer pluralistischen
Gesellschaft.
Mit unserem Handeln, unserem Engagement und "Know-how" leisten wir
Lehrerinnen und Lehrer an Österreichs Schulen den entscheidenden
Beitrag, unseren Kindern und Jugendlichen bessere Zukunftschancen zu
ermöglichen. Zu diesem Anspruch an unseren Beruf als Pädagoginnen und
Pädagogen bekennen wir uns uneingeschränkt. Daher brauchen wir für
unsere Schulen die beste Bildungspolitik, gemacht von den besten
politischen Köpfen unseres Landes, forderte Kimberger. Faule
Kompromisse, billiger Populismus, Sparen am falschen Ort und
pädagogische Kurzsichtigkeit führen zu Qualitätsverlusten in unserem
Bildungssystem. Das können wir uns angesichts der hohen Bedeutung der
Bildung für den Wohlstand und die Zukunft unseres Landes nicht
leisten.
Das bedeutet, dass eine gleichwertige Ausbildung für alle
pädagogischen Berufe auf Masterniveau selbstverständlich werden muss.
Die Kolleginnen und Kollegen benötigen neben einer klaren
Aufgabenbeschreibung, die auf einer neuen Lehrer-Arbeitszeit-Studie
aufbauen soll, ausreichende Unterstützung durch international
vergleichbare Support-Systeme. Und die Bezahlung für Lehrerinnen und
Lehrer muss so gestaltet werden, dass sie deren wichtigen Aufgaben
entspricht. Durch einen gesellschaftlichen Konsens endlich genügend
Geld für Bildung und Schulen bereitzustellen ist in Österreich, einem
der reichsten Länder dieser Erde, ja nicht eine Frage, ob man sich
das leisten kann, sondern vielmehr eine Frage, ob man sich das
leisten will, meint Kimberger abschließend.
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