- 07.10.2012, 10:50:31
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Jugend in Niederösterreich - NÖ 2020 denkt an "the day after tomorrow"
Junge Generation in der SPNÖ kümmert sich um Zukunftsfragen
Utl.: Junge Generation in der SPNÖ kümmert sich um Zukunftsfragen=
St. Pölten, (OTS/SPI) - Ausreichend Ausbildungsplätze für
Jugendliche, Junges, leistbares Wohnen, genügend qualitative
Kinderbetreuungseinrichtungen in erreichbarer Nähe und die
Verbesserung des Bildungssystems sind die Herausforderungen der
kommenden Jahre. Ein hochrangiges Podium diskutierte bei der am
vergangenen Donnerstag stattgefundenen SPNÖ-Zukunftsdiskussion in
Mödling über Themen von neuen "Bewegungen" bis hin zu Formen der
direkten Demokratie. LHStv. Dr. Sepp Leitner, Mag. Bernhard
Heinzlmaier und Peter Plaikner sowie die VertreterInnen der
SPÖ-Jugend gaben Einblick in die Arbeit mit und für junge Menschen
und deren Einstellung zur Politik.
LHStv. Dr. Sepp Leitner, Landesparteivorsitzender der SPÖ NÖ, spricht
die brennenden Themen jugendlicher Lebenswelten an, wie "leistbares,
junges Wohnen" zu fördern, ein gerechtes Bildungssystem und eine
faire Familienpolitik. Leitner: "34 Schließtage in NÖ Kindergärten
sind zuviel, für derart lange Schließzeiten reichen die Urlaubstage
der Eltern nicht aus. Ein Blick über die Grenze nach Wien zeigt, dass
es auch anders geht. Wir stehen für eine gerechtere Gestaltung der
Familienförderung und eine stärkere Information der Familien, wie
Leistungen abgerufen werden können. Im Übrigen klafft in
Niederösterreich eine enorme Lücke in der Versorgung mit
Krabbelstuben, was den Berufswiedereinstieg von Frauen nicht
unbedingt erleichtert. So lange Rahmenbedingungen solcher Art nicht
geschaffen sind dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Geburtenraten
nicht die gewünschte Steigerung aufweisen."
Peter Plaikner meint, die Jugend hätte keine Lobby, "daher ist es
umso wichtiger den jungen Menschen bereits in der Schule, sei es bei
Klassen- oder Schulsprecherwahlen, oder anderen Beteiligungsmodellen
Demokratie lernen zu lassen und ihnen damit zu zeigen, wenn sie für
etwas eintreten, dass dies, neben dem gesellschaftlichen, auch einen
großen persönlichen Nutzen mit sich bringt. Im Übrigen plädiert er
für einen fairen Umgang mit den PolitikerInnen und meint weiter: "Die
Mehrheit der PolitikerInnen macht einen engagierten, couragierten,
guten Job - ich stehe da sehr für eine klare Differenzierung ein und
würde plädieren die Politik an sich nicht mies zu reden."
Mag. Heinzlmaier, Jugendforscher, betont, dass es unerlässlich sei,
wieder verstärkt "ideologische Pflöcke" einzuschlagen, die
Differenzierung der Parteienlandschaft wieder zu leben, Konflikte
nicht zu scheuen, um die Linien einer Partei sichtbar zu machen: "Es
ist wichtig, dass kritische Positionen eingenommen werden und
hinterfragt wird. Junge Menschen sollen möglichst früh in Politik und
Demokratie hineinwachsen - frei nach dem Ausspruch: 'Das Spiel der
Gitarre wird gelernt in dem man sie spielt!'"
Die VertreterInnen der Jugendorganisationen haben sich speziell der
Themenlandschaft im jungen Segment gewidmet. So betont etwa Peter
Kurri, Vorsitzender der FSG-Jugend NÖ: "Unabhängig vom Status der
Eltern muss Ausbildung leistbar sein. Lehrlingswerkstätten sind eine
absolute Bereicherung und tragen positiv dazu bei dass junge
Menschen, den Beruf, den sie gewählt haben, auch erlernen und im
Endeffekt ausüben können." Im Übrigen trete die FSG-Jugend für höhere
Einstiegsgehälter ein, die den jungen Menschen erst einen Einstieg
in ein selbstständiges und unabhängiges Leben ermöglichen würden.
Die Junge Generation in der SPÖ NÖ sieht sich speziell im
Jungfamilien- und Studierendenbereich als Ansprechpartnerin berufen
zu betonen, dass Spekulationen mit Wohnbaugeldern der Vergangenheit
angehören müssten und dass junge Menschen die Möglichkeit auf
leistbaren Wohnraum geschaffen werden muss. Katharina Kucharowits,
Bundesvorsitzende der Jungen Generation betont: "Die Zweckbindung der
Wohnbaufördermittel und die Reservierung von Mitteln für 'Junges
Wohnen' ist eine längst überfällige Notwendigkeit. Des weiteren
kämpfen wir für flächendeckende, ganztägig kostenlose
Kinderbetreuungseinrichtungen, gegen Studiengebühren und
Zugangsbeschränkungen, wie für Weiterbildungsmöglichkeiten, während
der Karenzzeit." Außerdem betonte Kucharowits die Notwendigkeit junge
Menschen in den politischen Entscheidungsfindungsablauf einzubinden,
die Freiheit und das Vertrauen in diese zu setzen: "Viele gehen
projektbezogen ein Stück des Weges gemeinsam mit uns - die Politik
muss ihnen nur die notwendigen Chancen einräumen sich zu beteiligen!"
Jakob Winter, Landessekretär der Sozialistischen Jugend NÖ ist
überzeugt, dass Demokratie erlernt werden muss: "Wo ginge das besser
als in der Schule - wir fordern die Direktwahl der Landes- und
BundesschülerInnenvertretung. Im Übrigen setzen wir uns vehement
dafür ein, dass die theoretische Führerscheinausbildung im Rahmen des
Regelunterrichts erfolgt. Die Beteiligung an politischen Verfahren,
die sie unmittelbar betreffen, würde dazu führen, dass die
NiederösterreicherInnen zur Überzeugung kämen, dass es sich auszahlt,
sich an solchen Prozessen zu beteiligen."
Abschließend betonte LHStv. Dr. Sepp Leitner den hohen Stellenwert
der Jugend in der SPÖ NÖ, die nicht nur eine stellvertretende
Landesparteivorsitzende einer Jugendorganisation, sondern auch einen
neuen designierten, jungen Bürgermeister und einen jungen
FSG-Vorsitzenden vorzuweisen hätte: "Vor allem die von der SPÖ NÖ
initiierte Jugendakademie hat sehr viele junge politische Talente
hervorgebracht, die nun bereits auf den verschiedensten Ebenen in
Verantwortungspositionen aufgestiegen sind und voller Elan frischen
Wind in der Partei spürbar machen!"
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